Südinsel

Heute beginnt meine Südinselreise von Neuseeland. Da ich für die Südinsel keinen Reisepartner mehr hatte, habe ich es über eine "Backpacker New Zealand"-Facebookgruppe probiert. Dort habe ich einen 27 jährigen Schweizer kennen gelernt, welcher einen Campervan gemietet und die selben Reisepläne hat.

 

07.03.

 

Heute Morgen wurde ich um 08:30 abgeholt. Danach gingen wir noch einkaufen. Dabei bemerkte ich, dass ich meine Wanderschuhe vergessen habe. Somit fuhren wir noch einmal in den Stall.

 

Letztendlich konnte es losgehen. Wir fuhren ca. 4 Stunden in den Süden. Dabei stoppten wir bei zwei Pinguin-Lookouts und versuchten zu einem Campingplatz zu kommen, welcher aber von einem Fluss versperrt war.

 

Beim Zweiten der zwei Lookouts haben wir tatsächlich drei Pinguine und ganz viele Seerobben gesehen. Ein paar haben wir beim Spielen im Wasser und beim Kämpfen beobachtet. Das war wirklich toll. Eine Robbe war sogar auf 5 Meter Nähe.

 

Danach fuhren wir zu einem gratis Campingplatz, welcher sehr voll war. Ich habe noch nie so viele Camper auf einem Haufen gesehen.

 

Nach einem guten Abendessen, von einer "richtigen" Küche, spielten wir noch sehr lang Frakel.

08.03.

 

Die erste Nacht im Campervan war wirklich toll. Luxuscampen würde ich es sogar fast nennen. Es war trotz 12 Grad Außentemperatur sehr angenehm!

 

Nach Müsli und frischem Pfirsich ging es insgesamt 2,5 Stunden ans südliche Ende. Dabei blieben wir als erstes beim Tunnel Beach stehen. Das Wetter war nicht das Beste, daher waren die Wellen extrem hoch und haben so arge Geräusche gemacht. War wirklich beeindruckend. Dort sind wir noch ein wenig herum geklettert. Dieser Ort war wirklich beeindruckend und die Kraft des Meeres mächtig.

Danach fuhren wir an einem Zaun voller Schuhe vorbei.

 

Weiter ging es zum "Kaka Point" wo wir nach "Paulas Shell" gesucht haben. (Eine ganz besondere Muschel) Leider haben wir keine gefunden, aber jemanden mit einer getroffen. Wirklich schön! :)

 

Nach einem Mittagessen auf einer sehr lieb hergerichteten Parkbank führen wir zum Nuggetpoint. Dort kam die Sonne komplett raus. Dadurch sieht jedes Foto sehr unreal und wie von einer Postkarte aus. Auf den Felsen haben wir Robben beim Spielen beobachtet.

 

Auf dem Weg zu einem versteinerten Wald stoppten wir noch bei einem Wasserfall. Der Weg dort hin war hauptsächlich Rollsplitterstraße, welche mit dem Campervan nicht besonders angenehm war.

 

Als wir Abends beim versteinerten Wald ankamen, mussten wir leider feststellen, dass gerade Flut ist. Daher probierten wir es den nächsten Tag nocheinmal. (Letztendlich fanden wir heraus, dass Ebbe nur um 03:00 oder 15:00 ist. Beide Zeiten sind für uns ziemlich unpraktisch :/

 

Abends hat es zum Regnen angefangen, daher genossen wir den Luxus eines Campervans und aßen drinnen. Huhn mit Reis. :)

 

Nach weiteren Planungen gingen wir schlafen.

09.03.

 

Nachdem es wieder ewig geregnet hat, haben wir ausgeschlafen, bis der Regen weniger wurde. Somit machten wir uns um 10:30 auf den Weg zu einer heißen Dusche. (So etwas findet man z.B. hinter einer Bar)

 

Danach fuhren wir in die Stadt Invercargrill. Dies ist eine sehr belebte "größere" Stadt. Dort kauften wir noch Alles für die nächsten Tage, tankten noch einmal und besorgten uns Tickets für unsere morgige Hütte.

 

Weiter ging es nach Riverton, eine sehr süße Hafenstadt. Dort fuhren wir quer durch die Stadt bis zu "the Rocks". Dort war es sehr winding aber echt schön.

 

Am Weg zum "Monkey Island Campingspot" stoppten wir noch beim Cosy Nook - Lookout, einem sehr schönen Spot. Nach kurzer "im Gatsch steckenbleib Action" fuhren wir zu unserem Ziel.

 

Bei unserem Campingplatz hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Während wir diesen aus unserem schönen warmen Auto beobachten, kochten wir unser Abendessen. Danach kochten wir noch unser morgiges Abendessen und packten unsere Rucksäcke für unsere 2 tägige Wanderung. - Ich dachte nie, dass ich meinen großen Backpack jemals zum Wandern benutze. :D

10.3.

 

Der Wecker läutete um 06:40. Ich war schon etwas früher wach, da es im Auto so ***kalt war. - Eigentlich haben wir gerade Anfang Herbst in Neuseeland, jedoch bekamen wir in der Nacht 2 Grad.

 

Um 07:00 fuhren wir zum Parkplatz vom South Coast Track am südlichsten Ende vom Fjordland. Dabei beobachteten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir los auf die 20km.

Es war ein sehr abwechslungsreicher Weg zwischen Strand und Wald. Wir legten etliche Höhenmeter zurück.

 

Am Weg wurden wir immer wieder vom "Fantale" Vogel verfolgt. Dieser ist ganz besonders in Neuseeland und verfolgt Menschen/Pferde für einige Zeit.

 

Der Weg führte über einen alten Pfad, welcher ursprünglich für Holzfäller gemacht wurde. Wir übernachteten in der Schule für die Holzfäller Kinder. Diese Hütte hatte ein großes und ein kleines Stockbett mit insgesamt 20 Betten, einem Ofen und Waschbecken.

