Darwin - Melbourne

27.04.

 

Eine Stunde früher als erwartet landeten wir in Sydney, wo ich aus dem Flugzeug rannte um möglichst schnell durch die Visakontrolle zu kommen. Dort fand ich einen leeren Raum ohne Menschen, was mich freute und zugleich verwirrte.

Ich hab dann den Beamten gefragt warum das so ist und er meinte nur, dass es um diese Zeit immer so ruhig sei. Glück gehabt.

Beim Gepäckband habe ich gefühlt ewig auf meinen Rucksack gewartet. Als ich ihn hatte, ging ich noch durch den letzten Check. Danach ging ich noch den Ausgang entlang und hat so ein arges Dejavue. Genau die selbe Landung und durch genau den selben Gang bin ich schon einmal vor 6 Monaten gegangen. Was dazwischen alles passiert ist, konnte ich mir damals nur erträumen. Daher bekam ich noch einen "Schnelldurchlauf" der letzten 6 wundervollen Monate in meinem Kopf.

 

Naja genug geträumt. Ich probierte so schnell wie möglich den Shuttlebus zum anderen Flughafen zu finden. - Nach einmal im Kreis laufen, tat ich das auch. Dabei habe ich übrigens eine sehr nette Newyorkerin kennen gelernt.

 

Als der Bus endlich am anderen Flughafen ankam, habe ich meine Schwester ein bisschen versteckt in der Ecke gefunden. Das war heute definitiv mein Highlight dieses Tages!

 

Da ich ein rießen Glück mit den Warteschlangen hatte, hatten wir noch nach dem Check in, der Kofferaufgabe und der Sicherheitskontrolle noch 1,5 Stunden Zeit. In diesen hatten wir natürlich mehr wie genug zum Quatschen.

 

Als ich das nächste Flugzeug gesehen habe, verging mir auch die Lust, da ich ja mittlerweile seit 18 Stunden "unterwegs" bin. Naja nach weitern 4,5 Stunden, in welchen ich ein bisschen schlafen konnte, kamen wir in Darwin an.

 

Dort fuhren wir mit dem Taxi zum Hostel und ich fiel tot ins Bett. Normale Menschen reisen von Christchurch nach Darwin in maximal 11 Stunden. Ich hab halt mal 23h gebraucht.

 

Naja eigentlich bin ich nur glücklich, dass sich doch Alles ausging!

28.04.

 

Heute Morgen war ich schon sehr früh wach, da ich 2,5 Stunden Zeitverschiebung habe. Ja es gibt anscheinend auch 30 Minuten Zeitverschiebung. - Verwirrend!

 

Um 7:15 sind wir dann endgültig aufgestanden und haben uns erst mal geduscht.

Nachdem wir noch alles zusammen und umgepackt haben, ging es auch schon los. (Nici hat einen großen Koffer, in welchem ich ein paar Sachen reingeben konnte.)

 

Beim Auschecken konnten wir die Koffer im Hostel lassen. Dort habe ich noch ganz viele Informationen für unsere Reise gesucht. Anscheinend sind einige Sachen, welche wir anschauen wollten, immer noch von der Regenzeit überschwemmt.

 

Am Weg zur Autovermietung haben wir noch Darwin erkundet. (Unser Hostel war im Zentrum)

Darwin ist ein bisschen eine Kombination von Cairns und einer Großstadt. Sehr viele Hochhäuser, aber auch eine sehr nette Einkaufsstraße mit Fußgängerzone kann man dort finden.

Weiters sieht man sehr viele Ureinwohner auf den Straßen herumsitzen.

 

Vor ca 1,5 Monaten war ein großes Unwetter in Darwin, dass sehr viele Bäume und Zäune zerstörte. Dies hat man auch noch sehr gut gesehen.

 

Bei der Autovermietung haben wir noch gründlich das Auto durchgecheckt und den Papierkram erledigt. Diesmal haben wir einen kleinen Lieferwagen, welcher eine "Küche" und ein "Bett" beinhaltet. Die "Küche" ist ein Regal mit zwei Kisten, wo man alles gut verstauen kann, einem Waschbecken mit Handpumpe mit 10 Liter Tank und einer Kühltruhe, welche nur kühlt, wenn man Eis hinein legt.

