Perth - Exmouth

02.01.2018

 

Heute hat für uns der Tag schon sehr früh begonnen, da wir bei den 3 Stunden Zeitverschiebung ein Jetleg haben. Somit gingen wir um 07:30 außer Haus und entdeckten diese junge und moderne Stadt "Perth".

 

Unser erster Eindruck war gleich eine sehr entspannte Atmosphäre.Wir genossen unser Frühstück auf einer Parkbank vor dem "The Perth Mint". Eine alte Münzenproduktion, welche immer noch aktiv ist. Da wir so früh dran waren, hatte sie leider noch nicht offen.  In Perth liegen alle Sehenswürdigkeiten sehr nahe beisammen. Somit konnten wir alles abgehen. Weiter ging es zu St Marrys Cathedral, eine sehr moderne, wirklich schöne Kirche! Auf unserer weiteren Route konnten wir noch das Rathaus, Oberst Gerichtshof von Westaustralien und einige weitere Gebäude entdecken.

Nach 7500 Schritten nahmen wir einen Bus zum Botanischen Garten.

 

#fact of th day# Im Zentrum von Perth sind alle Busse gratis. (Sehr Backpacker freundlich :P)

 

Der Botanische garten war sehr modern und wirklich sehenswert! Ein "must see" in Perth. Wir haben einige sehr traditionelle und ausgefallene Pflanzen gesehen. Der Höhepunkt war die Glasbrücke.

 

Da es heute wiedereinmal 33 Grad hatten und keine einzige Wolke am Himmel war, entspannten wir im Schatten mit Blick über Perth.

 

Anschließen fuhren wir nach Hause, haben Pizza gebacken und den Abend nett ausklingen lassen. Dank Jetleg waren wir sehr früh im Bett und haben noch unsere Route für morgen geplant. Da bekommen wir nämlich unseren Campervan.

 

... aja dieses orange Auto in den Bildern ist das typische Auto für Australien.

03.01.2018 PERTH – GERALDTON (CA. 420KM)

 

Heute war es endlich soweit. Wir haben unser Auto abgeholt. :D Es ist ein kleiner 5-Sitzer Nissan mit einem Zelt am Dach. Zusätzlich haben wir einen kleinen Gaskocher, Besteck, eine Kühlbox, einen Tisch und 2 Campingsessel.

 

Nach einem ausführlichem Check vom Auto und den Verträgen konnte es auch schon los gehen. Der erste Stopp war die Tankstelle und der zweite, der Supermarkt. Bestens ausgestattet für die ersten Tage konnte die Reise beginnen.

Der Linksverkehr ist für mich mittlerweile fast "normal".

 

Wir fuhren direkt 2 1/2 Stunden in den Norden zu "The Pinnacles". Über die Entstehung dieser Kalksteinwüste gibt es 2 Mythen. Beide könnt ihr in der Bildergalerie finden.

Danach konnten wir selber mit unserem kleinen Auto durch die Wüste fahren. Das war das absolute Highlight bis jetzt. Es machte riesen Spaß mit durch den Sand zu wetzen.

 

Danach fuhren wir noch zur Hangover Bay. Dies war ein komplett verlassener weißer Strand. Einfach umwerfend! Leider konnten wir nicht lange bleiben, da wir noch zu unserem Campingplatz fahren mussten .

Nach weiteren 2 1/2 Stunden versuchten wir einen Campingplatz zu finden, da die Sonne schon ziemlich untergegangen ist. Diese Nacht mussten wir leider ein bisschen etwas zahlen, da wir es nicht mehr zu einem anderen geschafft haben. Dafür hatten wir alles. Einen Griller, Duschen, Küche, Strom und einen sicheren Platz.