 

Nachdem wir ankamen, gaben wir das Essen uns Wasser aus unseren ca. 7kg schweren Rucksäcken. Danach gingen wir noch ein paar Meter zum Strand, wo wir ganz viele Hector Delfine gesehen habe . Wegen der Delfine sprangen wir in das eiskalte Meer. Die Delfine kamen uns bis zu ca. 3 Meter Nähe. Dies war echt magisch und wunderschön. :)

 

Danach wärmten wir und am Holzofen in der Hütte wieder auf. Dabei trafen wir einen Deutschen, welche Neuseeland in 4 Monaten zu Fuß bereiste. Mit ihm spielten wir ein paar Runden Frakle.

 

Abends aßen wir Nudeln und um 21:00 war auch schon "Hikers-midnight". Da fielen wir tot ins Bett.

11.03.

 

Die Nacht in der urigen Hütte war wieder eiskalt, aber echt nett.

In der Früh sind wir gemütlich aufgestanden, haben gefrühstückt und sind wieder auf unsere 21 km gegangen.

Nachdem wir gestern im eiskalten Meer waren, habe ich heute kaum Muskelkater, jedoch spürt man den schweren Rucksack.

 

Wir haben gehört, dass es eine Abkürzung über den Strand gibt. Nach dem ersten großen Waldstück mussten wir dies natürlich probieren.

Wer mich kennt, weiß wie meine "Abkürzungen" enden. :P (gell Vera ;))

Nachdem wir einige Steine am Meer entlang kletterten, endeten wir in einem Urwald, wo wir uns mit unseren Rucksäcken durch Lianen kämpften. Am Ende kamen wir am richtigen Weg raus, aber so viel schneller waren wir nicht.

 

Die letzten Meter haben sich ziemlich in die Länge gezogen. Nach 5 Stunden kamen wir komplett kaputt beim Auto an. Wir haben heute "nur" 5 Stunden gebraucht, damit waren wir eine Stunde schneller, als gestern.

 

Nachdem wir uns kurz ausgerastet haben fuhren wir zum Lake Manapouri, dies soll einer der schönsten Seen Neuseelands sei. Er war wirklich schön! In diesem sehr kalten See erfrischten wir uns, hauptsächlich gegen den Muskelkater.

Danach ging es in Richtung Milford Sound. Wir campten auf einem Campingplatz, ca 1 Stunde vor Milford Sound. Diesen und unsere morgige Bootstour buchten wir auf unserer Wanderung.

 

Es war ein bezahlter Campingplatz, dies bedeutet, dass wir warme Duschen und eine echte Küche haben. Dies nutzten wir natürlich aus.

 

Abends gingen wir früh schlafen, da wir Morgen auch früh raus müssen.

12.03.

 

Der Wecker läutete wieder ganz früh und wir fuhren um 07:10 weiter Richtung Milfordsound. Draußen war es noch dunkel.

 

Am Parkplatz angekommen, haben wir erstmal gefrühstückt. Danach gingen wir fünf Minuten zum Hafen. Dort haben wir eine 1,5 stündige Bootstour gebucht.

 

Um 08:00 ging es auch schon los. In Milford gibt es 200 Regentage und bis zu 12 Meter Regen im Jahr. Natürlich haben wir einen sehr stark bewölkten Tag und leichten Regen erwischt.

Bei diesem Wetter wirken die Fotos noch spektakulärer. :P

 

Auf der Bootsfahrt haben wir neben den wunderschönen Bergen riesige Wasserfälle in allen Höhen gesehen. Des weiteren spielten Delfine mit den Wellen unseres Katamarans und Robben rasteten auf einem Stein.

 

Mir hat es sehr gut gefallen. Man muss aber dazu sagen, dass es eine typische Touristenattraktion war.

 

Danach machten wir uns langsam auf den Weg zurück. - In Neuseeland gibt es, verglichen zur Größe des Landes, wenig Straßen. Daher muss man einen insgesamt 4 stündigen Umweg nach Milfordsound machen. Am Rückweg blieben wir bei sehr vielen, schönen Lookouts stehen.

 

Als wir in der nächst größeren Stadt wieder vollgetankt haben, planten wir unseren morgigen Tag in Queenstown.

 

Nach einiger Zeit machten wir uns auf den Weg zu unseren Campingplatz, der liegt zirka eine Stunde vor Queenstown.

Heute campten wir auf einer alten aufgelassenen Bahnstation, wo noch einige alte Züge standen. Sah richtig cool aus! :)

13.03.

 

Nachdem wir auf unserer einstündigen Fahrt noch die Reste des Sonnenaufgangs genossen und auf einigen Lookouts stehen blieben, waren wir schon in Queenstown.

Dort habe ich mir für 10:00 Uhr eine "Defy-Jetdeck" - Stunde bestellt.

Dabei bekommt man eine Art Waveboard mit Stiefeln auf die Füße geschnallt. Bei den Stiefeln kommt unten ganz starker Wasserdruck raus und dadurch kann man fliegen.

Nach einer Einführung ging es auch schon los. Es hat nicht lange gebraucht und ich konnte tatsächlich fliegen . Das war ein richtig geiles Gefühl!

Als die Lenkung funktionierte, wurden mir auch "Spinns", um die eigene Achse drehen, und "Diving", wie ein Delfin unter und über Wasser fliegen, gelernt. Das Diving hat großen Spaß gemacht!

 

Nach ca 30/40 Minuten war der Spaß leider wieder vorbei. Ich kann es wirklich jedem empfehlen!

 

Nachdem wir wieder aus dem Wasser waren, kamen zwei ganz aufgeregte Passanten und wollten alles über die „Maschine“ wissen. Glücklicherweise haben sie auch Foto von mir gemacht, welche sie mir schickten.

 

Danach hat mich mein Reisepartner, welcher eine Massage in Queenstown hatte, wieder abgeholt und wir gingen einkaufen. Nachdem wir auch noch am Campingplatz eingecheckt haben, erkundeten wir die kleine, aber sehr schöne Stadt.