 

Wir hatten die Wahl zwischen diesem Campervan oder so einem, wie ich in Neuseeland hatte. Meine Schwester wollte unbedingt das richtige Campen erleben und daher haben wir uns für diesen entschieden.

Mit diesem Auto holten wir erst einmal unsere Koffer vom Hostel und gingen tanken.

Danach erkundeten wir noch einige Teile von Darwin, die etwas außerhalb waren. Unter anderem den Strand. :D

Ein letztes Mal konnte ich bei feuchten 33 Grad im Schatten am menschenleeren Strand liegen und die Aussicht genießen. Ich liebe es einfach!

Weil wir ja wieder in Australien sind, konnten wir uns gleich beim Strand kalt duschen.

Nach einem Großeinkauf für die ganze Woche (um 50€) machten wir uns auf den Weg Richtung Süden.

Dabei stoppten wir bei einigen Punkten. Zwei der Märkte hatten leider schon zu. Aber wir haben eine Digeridoo Ausstellung und eine Mangofarm besucht. Leider ist aktuell keine Mango Zeit. Dafür haben wir uns dort einen Mango-Eis-Shake gegönnt. Es gibt hier einfach die süßesten und besten Mangos!

 

Dazwischen fuhren wir noch nach Berry Springs. Dort befindet sich ein riesengroßes Naturpool. Es war unglaublich schön und ich wäre echt gern schwimmen gegangen. Jedoch wurde man überall vor Krokodilen gewarnt. Daher haben wir es uns lieber nur angeschaut.

 

Um zirka 16:30 machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Heute übernachteten wir auf einem bezahlten, da alle Anderen nur für Allradfahrzeuge sind. Der Campingplatz war quasi ein Feld mit Duschen und Toiletten.

Als erstes kochen wir Abendessen. Da wir keinen Tische & Stühle haben, mussten wir improvisieren.

 

Dabei hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Die Sonnen wurde knallrot. Leider ging das auf kein Foto. Als wir den Mond später sahen, war dieser Anfangs auch knallrot. Sehr besonders.

 

Danach wuschen wir alles ab und probierten auf die Toilette zu gehen.

Ja, Willkommen in Australien! Gefühlt 100 Tieren, davon 80 Spinnen kamen uns entgegen.

Das ließen wir dann mal bleiben.

Zweiter Versuch war im Pub neben dem Campingplatz. Dort trafen wir auch so Einiges... Jedoch mussten wir hier auch ganz genau unter den Klodeckeln und ins Wc-Papier schauen.

 

Danach befestigten wir noch ein Fliegengitter auf einem unserer Fenster und konnten dieses öffnen, da es gefühlt 25 Grad im Auto hatte. Aja das Fliegengitter ist mehr wegen Spinnen und sonstigen "Besuchern".

Nach einer Runde Frakel und bisschen Organisation, gingen wir schon schlafen. Es war zwar erst 20:30 aber ich bin voll im Jetlag.

29.04.

 

Morgens um 7:00 wurden wir von einem Sonnenaufgang wie aus dem Film geweckt.

Dabei haben wir unser Müsli genossen.

 

Danach putzen wir uns die Zähne und ich hatte die glorreiche Idee duschen zu gehen.

Als ich die Dusche betritt, sah sie noch ganz okay aus. Dann traute ich mich das Wasser anzudrehen. Auf einmal kamen drei große, fette, schwarz/rötliche Spinnen aus dem Abfluss. Ich hab zwar keine Angst vor Spinnen, aber in diesem Fall war ich mir echt unsicher ob sie giftig sind oder nicht.

Unter guter Beobachtung meiner drei Freunde duschte ich ganze zwei Minuten. Dabei bekamen wir Besuch von anderen Käferfreunden.

 

Nachdem ich die Dusche überlebte und wir alles zusammen gepackt haben, machten wir uns auf den Weg zum Litchfield Nationalpark.

 

Die Straße dort hin wurde erst vor ein paar Tage freigegeben, da sie bis dahin überflutet war. Der Anfang war wirklich noch sehr schön, jedoch wechselte es nach einiger Zeit auf eine ungeteerte Straße. Teilweise waren die Bodenbedingungen sehr schön und teilweise mussten wir kleine Flüsse durchqueren. Der Großteil war eine rote Sandstraße. Da kam 100% Australienfeeling auf!