Unser Zelt lies sich innerhalb 10 Minuten problemlos aufklappen. Nachdem wir uns so ein bisschen eingerichtet haben, hatten wir auch endlich Abendessen! Würstel mit Gemüse und Ei. :)

 

Kaum waren wir fertig, war es auch schon wieder 22:00. Die erste Nacht im Zelt war sehr spannend. Wir haben unser Zelt nur mit Matratze bekommen. Deshalb nahmen wir unsere Jacken als Pölster und ich hatte einen Deckenüberzug von zu Hause mit. Tagsüber hatten wir ca. 33 Grad und in der Nacht hat es leider auf 15 Grad abgekühlt, daher hatte ich am Ende der Nacht keinen Polster mehr. Trotzdem konnte ich zu mindest ein bisschen schlafen.

04.01.2018 GERALDTON – CARNARVON (CA. 480KM)

 

Heute sind wir wieder sehr früh aufgewacht. Da wir am gestrigen Tag nicht viel gegangen sind, ging ich in der Früh eine kleine Runde laufen. Ich entdeckte einen Menschenleeren Sandstrand. Es war einfach geil! Perfektes Wetter und ein riesen Strand für mich alleine - Herz was willst du mehr?

Danach gönnten wir uns ein gutes Frühstück und genossen noch eine gründliche Dusche, da wir nicht genau wussten, wann wir eine nächste Dusche sehen.

Um zirka 09:00 fuhren wir los. Als erstes ging es in die Hafenstadt Geraldton. Hier ist der 2. größte Hafen von Australien. Wir fuhren mit dem Auto ein bisschen im Hafen herum, um einen Eindruck seiner Größe zu bekommen. Dabei entdeckten wir einen sehr schönen Sandstrand, wo wir auch kurz stoppten. Hier wurde mir der Unterschied zwischen der West- und der Ostküste von Australien bewusst. Der Westen ist wirklich noch Australien pur mit sehr wenigen Touristen. Auf diesem Strand fuhren die Australier mit ihren Auto und haben den Hund aussteigen und seine Gassi-Runde gehen lassen, oder hatten im Auto Barbeycue. Manche gingen auch einfach nur fischen. Jedenfalls ist es für sie ganz normal mit dem Auto direkt am Strand zu parken und das Leben zu genießen.

 

Bevor es für uns weiter geht, kaufte ich mir noch einen Polster.

Für heute standen 4 Stunden fahrt am Programm. Da Jojo erst 19 Jahre alt ist, müssten wir bei der Versicherung aufzahlen, dass sie auch fahren dürfte. Daher war ich die einzige Autofahrerin und ich muss sagen, dass die Australische Steppe nach einiger Zeit ganz schön langweilig wird. Daher haben sich die heutigen 4 Stunden sehr in die länge gezogen. - da wusste ich nicht, was noch auf mich zu kommt! Abends habe ich mir nämlich unsere weitere Route, welche wir im Internet gefunden haben, angeschaut und uns erwarten insgesamt ~3000km Fahrt(, welche ich ein bisschen unterschätzt haben). :o - Unsere heutige Fahrt geht den Hightway nr. 1 rauf in den Norden. Dieser führte uns ein Stückchen weiter ins Land hinein, wo wir auch ein großes Stück mit 46 Grad Außentemperatur hatten. Auf diesem Stück mussten wir kurz zum tanken aussteigen. Das war heftig!

 

#fact of the day# Die Westküste ist wirklich sehenswert, aber man muss einiges an Weg zurücklegen, um etwas zu sehen. Meist zahlt sich der Weg aus! ;)

 

In Carnarvon angekommen wollten wir einen bekannten Obstmarkt besuchen, welcher leider nur im australischen Winter geöffnet hat. Daher entschlossen wir uns direkt weitere 70km zu den Blowholes zu fahren. Nach weiteren 50 Minuten sind wir auf unserem Campingplatz direkt neben den Blowholes angekommen. (Welche wir auf morgen verschoben haben, da es bereits 18:30 war)

 

#Tipp# Die Wiki-Camper App ist sehr empfehlenswert!

 

Es war ein sehr verlassener Campingplatz mit einigen Hütten. Während wir einen guten Platz gesucht haben trafen wir 2 deutsch Mädchen und einen "fixen" Bewohner. Der restliche Campinglatz war leer. Ein bisschen gruslig, aber kitschig zugleich. Wir parkten unser Auto mit bestmöglichem Meerblick und konnten bei einem sehr schönen Sonnenuntergang kochen.