 

Um 15:00 hatten wir unsere nächste Attraktion. Es nennt sich "Canyon-Fox". Dies ist ein Flying Fox in 182 Metern, über eine Schlucht, durch welche ein Fluss geht. Das Besondere ist, dass es mit 5 Metern freiem Fall beginnt.

Es war wirklich toll, obwohl es eine kleine Überwindung war zu springen aber danach war die Aussicht ein Traum! (Ein Video findest du auf Instagram unter dem Username "meliamon")

 

Danach ging es für uns unter eine warme Dusche und wir nutzten das Wlan am Campingplatz.

 

Abend gingen wir "Fish and Chips" essen und danach erkundeten wir das Nachtleben. Nach einigen leeren Bars fanden wir eine ganz Coole, welche sich immer mehr füllte. Die Musik war richtig gut und es hat großen Spaß gemacht!

 

Am Heimweg stoppten wir noch bei "Fergburger". Den angeblich besten Burgers überhaupt. Menschen warten tagsüber bis zu 2 Stunden für einen Burger.

Er war wirklich gut, aber ich würde mich nie so lange anstellen.

 

Am Campingplatz fielen wir dann ins Bett.

14.03.

 

Heute Morgen konnte ich bis 08:00 schlafen. Danach ging ich Wäsche waschen und versuchte einen Flug für meine Weiterreise zu finde . Dies stellte sich als super kompliziert heraus.

 

Naja um 09:10 gingen wir in die Küche vom Campingplatz frühstücken, wo wir auch gleich alle elektronischen Geräte aufluden. Danach packten wir noch unsere Wäsche ins Auto und machten uns auf den Weg nach Wanaka. Wir blieben bei ganz vielen Lookouts und einer Destillerie stehen. Nach 1,5 Stunden waren wir auch schon am Ziel. Am Nachmittag planten wir unsere Weiterreise und entspannten bei strahlendem Sonnenschein am Campingsessel mit Eis beim Fluss neben dem Campingplatz.

 

Abends gab es Salat mit Huhn. Richtig gut. :)

 

Nachdem wir morgen früh raus müssen, gingen wir früh schlafen.

15.03.

 

Heute läutete der Wecker um 04:00. Wir fuhren zum Roys Peak, um den Sonnenaufgang zu betrachten.

Als wir dort ankamen, sahen wir erstmals, dass es eine insgesamt 16 km Wanderung wird.

Wir haben im Dunklen mit Stirnlampen begonnen.

Da hat man noch einen klaren Sternenhimmel gesehen.

 

Nach kurzer Zeit bemerkten wir, dass es zwar ein schöner Weg ist, aber der Anstieg ein Wahnsinn is. Ich als Flachland-Wiener ohne Kondition bin am Weg hinauf fast eingegangen. :P

(Es waren 1,200 Höhenmeter)

 

Nach 2,5 Stunden und vielen kurzen Pausen sind wir endlich Oben angekommen. Dort ging ein eiskalter Wind. (Gefühlt unter 5 Grad)

 

Wir warteten noch ein bisschen auf den Sonnenaufgang. Dieser kam zirka 40 Minuten später als erwartet. Jedoch haben wir nicht viel davon sehen können, da es sehr stark bewölkt und nebelig war. Naja ein paar Bruchteile und die wunderschöne Umgebung konnten wir teilweise sehen.

Am Berg trafen wir noch ein paar Deutsche und einen Schweizer. - Wir waren die Einzigen. Schon witzig, wenn man irgendwo am Ende der Welt ist und aus jedem deutschsprachigen Land jemand "vertreten" is.

 

Nach einer eiskalten Stunde machten wir uns wieder auf den Weg nach Unten. Dabei gab es sehr viele Fotostopps. :)

 

Unten angekommen haben wir uns als erstes einen Tee/Kaffee gekocht.

Nach kurzer Pause ging es auch schon 2,5 Stunden, natürlich mit etlichen Lookouts, zum Mount Cook. Mount Cook ist Neuseelands größter Berg. Dort kann man viele Gletscherwanderungen machen.

 

Als wir dort ankamen, machten wir noch eine kurze, ca 45 minütige, Wanderung zum Tasmania Gletscher. Dieser hat ganz viele Eisgletscher im See.

 

Danach wollten wir in eine heiße Dusche, welche aber leider nicht funktionierte. Daher fuhren wir direkt zum Campingplatz und kochten uns dort Burger mit Kartoffeln. Sehr gut. :D

Danach fielen wir bald ins Bett.

16.03.

 

Heute haben wir ausgeschlafen und gewartet bis der Regen stoppte.

Um 11:00 fuhren wir zum Infocenter, um dort den Wetterbericht zu checken.

Wir wollen hier eine 3 und eine 6 stündige Wanderung machen.

 

Heute haben sie bis zu 80 km/h Wind angesagt, daher machten wir die nur 3 Stündige, fast flache Wanderung. Sie führte über drei Hängebrücken ins Hooker Valley zu einem Gletscher und Gletschersee. Es war eine sehr einfache Wanderung, daher waren hier auch sehr viele Touristen. Nachdem ich noch ordentlich Muskelkater von gestern hatte, war der Spaziergang heute ganz angenehm.

 

Die Wanderung war wirklich schön. Die Sonne kam komplett hinaus, aber der Wind blieb bis am Nachmittag. Dadurch haben die Berge wirklich toll ausgeschaut. - Da bekommt man richtig Lust aufs Schifahren.

 

Am Nachmittag stoppte der Wind fast komplett und wir legten uns eine Stunde in die Sonne.

Danach probierten wir es erneut- erfolgreich bei den Duschen. - War ein tolles Gefühl. :P

 

Abends haben wir noch ins Infocenter geschaut. Dort habe ich ein Buch gefunden, wo an alle Personen, welche bei Wanderungen verunglückt sind, gedacht wurde. Einige davon sind auf unserer morgigen Wanderung verunglückt. Dies macht ein bisschen Bauchweh. :o

 

Abends legten wir uns bald ins Bett, da es wieder so kalt war. (4 Grad für heute Nacht)

17.3

 

Heute standen wir früh auf, da wir auf die große Wanderung gingen.