 

Neben ganz vielen Kangaroos auf der Straße haben wir nur ganz wenige Autos gesehen.

 

Unser erster Stopp war der Wangi Wasserfall. Er war wirklich mächtig, da die Regenzeit erst offiziell mit Mai vorbei ist. - trotzdem haben wir wunderschönes Wetter! ~33 Grad und wolkenloser Himmel jeden Tag.

Dort kann man im Normalfall schwimmen gehen, jedoch war es noch wegen möglicher Krokodile gesperrt. Somit gingen wir im Wald nebenan spazieren.

 

Der nächste Stopp waren die Buley Rockholes. Dort war ein Fluss mit ganz vielen kleinen Wasserfällen. Da man dort schwimmen gehen darf, waren auch sehr viele Leute verteilt. Wir nutzten dies auch gleich aus und genossen dort mal für ein paar Stunden die Sonne. - In Neuseeland hatte ich ja mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück und daher habe ich schon wieder fast meine ganze Bräune verloren. - Danach aßen wir noch auf einer Parkbank unser Mittagessen.

 

Der letzte Stopp im Litchfield Park waren die Florence Falls. Wieder ein riesengroßer Wasserfall, der sogar fürs schwimmen freigegeben wurde.

 

Nach kurzer Besichtigung entschlossen wir heute noch den 3- stündigen Weg zum Kakadu Nationalpark zu machen. Dort hin stoppten wir bei einer "Jumping Crocodile Boattour", welche leider ihre letzte Ausfahrt schon hatte.

 

Daher besichtigten wir noch das Visitorcenter vom Wetland, bevor wir weiter fuhren.

 

Wir hatten einige gratis Campingplätze auf Wikicamper gefunden, jedoch stellten sich diese als nicht vorhanden heraus. Einige waren Truckstopps, wo nichts und niemand weit und breit war. Daher fuhren wir weiter zu einem Bezahlten.

Dort hatten wir sogar ein Pool, welches wir gleich als nächstes ausnutzten. Nachdem wir sowieso schon nass sind, gingen wir gleich Haarewaschen.

Selbe Situation hier wie in der Früh: Ich ging in die Dusche und uns begrüßten einige kleine Frösche, eine Gottesanbeterin, ganz viele Nachtfalter und ein paar Käfer. - Willkommen in Australien! Jetzt weiß ich endlich, warum alle Australien mit so vielen kleinen Tieren verbinden. Bis jetzt waren sie noch Nirgends.

 

Nachdem wir das duschen überlebten, ging es ans kochen. Das wurde auch ins Auto verlegt, da die Moskitos zu aggressiv waren. Im Auto hatten wir leider auch schon sehr viele von Diesen.

 

Nach dem Zähneputzen versuchten wir Alle mit Handtüchern hinaus zu jagen. Es hat ein bisschen geholfen. Den Restlichen mussten wir leider den Kampf ansagen.

 

Einigen Menschen würde die Reise ja vergehen bei so vielen kleinen Tieren überall. Meine Schwester und ich sehen dies eigentlich neutral.

Man kann mich auch für verrückt halten, aber ich wollte dieses "richtige" Australien auch sehen und jetzt bekomme ich es endlich. :)

Alle anderen Teile dieses Kontinents sind mittlerweile erneuert und moderner geworden. Dieser Teil hat noch alle alten Gebäude (auch alle Motels).

30.04.

 

Morgens machten wir und als erstes auf den Weg nach Jabiru. Dort tankten wir erstmal und informierten uns über alle geöffneten Straßen und Wasserfälle im Kakadu Nationalpark. Da änderte sich unser Vorhaben ein bisschen, was aber gar nicht schlimm war.