Unser toller Ausblick hatte einen großen Nachteil, nämlich sehr viel Wind. Daher war es sehr laut und diese Nacht sehr kurz.

05.01.2018 CARNARVON – EXMOUTH (CA. 370KM)

 

Da diese Nacht sowieso sehr kurz und laut war, genossen wir um 05:30 den Sonnenaufgang. Ich muss dazu sagen, dass ich eine besondere Vorliebe für Sonnenauf- und -untergänge habe. Dieser war sehr schön!

Nach einem guten Müsli bauten wir unser Zelt wieder in ca 10 Minuten ab und konnten uns auf den Weg zu den Blowholes machen. Fazit nach dem 2. Tag. Das Zelt am Dach lässt sich wirklich in nicht einmal 10 Minuten auf- bzw. abbauen. Das ist echt praktisch!

 

Nach zirka 10 Minütiger fahrt sind wir an den Blowholes angekommen. Es waren mehrere kleinere und ein großes Loch, aus welchem das Meer immer wieder eine bis zu 20 Meter hohe Wasserfontäne schoss. Heute konnten wir sogar einen Regenbogen in der Fontäne sehen. Dazu kam natürlich ein sehr lautes Geräusch, da es mir sehr viel Druck verbunden ist. Es beeindruckte mich sehr!

 

Um 08:30 sind wir wieder ein kleines Stück (30 Minuten) zurück nach Carnarvon gefahren, da wir vergessen hatten zu tanken.

 

#Tipp 1# Nimm im Westen jede Tankstelle, die du bekommen kannst!

 

#Tipp 2#  Beim Campen stehen alle  sehr früh auf und machen sich schon um zirka 07:00 auf die weiterreise, da man um 18:30 am neuen Campingplatz ankommen möchte. Dafür geht auch jeder schon um ca. 22:00 schlafen. Wir haben dies heute auch probiert und es ist wirklich empfehlenswert! Durch die frühe Autofahrt spart man auch gleichzeitig ein bisschen Benzin, da man in der noch kühleren Zeit fährt und man weniger Klimaanlage braucht.

 

Weiter ging es mit zirka 3 Stunden fahrt. -> In Australien sind maximal 110 km/h erlaubt, aber da es hier sehr viele einsame Straßen gibt, kontrollieren sie auch kaum. <- Durch unsere Ankunft in Exmouth haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Exmouth ist eine sehr moderne, junge Hafenstadt, welche gerade im Werden ist.

Im Touristencenter der Stadt haben sie uns empfohlen weitere 45 Minuten in den Cape Range Nationalpark zu fahren, um dort zu campen. Wir haben noch schnell alle Lebensmittel und ein Schnorchelset gekauft und machten uns auf den Weg.

 

Am Campingplatz angekommen, kamen wir kaum aus dem Staunen heraus. Er war wunderschön und sehr sauber. Es gab zwar Toiletten, jedoch mit Plumpsklosystem und wieder keine Duschen, da sie hier große Probleme mit Süßwasser haben.

Daher führte unser erster Weg ins Meer. Wir waren am .Osprey Bay Campingplatz. Dieser liegt am Nagalooreef, eines der unesco geschützten Weltkulturerbe. Dies musste ich natürlich gleich erkunden. Die vielen verschiedenen Fischarten kamen nahe an die Malediven heran. Ich habe einige Kofferfische, Stupserfische, Rochen, einen Tintenfisch und einige Weitere gesehen. Korallen gab es auch einige schöne.

 

Während wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen, machten wir uns sehr gute Burger. Als Dessert gab es Smores vom Gasgriller.

 

#fact of the day# Australien hat wirklich den schönsten Sternenhimmel, den ich je gesehen habe!

06.01.2018 EXMOUTH (20 KM)

 

Heute stand "ausschlafen" auf dem Programm. Daher wachten wir so um ca. 07:30 auf und genossen ein Müsli im Bett. (Wir haben zwar eine Kühltruhe, aber nur sehr selten einen Eiskasten, um unser Coolbag einzufrieren, daher sind alle unsere Lebensmittel meist warm.) Dabei leistete uns ein Babykangaroo 2 Meter neben unserem Auto Gesellschaft.