Der Wetterbericht hätte heute einen perfekten Tag angesagt. Leider war alles so nebelig, dass die Sicht nur 5 Meter war. (Dieser Nebel blieb leider den ganzen Tag)

 

Um kurz vor 9 begannen wir endgültig den Berg zu bezwingen.

Zum Aufwärmen gab es 2.000 Stiegen. Diese waren eig. ganz praktisch, da man schnell einige Höhenmeter macht. Heute stehen insgesamt 10 km und 1.000 Höhenmeter am Programm. Empfohlen werden 6 Stunden.

 

Nach diesen 2.000 Stiegen zitterten die Muskeln schon ein bisschen. Dabei begann dort erst der anstrengende, aber lustigste Teil. Wir mussten die restlichen Kilometer die Felswand raufklettern. Man musste sich sehr konzentrieren, da man bei einem falschen Schritt ziemlich verrutschen kann. - Genau meins. :P

 

Bei der Müllerhütte angekommen, sollten wir über alle Berge sehen. Leider war die Sicht erneut nur 5 Meter. Daher setzten wir uns in die Hütte und warteten ca. eine Stunde. Um 12:00 war es noch immer nicht besser, daher kämpften wir uns wieder hinunter. Es war erneut sehr anstrengend. Meine Wanderschuhe lösen sich langsam auf, das machte es nicht leichter.

 

Zirka bei halben Weg begann sich der Nebel langsam im Tal aufzulösen. Daher stoppten wir kurz, um erneut zu warten. Nach ca. 20 Minuten ging es die 2.000 Stiegen wieder hinunter. Man unterschätzt es ganz schön.

 

Auch wenn es eine sehr anstrengende Wanderung war, hat mir diese bis jetzt am Besten gefallen!

 

Unten angekommen fuhren wir gleich zu einer warmen Dusche und aßen einen kleinen Snack.

 

Danach machten wir uns auf den Weg zum Lake Ohau. Ein wirklich schöner Bergsee.

Nachdem die Sonnen noch recht weit oben stand, fuhren wir auch noch zu den Clay Cliffs.

Hinter diesen ging gerade die Sonne unter. Dort kletterten wir noch ein bisschen herum und bekamen ganz gute Bilder.

 

Danach ging es nur mehr zum nahe gelegenen Camping platz. :)

18.03.

 

Letzte Nacht habe ich mit 3 Hosen, 2 Pullis, einem Schlafsack und einer Decke geschlafen. Dabei war mir so unglaublich kalt, dass ich es diese Nacht anders herum probiert habe. Nur eine Hose und ein Pullover. Wir hatten wieder nur 4 Grad und mir war wirklich wärmer. Anscheinend ist mein Schlafsack doch sehr gut.

 

In Neuseeland geht die Sonne erst ca um 08:00 auf. Daher steht man hier in der Regel erst etwas später auf. Wir sind natürlich auch schon in diesem Rhythmus.

 

Im Laufe des Vormittags fuhren wir über den Haast Pass zur Westküste. Das sind zirka drei Autostunden.

 

Dabei stoppten wir natürlich wieder bei ganz vielen Lookouts. Da wir heute viel Sonne hatten, machte dies auch Spaß. :)

 

Wir stoppten unter anderem bei den Blue Pools, Fantail Falls, Ship Creek Walks und bei einem "Garagenshop", welcher traditionelle Whitebait verkauft. Dies sind kleine, spezielle Fische, welche man nur innerhalb 10 Wochen fischen kann. Diese Fische vermischt man mit Eiern und macht quasi ein Omelett, welches man auf einem Toast mit Zitrone und Salz isst. Es war ein wirklich guter Snack.

 

Danach fuhren wir noch ein Stücken zu unserem heutigen Campingplatz zurück. Wir mussten leider zahlen, da es hier kaum gratis Campingplätze gibt. - Die Westküste ist hier, wie in Australien, mit sehr viel Natur und wenig Menschen verbunden. - Da wir auf einem "richtigen" Campingplatz sind, konnten wir die Waschmaschine für unsere Bettwäsche und Schlafsäcke benutzen. - Wir dürften seit unserer Übernachtung in der Hütte Bettwanzen in den Schlafsäcken haben.

 

Des Weiteren hatten wir begrenztes Wlan, welches wir für einen Film nutzten.

19.03.

 

Der Wetterbericht hat bereits 3 Tage 100% Regen vorausgesagt. Leider stimmt es diesmal. - Bin ich froh, in einem Campervan zu sein. :)

 

Nach getoastetem Toast zum Frühstück und einer perfekten Dusche, machten wir uns auf den Weg zum Fox-Gletscher.

 

Wir wollten zum Gletscher fahren, und das restliche Stückchen wandern. Dies ist leider unmöglich, da es hier vor ein paar Tagen so einen heftigen Sturm gab, dass die Straße überschüttet, und dadurch gesperrt ist.

 

Somit ging es weiter zum Franz-Josef- Gletscher. Dieser ist nach dem Österreicher benannt. :) - Dort hätten wir Heli-Hiken geplant. Das bedeutet mit den Helikopter rauf auf den Gletscher und oben drei Stunden, mit der dementsprechenden Ausrüstung, wandern. - Leider schüttet es so stark, dass kein Helikopter fliegen kann.

 

Wir machten trotzdem eine einstündige Wanderung zum Fuß des Gletschers. Anfangs ging der Regen noch, jedoch schüttete es am Ende so richtig. - Langsam sind meine Sachen nicht mehr wasserfest.

Ein bisschen konnten wir tatsächlich sehen. Was mich so beeindruckte war, dass nur 700 Meter vor mir eine Eiswand steht und wir haben ca. 17 Grad. Man kann den Gletscher beim wachsen/schrumpfen zuschauen. Jeden Tag wandert er um einige Meter.

 

Am Weg / Auf der Straße zum Gletscher konnte man sehr stark die Ausmaße der Naturprobleme sehen. Überall abgerutschte Felswände und ausgerissene Bäume.