Dabei fanden wir mitten im Nationalpark ein Mercure Hotel inform eines Krokodils

 

Als Erstes wollten wir nach Ubirr, jedoch war dort die Straße ca. 20 cm für eine Strecke von 10 Metern unter Wasser. Das trauten wir unserem kleinen Lieferwagen nicht zu. Daher fuhren wir zu Nanguluwur Rock Art. Dort befinden sich nämlich 2.000 Jahre alte Zeichnungen, welche genau mein Stil waren. Ich fands toll, dass man sie immer noch so gut sieht. Dabei entdeckten wir wieder eine riesen Auswahl an großen Spinnen. Wir gingen auch ein Stückchen auf ein Lookout, wo wir feststellten, dass wir nicht genau wüssten, was zu tun ist, wenn wir gebissen werden. Naja ... wird schon nicht passieren. Hoffentlich!

 

Als nächstes fuhren wir zu einem weiteren Lookout, wo ich auf einen Stein kletterte, um eine gute Aussicht auf einen Teil vom Park zu haben.

 

Danach erkundeten wir das Visitor Zentrum, wo wir einiges über die Zeichnungen erfuhren.

 

Anschließend machten wir uns auf den Weg zu den Gunlom Falls. Der Weg führte über eine 36 Kilometer lange Gravelroad, wo wir einige sehr kleine Flüsse durchquerten mussten. Es war schon ziemlich viel Spaß über den roten Sand zu düsen.

Unser heutiger Campingplatz befindete sich direkt neben den Gunlom Falls. Daher erkundeten wir heute noch den Wasserfall von Unten, morgen schauen wir ihn von Oben an. Überall wird man immer noch vor den Salzwasserkrokodilien gewarnt. Obwohl mit Anfang April die "Wetseason" vorbei ist, gehen sie noch auf Nummer sicher und haben sehr viele Wasserfälle im Norden fürs schwimmen gesperrt. Wir können uns aber alle Wasserfälle zum Glück anschauen. (Normalerweise in der Wetseason kann man das auch nicht weil erstens Wasser überall is, und zweitens auch die Krokodile)

 

Zurück am Campingplatz kochten  wir Abendessen und duschten uns. Heute hatten wir keine Tiere in der Dusche, dafür aber kein Licht.  - Die Sonne ist bereits untergegangen. (Vielleicht war das kein Fehler)

 

Danach machten wir uns noch ein kleines Lagerfeuer und grillten Marschmellows. :D

01.05.

 

Oh Gott, wir haben bereits Mai!! Wo sind die anderen 4 Monate dieses Jahres hin? Es war doch gerade Silvester und in 16 Tagen flieg ich schon nach Hause. :o

 

Anyways ... Heute läutete der Wecker um 06:00 und wir kletterten zum Sonnenaufgang auf den Wasserfall hinauf. (Ja es war ein offizieller Weg :P)

Oben stellten wir fest, dass die Sonne hinter dem Berg, auf der anderen Seite des Wasserfalls, aufgeht.

 

Oben angekommen entdeckten wir ein Stückchen Paradies. :D

Es war ein natürliches Infinity Pool und dahinter ein Wasserfall mit Ausblick auf den Mond und den lila Himmel. Einfach nur kitschig!

Natürlich machten wir dort gefühlte 200 Fotos von uns. Es war einfach ein Traum und richtig geil!

 

Nachdem wir noch ein Müsli mit Ausblick hatten, kletterten wir wieder zum Auto runter und fuhren die Gravelroad wieder zurück. Danach ging es nach Pine Creek. Ich dache es wäre ein größerer Ort. Leider falsch gedacht. Wir entdeckten ein Eisenbahnmuseum und fuhren danach auch schon weiter nach Kathrine. Ein weiter Nationalpark.

Der erste Stopp war bei den Edith Falls. Dort konnte man leider auch noch nicht schwimmen gehen. Wir haben aber einen Ranger getroffen, welcher uns alle Fragen über die Krokodile beantwortete.

 

Anschließend ging es weiter nach Kathrine. Dies ist überraschenderweise ein riesen Ort, welchen wir gleich nutzten, um ein paar Lebensmittel und Wasser zu kaufen.