 

#fact of th day# Kangaroos haben ihren Namen von den Aborigines. Sie wollten eigentlich nur sagen:"Ich verstehe Sie nicht", was soviel heißt wie "Kangaroo". Dies ist nur ein Myth, aber es gibt bis heute keine bessere Erklärung.

 

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder ein kleines Stück Richtung Norden, wo wir einen 3 km lange Route bergsteigen gingen (Mandu Mandu Gorge). Es war sehr windig und bewölkt, daher ein perfektes Wetter. - Diese Wanderung kann ich nur empfehlen! Wir gingen durch eine Schlucht und haben echt gut über einen Großteil des Nationalparks gesehen. Wir gingen an einigen Kangaroos vorbei und konnten Falken von ganz nahe beobachten.

Danach fanden wir noch eine Süßwasserquelle, wo wir unseren Wasserkanister ein bisschen auffüllen konnten. (Trinkwasser muss man im Supermarkt kaufen!)

 

Anschließend ging es zu unserem neuen Campingplatz. Der Neds-Campingplatz hat nur für 9 Autos Stellplätze und einige Bäume, wodurch wir auch ein bisschen Schatten bekamen. Dort genossen wir erst mal Wraps als Mittagessen. Danach ging es für uns an den Strand. Da es sehr windig ist wehte es den Sand überall hin. Dies war unser Vorteil und wir hatten den Strand für uns alleine. Es ist ein Traumstrand, jedoch ist hier eine sehr große Strömung wodurch es kaum Fische gab, dafür sehr interessante Korallen. Ich habe eine gefunden, die aussah wie ein kleiner Kaktus und ganz Farbintensive, wie ich es zuvor noch nie gesehen habe.

 

Es war sehr entspannt einmal ein bisschen Pause nach diesen vielen Autostunden zu haben!

 

Danach hatte ich auch wieder Zeit mein Tagebuch zu aktualisieren. - Aja hier gibt es natürlich keinen Handy empfang, was auch einmal ganz nett ist!

 

Abends kochten wir uns Nudeln mit Pesto und aßen diese am Strand, im Sonnenuntergang. Danach gingen wir noch zu einem Nachbarn, welcher gerade Gitarre spielte. Er war vom Beruf Sänger und nutzte diese Gegend, um neue Inspiration zu bekommen. Es war wunderschön von ihm ein kleines "Konzert" unter diesem Sternenhimmel zu bekommen.

Danach gingen wir noch an den Strand, um Ausschau nach Schildkrötenbabys zu halten, haben aber leider keine getroffen. Dafür jede Menge Krabben.

07.01.2018 EXMOUTH – CORAL BAY (CA. 170KM)

 

Diese Nacht habe ich mit Ohropax verbracht, da es durch starkem Wind sehr laut war. Dafür habe ich richtig gut geschlafen!

Wir sind um 07:30 weg gefahren und haben uns noch auf den Weg zum Jurabi Turtle Center gemacht. Dort wurde einiges über Schildkröten erklärt. Zum Beispiel, wenn der Sand, in welchem die Eier liegen sehr war ist, dann werden es Mädchen, ist er sehr kalt, werden es Burschen.

Anschließend fuhren wir zu einem Wrak. Dies ist 1907 an der Küste stecken geblieben. Leider war die Strömung zu stark, um dort hin zu schnorcheln. Daher genossen wir unser Frühstück mit Ausblick auf dieses mächtige Wrak.

 

Nach einiger Zeit ging es für uns 2 Stunden in den Süden, ach Coral Bay. Dort angekommen entdeckten wir eine Quat-Tour durch die Sanddünen. Wir buchten diese schnell und hatten riesen Glück, da wir nur zu 2. waren. - Es machte einen riesen Spaß. Wir wetzten 2 Stunden durch die Sanddünen und hatten dazwischen 45 Minuten um bei den "Five Fingers" zu schnorcheln. Die Korallen waren wirklich vielfältig und schön, genau so wie die Fischvielfalt und Schildkröten. Es erinnerte mich sehr stark an die Malediven. -> Alles in allem ist diese Tour sehr empfehlenswert!