Man kann sich Neuseeland so vorstellen: Auf der Südinsel ist die Schlechtwetterseite der Westen. Geht man auf der Karte weiter Richtung Osten, "fliegt" man über einige Berge, welche den ganzen Regen abfangen. Daher hat man meist im Osten viel besseres Wetter. Die Natur hat sich natürlich auch angepasst. Im Westen erinnert es mich sehr stark wieder an den Regenwald. Überall ist auch ganz viel Moos.

 

Da es heute zwar viel regnet, aber trotzdem 16 Grad hat, fuhren wir zu den Hot Pools. Dies sind Löcher, neben einem sehr kalten Fluss, welche man graben muss. In diesen Löchern kam aus einer Quelle ganz heißes Wasser, vermischt man dies mit dem Fluss, hat man eine perfekte Badewanne. Mit Bier und Cider sind wir dort bis zum Sonnenuntergang geblieben. Das war mit dem kalten Regen von Oben einfach geil!

 

Abends fuhren wir zu einem billigen Campingplatz, wo wir nach einem Abendessen schlafen gingen.

20.03.

Heute Morgen genossen wir Eierspeis mit Toast zum Frühstück, da wir Strom hatten.

 

Danach fuhren wir weiter Richtung Norden. Dabei blieben wir natürlich wieder ganz oft stehen. Als Erstes bei einem Wasserfall, welchen ich aus irgendeinem Grund magisch fand. :)

Etwas weiter stoppten wir bei den Pancake Rocks. Dies sind Felsen, welche durch die Erdbewegung wie geschichtete Pancakes ausschauen. Es war sehr groß für Touristen aufgezogen. (Mit Busparkplätzen, asphaltierten Wegen,...) - Damit hab ich nicht gerechnet. Hat mich ein wenig enttäuscht.

 

Am Weg zu unserem heutigen Campingplatz stoppten wir noch ein paar Mal um Fotos zu machen. Es war, wie ich finde, das typische "Neuseeland Landscape". - Große Felsvorsprünge im Meer mit schwarzem Strand und ganz viel Grün. Ich liebe es!

 

Abends brauchten wir unser Huhn auf und kochten Kartoffeln.

Danach spielten wir noch Frakel. :D

21.03.

 

Neuseeland ist schon verrückt! Vor ein paar Tage hatte ich 3 Hosen und zwei Pullover zum Schlafen an, kaum sind wir ca. 8 Stunden Nördlicher, schlafe ich mit kurzen Sachen und mir ist in der Nacht sogar fast zu warm. (auch tagsüber haben wir wieder 20 Grad).

 

Nach einem Schokoporridge, welchen ich nicht mehr sehen kann, machten wir uns langsam auf den Weg.

Heute standen 3 Stunden Fahrt auf dem Programm.

Dabei stoppten wir als Erstes bei einer Hängebrücke, welche "frei hängt". Also sie ist seitlich nicht gesichert,  daher schwingt sie mehr als andere Brücken. Diese Brücke war das Ende der "Ghost Road". Dies war früher die geheime Straße, über welche das Gold transportiert wurde. Heute kann man diese 80 km mit dem Fahrrad oder zu Fuß fahren/wandern. - Wir machten zur "Kostprobe" einen Kilometer :P.

 

Als Nächstes kamen wir zu einem sehr schönen Fluss, wo wir auf einer sehr lieben Bank Mittag aßen.

 

Am weiteren Weg sahen wir sehr viele Bienennester und auch sehr viel Honigverkäufer. - Ich musste dabei an meine Familie denken, welche sehr guten Honig selber macht! - Liebe Grüße nach Hause.

 

Später stoppten wir noch bei einem anderen Fluss um schwimmen zu gehe. Dieser war tief genug und eiskalt.

 

Vorbei an vielen Obstplantagen - ja ein Sack Äpfel kam auch mit ;) - endeten wir auf unserem Campingplatz. Einer Sandwiese neben einem Fluss. Klingt eig. ganz schön, aber es war richtig grauslich. Abends füllte er sich mit jeder Menge "Reisenden", welche wahrscheinlich in den Obstplantagen arbeiten. Diese Leute leben seit Monaten in ihren Autos und sehen dementsprechend aus. Sie sind aber Alle nett und höflich!

War für mich sehr schockierend. Lauter junge Leute (fast nur 18-30 jährige Europäer - hauptsächlich Franzosen und Deutsche), die ihr ganzes Leben vor sich haben und sich hier einfach so, ohne Plan und Zielen, gehen lassen.

 

Abends habe wir uns, zum Kontrast dazu, einen Lachs gegönnt. - Nomnom :D

22.03.

 

Heute Morgen hat es wieder den ganzen Tag geregnet. Daher standen wir, für meine Verhältnisse, ganz spät auf. (11 Uhr)

 

Wir fuhren Richtung Takaka. Jedoch stoppte unser Weg bereits in Riwaka. Dort erfuhren wir nach ganz charmanter, neuseeländischer Art:" The road is closed until 5 pm. You can come back at 4, enjoy a cup of tee in your camper and chat with your neighbors until you can actually move on. Have a nice day."

Ich liebe diese Mentalität hier einfach!

 

Somit öffneten wir wiedereinmal die App "Wikicamper".

Dies ist die beste App zum Campen überhaupt. Kostet zwar ein paar Euro für Apple, aber sie zeigt dir alle Campingplätze, versteckte Geheimorte und auch die ganz offiziellen "must sees". Des Weiteren kann man seine Route komplett "planen" und speichern. Quasi ein mobiler "Reiseführer", wo jeder Dinge hinzufügen und kommentieren kann.

 

Wir haben einige coole Dinge in der Nähe gefunden. Als Erstes fuhren wir zum Strand, wo ein großes Wrack im Wasser war. Der Regen lässt es noch dramatischer aussehen. Da wir sowieso 5 Stunden "töten" mussen, machte ich erst mal Bananenpancakes. (Wir hatten sogar eine neue Schokocreme)

 

Danach ging es gestärkt weiter zu einem "Pool", dass ins Meer gebaut wurde. -> siehe Fotos (ähnelt einem Steg) Witzige Idee, wie ich finde.

Weiters fanden wir eine XXL Kiwi Figur. - Dies ist der landestypische Vogel.

Am Weg retour gab es noch eine "self-service Milchtankstelle", wo wir noch frische Milch vom Bauern bekamen.

Als wir wieder in der "Stadt" (eine Hauptstraße mit ein paar Geschäften) ankamen, machten wir noch ein bisschen Sightseeing aus dem Auto. (Es schüttet immer noch.)

Nach einer Runde Frakel, war es auch schon 16:00 und wir stellten uns in die Reihe für unsere Weiterreise.

Um 16:55 ging es tatsächlich weiter. Wir fuhren über einen Berg, wo es durch ein Unwetter vor ein paar Wochen sehr viele Teile der Straße zerstört hat. Man hat immer noch sehr gut gesehen, wo die hänge abgerutscht und teilweiße die Straße weggebrochen ist. Schlimm zu was die Natur fähig ist!

 

Nach 2 Stunden waren wir dann auch fast am nördlichsten Punkt der Südinsel. Dort gibt es einen kleinen Campingplatz direkt am Meer mit angeblich tollen Sonnenaufgängen. Der Wetterbericht sagt 100% Regen, hoffentlich ist er wieder falsch!

 

Nach Spagetti gingen wir bald ins Bett.

23.03.

 

Heute weckte uns der Regen und Sturm recht zeitig. Aber wer will bei diesem Wetter schon vor die Tür? Daher blieben wir noch ganz lange im warmen Campervan.

 

Zum Frühstück gönnten wir uns heute Ei mit Speck. :D - Leider haben sie weder in Neuseeland noch in Australien so guten, preiswerten Speck oder Salami wie wir zu Hause.

Trotzdem war es sehr gut!

 

Um 12:00 zog es endlich auf, und der Regen wurde weniger. Daher fuhren wir zum nördlichsten Punkt der Südinsel, Farewell Spit.

Dort musste man durch Schafkoppeln zum Lookout. Am Ender der Schafkoppel ging es hunderte Meter in die Tiefe. - Ich will nicht wissen, wie viele Schafe hier schon hinunter gefallen sind. - Jedenfalls war dort auch ein riesiger Felsvorsprung, welcher wie ein Elefant aussah. Das grausliche Wetter machte es noch spektakulärer.

 

Weiter ging es zum Wharariki Beach. Man ging wieder durch einige Schaf- unf Kuhkoppeln und endete in riesengroßen Sanddünen. Dort waren wieder mächtige Felsen und ein paar Robben. Es beeindruckte mich sehr! - Siehe Bilder ;)

Anfangs war es nur windig, jedoch begann es aus dem Nichts zu schütten. Meine Jacke wir innerhalb 2 Minuten komplett nass. Somit machten wir uns auf den Retourweg.

Nass im Auto angekommen, fuhren wir wieder eine Stunde Südlicher. Dort stoppten wir bei einem Restaurant, wo der Seafood-Chowder sehr gut sein soll. Sie hatten nur Muschel-Chowder, aber der war auch gut und genau das Richtige bei diesem Wetter.

 

Gut gestärkt fuhren wir bis nach Takaka. Dies sollte die Hippe-Stadt in Neuseeland sein. Sie wirkte auf mich ziemlich ausgestorben. (Kann auch am Wetter liegen.)

 

Nach einem kurzen Stadtrundgang - es gibt nur eine Straße - fuhren wir zu den Labyrinth Rocks. Dies ist ein großes, natürliches Labyrinth aus Steinen. Überall waren kleine Kinderspielfiguren versteckt. Es war echt lustig da drinnen. Teilweise musste man sogar durch sehr kleine Tunnel.

 

Anschließend stoppten wir noch bei einem Milch-self-service, da die letzte Milch schon leer ist, und bei einem Able Tasman Lookout.

 

Danach wurde es Zeit zu unserem Campingplatz zu fahren. Er heißt "The Secret Spot" und befindet sich im Hintergarten eines Hauses. Die Besitzer sind sehr nett und wir haben sogar eine warme Dusche. Die Überraschung war, dass es eine Freiluftdusche im Wald war. Das Wasser war wirklich warm und die Außentemperatur kalt. Ich liebe dieses Gefühl! Mir hat's sehr gut gefallen. :)

 

Abends gab es Kartoffeln mit Gemüse und Kräutersauce.

24.03.

 

Heute Morgen probierten wir einen Sonnenaufgang anzuschauen. Nachdem der Wecker klingelte schauten wir beim Fenster raus und sahen nur Wolken und Regen. Schnell drehten wir uns wieder um, um weiter zu schlafen.

 

Als wir es ein Weilchen später aus dem Bett geschafft haben, duschte ich noch einmal im kalten Regen unter der heißen Außendusche im Wald. Alles um mich dampfte. Sehr gierig!

 

Nachdem wir noch unseren Wassertank auffüllten und alle Geräte aufgeladen hatten, ging es schon weiter.

 

Wir fuhren an der Küste beim Abel Tasman weiter südlich in die Bucht namens Totaranui.

Es war wieder eine Bergstraße mit ganz viel Rollsplitter. (Unser arme Campervan hat's nicht leicht mit uns.)

Auf dem Weg mussten wir kurz stoppen, da ein Baum den Hang hinunter rutschte und die Straße versperrte.

In der Buch angekommen, spazierten wir die ersten 3km vom Abel Tasman Track, welcher insgesamt 80km lang ist.

Dort stoppten wir bei einem Lookout, wo man sehr schön über die ganze Bucht sehen konnte. - Wir trafen einen Neuseeländer, welcher Wien und generell Österreich über alles liebte und mich über einiges ausquatschte. Vor allem über unsere Politik.

 

Danach gingen wir wieder zurück, um noch zur Anpai Bucht zu wandern. Es waren ca. zwei Stunden Weg, welcher durch einen Wald führte. Am Ende fanden wir einen fast menschenleeren, wunderschönen Strand mit dottergelben Sand. - Ich glaube mittlerweile kenne ich auch alle Sandzustände :P - Dort legten wir uns erst einmal eine Stunde in die Sonne.