Nachmittags gingen wir noch an den Traumstrand von Coral Bay. Gegen Abends gingen wir noch einkaufen.

 

#Tipp1# Umso nördlicher man im Westen kommt, desto teurer wird es! In Perth haben wir 4$ für 10l Wasser gezahlt und mittlerweile sind wir bei 11$. Da hier alles in der Wüste liegt müssen sie so viel wegen dem Transport verlangen. - Leider auch beim Sprit, welcher sich sehr läppert :/

 

Danach ging es für uns auf Campingplatz-Suche. Wir haben einen sehr schönen und vollen direkt in der Stadt nehmen müssen, da der nächste sehr weit außerhalb und in der falschen Richtung liegt. Man merkt, dass die Australier im Moment Sommerferien haben, da alle Familien Campen fahren. Das dürfte hier genau so ein großes Hobby wie Cricket sein.

 

# fact of the day# Im Westen gibt es nur sehr wenige gratis Campingplätze, welche meist auch sehr abgelegen sind. Daher plane noch 11-20$ pro Person pro Nacht ein.

 

Als erstes genossen wir eine ausgiebige Dusche (die letzte ist doch 3 Tage her) und danach ging es ans kochen und Geräte aufladen. Wir haben uns einen sehr guten Lach, Reis mit Gemüse und Pesto gekocht.

Abends haben wir noch Lebenszeichen nach Hause geschickt, da wir auch 3 Tage ohne Netz waren. (Leider geil!)

08.01.2018  CORAL BAY - Shell Beach (512 km)

 

Heute morgen sind wie wieder früh aufgestanden und ich habe Ei/Bananenpancakes gemacht. Danach ging es für uns 4 Stunden in den Süden zu den Hamelin Pools. Die Zeit ist zum Glück echt schnell vergangen!

 

#Tipp# Sollte jemand die selbe Route machten - in Carnavon ist der Sprit noch billiger, alle was weiter in den Norden geht wird wirklich teuer!

 

Die Bei den Hamelin Pools gibt es die ältesten (3 Milliarden Jahre), noch lebenden Fossilien, welche Mikrobiologische Matten sind.

 

Danach ging es weiter zum Shell Beach. Dies war ein Strand, welcher nur aus Muscheln besteht. Wirklich schön! Hier haben wir gelernt, dass in dieser Gegend das Meer zwei mal so salzig ist, wie überall anders In Australien. Dies hat mit dem Boden und Ebbe/Flut zu tun. Man merkt es auch ohne ins Wasser zu gehen, da man am ganzen Körper sehr viel mehr klebt.

 

Nachdem wir dort einige Zeit die Aussicht genossen haben, haben wir uns auf den Weg zu unserem Campingplatz gemacht. Heute schlafen wir in der Whalebone Bay. DIes ist nur ein riesengroßer "Parkplatz" mit nichts. Dafür sind hier eher weniger Leute, man kann direkt neben dem Meer schlafen und hat beeindruckende Sonnenauf- und - untergänge! (Und es ist sehr billig! 15$)

 

Dort angekommen trafen wir den Amerikaner Andi. Er kam ganz aufgeregt zu uns, da er von dem kleinen Hügel gerade einen kleinen Riffhai gesehen hat. Wir sind ihm schnell gefolgt und haben dieses leider nicht mehr gesehen. Dafür haben wir eine sehr schöne Höhle gefunden.

 

Nach einigem erkunden haben wir uns Abendessen gekocht (leider nur Gemüsereis da wir nirgendwo mehr einkaufen konnten) und Popcorn gemacht. Zum Sonnenuntergang sind wir noch einmal auf den Hügel gegangen. Sehr beeindruckend!

 

Als es dann ganz dunkel war, hat uns Andi einiges über den Sternenhimmel erklären könne und mit der Gitarre haben wir den Abend ausklingen lassen.

09.01.2018  Shell Beach - Denham (50 km)

 

Nach einem sehr gemütlichen Morgen machten wir uns auf den Weg zum Aussichtspunkt "Eagle Bluff". Dort konnten wir während unseres Frühstücks Riffhaie beobachten. Riffhaie sind sehr kleine, vegetarische Haie.

 

Danach sind wir weiter nach Denham gefahren. Ursprünglich wollten wir hier nur tanken und einkaufen und direkt weiter nach Monkey Mia, jedoch ist der Campingplatz dort geschlossen. Daher blieben wir in Denham und besuchten als erstes das Discovery Center. Dort hatten wir gratis WLAN, welches wir gleich zur Weiterplanung unserer Reise nutzten. (Mietwagen, Flüge, Air B'n'Bs,...)

 

Nach einiger Zeit fuhren wir zu unserem sehr modernen Campingplatz, wo wir einmal unsere komplette Wäsche gewaschen und das ganze Auto zusammen geräumt haben. Danach ging es für uns noch einige Zeit an den Strand, wo ich sehr lange in Jojo's Reiseführer schmökerte.

 

#fact of the day# In Denham gibt es sehr sehr viele Emus, welche ungeniert deinen Weg versperren.

 

Nach einer gründlichen Dusche kochten wir uns Reis mit Rind und nutzten noch einmal das WLAN um weiter zu planen. Dies nimmt sehr viel mehr Zeit (und Geld) in Anspruch, als gedacht. :/

 

Nach diesem gemütlichen Tag ging es recht spät ins Bett.

10.01.2018  Monkey Mia - Kalbarri (450 km)

 

Um 06:00 läutete unser Wecker und wir machten uns schnell fertig, um dann die 25 km nach Monkey Mia zu fahren. Dort mussten wir 12$ Eintritt in den Nationalpark zahlen und bekamen danach ein "Dolphin Expirience". Dies ist eine besondere Morgenfütterung von Delfinen. In der Bucht von Monkey Mia leben ca. 2500 Delfine,.Einige von ihnen schwimmen seit Jahren in der Früh in die Bucht, um dort eventuell einen Fisch zu bekommen.  Das ganze läuft so ab, dass man sich zirka 20 cm ins Meer stellt und die Delfine schwimmen sogar bis ca 30 cm vor dich. In weitere Folge erklären die Betreuer einiges über Delfine und am Ende dürfen dann ein paar Personen diese Delfine füttern, berühren ist jedoch strengstens verboten. Das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, da wir bestimmt 13 Delfine gesehen haben.


Danach gingen wir noch Stand-up Paddeln, welches sich als sehr schwierig herausstellte, da wir sehr starken Wind hatten. Daher befestigten wir das Board nach einiger Zeit an einer Boje und entspannten in der Sonne.

Ich habe mir noch das ganze Urlaubsresort angeschaut und es hat mich sehr stark an die Malediven erinnert. - Sehr schöner Tipp, wenn man für längere Zeit entspannen möchte!

 

Gegen mittags machten wir uns auf den Weg nach Kalbarri. 4 lange Stunden später kamen wir mit 20 km Resttank im Auto in Kalbarri an. Nachdem wir in einem leider viel zu teuren (aber sehr gepflegten!) Campingplatz eincheckten, fuhren wir noch zu den Blue Holes. Dort soll man besonders gut schnorcheln können. Leider war sehr starker Wind und hohe Wellen, daher hat man Unterwasser nicht wirklich weit gesehen.

 

#fact of the day# In Australien fährt man Barfuß Auto. - Kinder nicht nachmachen!

 

Abends fuhren wir wieder zum Campingplatz, duschten lange mit heißem Wasser zum auftauen und kochten uns Nudeln. Anschließend gab es wieder Popkorn und wir haben alles Weitere für unsere Reise gebucht.

 

Am Weg zu unserem Auto habe ich noch 2 liebe, deutsche Mädels, welche beide Lisa heißen, kennengelernt. Wir haben noch einige Zeit gequatsch und gute Tipps für die weitere Reise austauschen können. Des weiteren haben sie mir einen sehr guten Tipp für die Wikicamper-App gegeben, wodurch es mir auf einmal sehr viel mehr gratis Campingplätze anzeigt.