 

Als wir wieder am Parkplatz ankamen, waren wir direkt neben einem älteren Gebäude, wo gerade eine Hochzeit statt fand. Das witzige, hier haben sie überall Campingsessel anstatt normalen. Was mir auch aufgefallen ist, dass die Leute eher Sommerkleidung, anstatt Anzug und Hemd trugen.

 

Als wir heute Morgen hin fuhren, hatten wir Ebbe und am Rückweg Flut. Die Gezeiten sind hier richtig extrem. - Es gibt ein Foto in der Galerie am Ende des Textes.

 

Nachdem wir noch schnell frische Milch geholt haben machten wir uns auf den Weg richtung Nelson.

In Nelson arbeiteten die beiden Franzosen, welche ich im Reitstall kennengelernt habe. Daher fuhren wir weiter zu ihrem Campingplatz, um mit ihnen den Abend zu genießen.

 

Der Campingplatz war kurz vor Nelson. Das Besondere war, dass er normalerweise für Langzeitcamper ist. Wir bekamen eine Ausnahme.

 

Nachdem wir unsere Wäsche wuschen und uns selber geduscht haben, setzten wir uns mit ihnen zusammen. Sie hat mir ganz viel übers "fruit picking" erzählt und ich habe ihr unsere ganzen Reisebilder gezeigt. Sie beginnen ihre Südinselreise morgen.

 

Später am Abend bekamen wir noch Gesellschaft von zwei französischen Freunden von ihnen, einem Neuseeländer und einem Typen von Vanuatu. Das ist eine kleine Insel zwischen Australien und Neuseeland. Sie kommen sieben Monate zum arbeiten nach Neuseeland und vier Monate im Jahr sind sie zu Hause. Sie haben eine komplett andere Kultur wie wir und haben riesen Respekt vor weißen Menschen. Es war wirklich interessant ihm zuzuhören.

25.03.

 

Heute morgen standen wir tatsächlich um 07:00 auf, um ans Meer Sonnenaufgang schauen zu gehen.

Wir kamen genau perfekt, 5 Minuten bevor wir die Sonne sehen konnten. Es war zwar sehr bewölkt aber wunderschön. :) Alles spiegelte sich im spiegelglatten Meer.

 

Nachdem die Sonne etwas höher stand, legten wir uns noch einmal kurz in den Campervan. (Wir haben ja erst 08:00 :P)

 

Nach einem weiteren kurzen Schläfchen gab es Ei mit Speck und Blick aufs Meer mit ganz viel Sonne. (Ein seltener Gast) Es war fast zu kitschig um wahr zu sein.

 

Nachdem wir noch unsere Wäsche noch zum Trocknen in unserem Camper verteilten, waren wir startklar für den Tag.

 

Als erstes machten wir uns auf den Weg nach Nelson. Dort gingen wir wieder einmal einkaufen, tanken und erkundeten die Stadt. - Es gibt einige "Hauptstraßen" mit vielen Shops. - Bei einer Bäckerei gönnten wir uns noch frische, sehr heiße Beefpies. - Yummi

 

Weiter geht es zum French Pass. Dies ist ein weiter Nationalpark, wo die Anreise einfach wunderschön ist. Man fährt die Küste entlang und sieht immer wieder sehr schöne Buchten und Gebirgszüge.

(Man fährt ca. zwei Stunden, durchschnittlich 30 km/h und stoppt 100 mal zum fotografieren.

 

Am Ende befindet sich ein kleines Dorf mit 10 Häusern, ein paar Boten und einem kleinen Campingplatz. Dort werden wir heute übernachten.

 

Als wir ankamen spazierten wir ein bisschen in dem Dorf herum und kochten Abendessen. (Salat mir Fleischröllchen und zum Dessert ein Eis :D)

 

Danach fuhren wir wieder auf den Berg, wo wir Sonnenuntergang schauten. Es war ein bisschen bewölkt aber wunderschön. - Ich liebe es einfach.

26.03.

 

Heute Morgen stellten wir uns sicherheitshalber den Wecker auf 07:30. (Sonnenaufgang) Wir schauten beim Fenster hinaus und es war unglaublich schön.

So schnell war ich schon lange nicht mehr aus dem Bett. Ich musste ihn natürlich fotografieren gehen.

 

Danach legten wir uns noch einmal hin. Etwas später gab es dann Müsli und Tee im warmen Campervan mit Blick auf die Sonne und Meer. - Was will man mehr?

 

Langsam machten wir uns fertig und fuhren wieder ein Stückchen zurück. - Es ist wieder eine Sackgasse. Man fährt "nur“ diese zwei Stunden zum Campingplatz wegen der Straße und wieder zurück. - Nach kurzer Zeit stoppten wir bei einem Strandzugang. Wir packten schnell unseren Rucksack und zogen die Wanderschuhe an. Dann ging es 15 Minuten den rutschigen Hang hinunter. Unten angekommen fanden wir eine menschenleere Buch ganz für uns alleine.

Der erste Schritt war natürlich Bikini an und rauf aufs Handtuch...

 

... drei Stunden später machten wir uns wieder auf den Weg nach Oben. Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir wieder zurück.

Zwei Stunden sehr kurvenreiche Gravelroad mit 30 km/h machten ganz schön müde. Daher suchten wir den nächsten Campingplatz und machten es uns dort gemütlich. Somit habe ich auch mal wieder Zeit mein Tagebuch zu aktualisieren.

 

Abends gabs wieder gute Spagetti von meinem halb italienischen Travelmate.

27.03.

 

Heute Morgen machten wir uns, für neuseeländische Verhältnisse, sehr früh auf den Weg, da wir noch keine konkreten Pläne haben.

 

Wir fuhren einmal über die "Senic-Route" nach Picton. Das ist ein kleines Hafendorf im Wald. Unter anderem fährt dort die Fähre auf die Nordinsel. Wir erkundeten kurz diese Stadt und fuhren direkt weiter nach Blenheim. Dort setzten wir uns zu McDonalds und ich konnte endlich wieder das Tagebuch updaten.

 

Eineinhalb Stunden später erkundeten wir die Stadt und sie ist größer als erwartet. Sie hat sehr viele "alte" Gebäude und einen netten Stadtkern.

Im Park aßen wir noch Mittag, bevor es dann weiter Richtung Süden geht.

 

Unser nächster Stopp war ein Weingut. Dies ist eines der größten Neuseelands und direkt am Meer. Durch den Wind haben sie nie Probleme mit dem Frost. Des Weiteren haben sie das größte Solarfeld Neuseelands.

Im Hauptgebäude bekamen wir eine kleine Weinverkostung. Sie pflanzen sogar ganz wenig Grünen Veltliner. - Das habe ich hier zum Ersten mal gesehen. Er schmeckt jedoch sehr viel säurer als zu Hause. - Neuseeland ist dafür sehr bekannt für seinen Sauvignong Blanc. Davon haben wir eine Flasche fürs Abendessen gekauft.

 

 

Des Weiteren gibt es eine große Auswahl an Cidres. - Das ist aber eine andere Kategorie.

 

Nach der Verkostung fuhren wir noch durch die Weingärten und sie waren einfach unglaublich groß! Sie haben sogar ihre eigene Kleinschaf-Zucht, damit sie „Rasen mähen“, aber nicht die Trauben essen.

 

Danach fuhren wir über eine "Hinterstraße" durch weitere sehr schöne Weingärten zu unserem Campingplatz.

Dieser liegt wieder genau am Strand.

Den Abend verbrachten wir im Camper mit Blick aufs Meer. - Ich wünschte ich könnte am Meer wohnen. :D

28.03.

 

Am nächsten Tag gab es leider keinen schönen Sonnenaufgang, da es zu viele Wolken waren.

Dafür genoss ich noch ganz lange diesen wunderschönen Meerblick.

 

Vormittags machten wir uns auf den Weg. Die Frage war nur..."Wohin?".

Wir konnten entweder noch mehr Südlich nach Kaikura und dort ev mit dem Boot zu Walen/Delfinen fahren, oder wieder Nördlich zu den Marlborough Sounds. (Hier würden wir wieder den selben Weg wie gestern zurück fahren.  Nachdem wir keine Wolken am Himmel hatten, entschieden wir uns wieder zurück in den Norden zu fahren. Somit standen wieder drei Stunden Bergstraßen am Programm. - Jejj (Vorsicht - Ironie!)

 

Als wir an unserem Campingplatz Namens:"Cowshade bay", ankamen, legte ich mich erstmals an den Strand. Typisch für Neuseeland, war es ein Steinstrand. Zwei Stunden später bin ich wieder aufgewacht. :D

Danach haben wir noch Frisbee gespielt. Heute hatten wir auch endlich wieder eine Dusche. (Leider nur eiskalt)

 

Abends gab es noch einmal sehr gute Nudeln am Strand. - Es war endlich warm genug um draußen zu sitzen.

 

Auch hier ist die Flut so stark, dass der Strand während dem Abendessen komplett verschwand.

29.03.

 

Ein wunderschöner Sonnenaufgang hat uns heute wieder geweckt. Nachdem alltäglichen "Morgenritual" (diesmal mit Ei und Speck <3) fuhren wir wieder hinunter nach Picton. Dort spazierten wir einmal durch die Stadt, wo ein kleiner Markt und eine Segelregatter stattfand.

 

Mittlerweile wurde es eine kleine Tradition, dass ich am letzten Tag mit meinen Travelmates Fisch esse. Daher haben wir noch Lachs gesucht und gefunden.

 

Danach ging es weiter zu unserem Campingplatz. Dabei stoppten wir bei einer Glühwürmchenhöhle. Sie wurde sehr schnell sehr eng, aber wir haben sogar ein paar gesehen.

 

Danach fuhren wir 30 Minuten über eine Gatsch-/Rollsplitterstraße. Dort war ein gratis Campingplatz, welcher uns aber gar nicht gefallen hat. Daher fuhren wir wieder zurück zur Höhle. Dort war nebenan ein Campingplatz für 8$, welcher sogar kalte Duschen hatte. Dort erkundeten wir noch den Strand und spielten einige Runden Frakel.

Abends wurde ich noch mit gutem Lachs und Gemüsereis bekocht.

 

Als es ganz dunkel war, gingen wir noch einmal in die Höhle. Es war wieder einmal beeindruckend, weil man sich am Ende ganz klein machen musste, da die Höhle immer kleiner wurde. So war man ganz nahe an den Glühwürmchen. Einfach wunderschön und wie im Märchenland.

Später probierte ich es noch zu fotografieren.

 

Da wir beim Abendessen unsere Autotüre offen gelassen haben, hatten wir, ohne zu übertreiben, 50 Gelesen im Auto. Tja wie wird man die wieder los?

30.03.

 

Heute Morgen hatten wir den schönsten Sonnenaufgang unserer ganzen Reise.

Ich habe noch mit dem letzten Akku meiner Kamera ein paar Bilder machen können.

 

Danach überraschte mich mein Travelmate mit einem Schokohasen, von dem ich die ganze Zeit geredet habe. - Vielen Dank!

 

Anschließend hieß es Koffer packen, da meine Reise ab heute wieder alleine weiter geht.

Nach einer eiskalten Dusche fuhren wir wieder nach Picton.

Dort stieg ich beim Busbahnhof aus und mein Travelmate fuhr zur Fähre. Er erkundet noch die Nordinsel.

Es waren wunderschöne 23 Tage mit dir! Unglaublich was wir alles erlebt haben im magischen Neuseeland. Danke dafür!

 

Es freut mich sehr, dass dich mein Tagebuch interessiert! Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Dankeschön :)

melanie.amon@gmail.com

(Die Qualität der Bilder wurde stark verkleinert!) - Impressum