 

In dieser Nacht hatten wir endlich weniger Wind, leider war es richtig kalt.

 

11.01.2018 Kalbarri - Lucky Bay (127km)

 

Nach einem entspannten Morgen fuhren wir 35km in den Kalbarr National Park. Dort wanderten wir als erstes 1 km zum "Natures Window". Die Felsen leuchteten in der Sonne in einigen Rottönen. Der Fluss, welchen man normalerweise durch dieses Fenster sieht, war aufgrund des Hochsommers komplett ausgetrocknet.

 

Danach fuhren wir weiter zum "Z-Lookout & Z-Loop". Dort gingen wir auf eine 3 km lange Wander-/Kletterroute. Diese ist sehr zu empfehlen! Während unserer Wanderung trafen wir einige Kletterer, welche sich die Wände hinab seilten. Das Ziel war ein kleiner Fluss, welcher durch eine Schlucht ging. Dieser Ort beeindruckte mich sehr und zählt zu einem meiner Highlights!

 

Danach fuhren wir wieder zu den Blue Holes, wo wir Wraps aßen. Dabei lernten wir ein deutsches Travelpaar kennen, welche uns sehr viele Geschichten von ihrer Reise erzählten. Sie waren sehr viel im Outback unterwegs und konnten mir auch einige Tipps zu meiner Reise geben. Des Weiteren nahmen sie mir ein bisschen die "Angst" vorm alleine weiterreisen.

 

Gemeinsam mit den Beiden fuhren wir weiter zum Pot Ally-Lookout. Dort fanden wir einen sehr verlassenen Strand mit vielversprechendem Riff. Ich hüpfte schnell ins Wasser, um mir mit der Schnorchelmaske alles anzuschauen. Ich habe dort sehr viel, sehr schönes, gelbes Seegras gesehen. Nachdem auch hier noch sehr viel Wind ging, fuhren wir schnell weiter zur "Natural Bridge". Diese war auch sehr schön! Dort trennten sich unsere Wege, da sie weiter zu den Pinnacles fahren und wir Richtung Port Gregory.

 

Auf dem Weg zum Pink Lake stoppten wir bei einem billigen Campingplatz in der Lucky Bay. Dieser war eigentlich nur für Allradfahrzeuge zugänglich, jedoch ging es mit unserem kleinen Hüpfer auch.


Dort angekommen kochten wir uns sehr gute Kartoffeln mit Würstel und Ei. Nachdem es Abends schon sehr kalt war schichtete ich alles mögliche an Gewand, um in der Nacht nicht frieren zu müssen. - hat leider nicht funktioniert :/

12.01.2018  Lucky Bay -Moor River Rest Stop (450 km)

 

Nachdem wir wahrscheinlich unsere nächste Dusche erst am 14. in Cairns haben und meine Haare bereits sehr salzig sind, machte mich mir heute morgen die "offizielle Camperfrisur" alisa 2 eingeflochtene Zöpfe, da so meine Haare somit einfach "weg" sind.

Danach frühstückten wir noch in den Sanddünen und machten uns auf den Weg nach Port Gregory.

 

In Port Gregory haben wir einen "Pink Lake" besucht. Dieser war erstaunlicher Weise wirklich pink und roch sehr stark nach Schwefel. (Die Bilder sind unbearbeitet!)

 

Danach ging es weiter nach Geraldton, wo wir wieder unser Auto voll tankten und kurz Pause mit WLAN im McDonalds machten.

 

Anschließend fuhren wir in einen Wildlifepark in Greenough. Dies war ein sehr familiärer Zoo, welcher fast alle Tiere gerettet hat. Wir durften zum Beispiel Babykangaroos streicheln, dessen Eltern bei einem Autounfall gestorben sind. Diese waren sooo flauschig und überhaupt nicht schreckhaft. War ein sehr schönes Erlebnis!

 

Danach fuhren wir weitere 150 km zur Jurien Bay. Dort aßen wir in einem Pavillion Mittag und entspannten noch am Strand (mit Internetverbindung! - Seltenheit auf der Westküste).

 

Nach weiteren 150km endeten wir auf unserem heutigen Schlafplatz, einer Raststation. Die erste Nacht in der wir nichts zahlen müssen - Juhu!

 

Nach unserem Abendessen packten wir noch unseren Rucksack und räumten das Auto zusammen, da wir es bereits morgen zurück geben müssen.

13.01.2018  Moor River Rest Stop - Perth (95 km)

 

Heute sind wir bereits um 06:10 aufgestanden, haben noch gefrühstückt, alle Sachen gründlich abgewaschen und das restliche Auto zusammen geräumt. Danach ging es das restliche Stück nach Perth, wo wir noch das Auto auftankten, staubsaugten und es gewaschen haben. Danach konnten wir ohne weiteren Zwischenfällen das Auto zurückgeben. Alles in allem waren wir mit diesem Auto sehr zufrieden und hatten keine Probleme!

 

Autofazit: Durch das Auto hatten wir in den letzten Tagen ein "zu Hause" und waren sehr flexibel. Im Nachhinein gesehen würde ich auf der Westküste jedoch ein Allradfahrzeug empfehlen, da es überall auch Outback Routen gab, welche mich sehr gereizt hätten.

Das Zelt lässt sich wirklich innerhalb 5-10 Minuten aufstellen und ist durch die Matratze sogar recht bequem. Der riesen Nachteil ist jedoch, dass es sehr laut und kalt ist.

 

Nachdem wir alles geklärt haben sind wir zum Zug gegangen, welcher uns leider direkt vor der Nase davon fuhr. Daher nahmen wir  den nächsten und kamen sehr in den Stress! Wir waren auf dem Weg nach Frementle, um von dort mit der Fähre nach Rottnest zu fahren. Wir würden um 11:06 im Hafen ankommen und die Fähre fährt um 11:05.

Nach einem kleinen Sprint mit unseren 15 Kilo Rucksäcken, konnten wir diese sogar noch erreichen.

 

Auf der Insel waren leider schon alle Fahrräder vergeben und daher kauften wir uns ein Busticket. Wenn man einmal um die Insel möchte, muss man ca. 22 km fahren. Der Bus war eine Art Hop on/ Hop off. Nach einiger Zeit erkannten wir, dass der Bus nicht nur billiger, sondern auch praktischer war, da diese Insel sehr Hügelig ist. Des weiteren ist sie sehr grün und bewachsen, jedoch nur mit niedrigen Büschen. Rund um die Insel sind sehr schöne Korallenriffe, bei welchen man wirklich gut schnorchel kann! Wir legten uns in die Little Salomon Bucht. Es war wirklich ein Traum Meer mit einer wunderschönen Unterwasserwelt.

 

#fact of the day# Die Insel hat ihren Namen von einem Holländer bekommen, welcher dachte, dass hier riesen Ratten Leben.  |Rottnest = Rattennest | Später stellte sich heraus, dass diese Ratten in Wirklichkeit Dingos sind. Diese kann man auch heute noch in Massen auf der ganzen Insel sehen. -> zuckersüß

 

Nachdem wir uns noch mit einer heißen Süßwasserdusche duschen konnten waren wir im Glück! Wir nahmen die Fähre um 18:00 zurück ans Land, wo wir uns noch Abendessen holten.

Um 19:17 wollten wir dann den BusRichtung Flughaen erwischen. Es wurde der Bus um 19:45 und es hat uns 1,5 Stunden gebaucht. Am FLughaen angekommen erfuhren wir, dass es der falsche war. Mit ein bisschen Zeitstress stiegen wir in das Shuttle und waren um 21:50 am richtigen Flughafen. Wir haben ganz schnell unser Gepäck eingecheckt und um 22:10 war dann boarding. Alles ging sich dann doch ganz gut aus und wir befinden uns am Weg nach Cairns.

Es freut mich sehr, dass dich mein Tagebuch interessiert! Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Dankeschön :)

melanie.amon@gmail.com

(Die Qualität der Bilder wurde stark verkleinert!) - Impressum