Anschließend ging es ins Touristencenter, wo uns geraten wurde bitte nicht auf gratis Campingplätzen zu schlafen. Wir mussten leider auch feststellen, dass man hier in Kathrine Nationalpark nur eine Bootstour oder einen Helikopterflug machen kann. Daher fuhren wir als erstes zu den Hot Springs. Diese waren sehr viel kleiner als erwartet und voll mit Menschen. Daher machten wir uns auf den Weg zur Kathrine Schlucht. Dort erkundeten wir wieder das Visitorcenter und fanden einiges über die gewollten, kontrollierten Waldbrände, welche man überall sieht, heraus. Damit wollen sie die großen, unkontrollierten Brände verhindern.

 

Anschließend checkten wir im Campingplatz ein. Dieser hatte ein Pool, welches ich für 1,5 Stunden ausnutzen konnte. Hierbei durchforstete ich mal alle Prospekte.

 

Abends kochten wir Nudeln und machten uns dann auf den Weg zu einer kleinen 20 Minütigen Wanderung damit. Nici trug den Topf mit Nudeln und ich hatte den Rest vom Abendessen im Rucksack. Wir endeten bei einem sehr schönen Lookout auf den Sonnenuntergang und die Schlucht. Diesen genossen wir mit einem Candlelight- Nudel und Cidre Dinner. Leider geil.

 

Abends kühlte es zum Glück wieder etwas ab, da es letzte Nacht ganz schön warm war. Da wir kaum Gelsen haben konnten wir sogar die Türen offen lassen und sind nicht zerschmolzen.

02.05.

 

Morgens konnten wir ein bisschen ausschlafen. Danach frühstückten wir, wo wir feststellten, dass uns einige Lebensmittel kaputt wurden. Es ich doch sehr schwer ohne Kühlschrank bei dieser Hitze zu kochen. Daher fuhren wir als erstes zum Supermarkt. Danach nutzten wir das Wlan beim McDonalds.

 

Als wir auch noch vollgetankt haben, haben wir uns 1,5 Stunden südlich auf den Weg zu den Bitter Springs gemacht. Dies war eine natürliche Thermalquelle mit blauem Wasser. Nach einer Spazierrunde, wo ich einen neuen Freund fand (ein Wallaby),  machten wir uns auf den Weg zu den Mataranka Thermal Pools. Diese waren etwas kleiner und mit mehr anderen Menschen, aber genauso schön. Im 28 Grad warmen Wasser entspannten wir einige Zeit.

Anschließend gab es noch Mittagessen, bevor wir 1,5 Stunden zu einem Flugzeugwrack fuhren. Dabei blieben wir in einem kleinen Dorf zum Tanken stehen. Dort findet am Wochenende ein Rodeo statt. Leider haben wir nicht genug Zeit um dort zu bleiben.

 

Nach dem Flugzeugwrack ging es noch 1,5 Stunden zu unserem Gratiscampingplatz. Endlich haben wir einen passenden gefunden. Bei allen Anderen bis jetzt wurden wir vor den Ureinwohnern gewarnt- es sei definitiv nicht sicher dort für zwei Mädels zu campen.

Heute Nacht waren noch ganz viele andere um uns herum und der Campingplatz befindet sich direkt neben der Straße.

Ich muss trotzdem gestehen, dass ich mich in Neuseeland sicherer gefühlt habe.

 

Morgen steht der heftigste Fahrtag vor mir, da wir 6-7 Stunden vor uns haben. Daher ging es auch richtig früh ins Bett.

03.05.

 

Der Sonnenaufgang hat uns heute um 06:30 geweckt. Nachdem wir diesen genossen haben, fuhren wir um 07:30 los.

Der erste Stopp war eine Tankstelle. (So eine besuchten wir 3 weitere Male an diesem Tag. Unter anderem eine in Alienstyle.)

 

Als nächsten Stopp steuerten wir eine Historic Telegraphic Station an. Als wir dort ankamen, fanden wir ein altes, verlassenes Haus, welches uns dann doch zu gruselig war. Daher fuhren wir weiter nach Ternnant Creek, wo wir eine super moderne BP Tankstelle gefunden haben.

 

Der weitere Stopp war das Highlight unseres Tages. Es nennt sich Devils Marbles. Das sind runde, riesengroße Gesteinsformationen. Es war wirklich toll diese zu betrachten, jedoch waren dort so unglaublich viele Fliegen, dass Nici sich unseren Fliegenschutz fürs Fenster überzog. Ich war diese Menge an Fliegen bereits von den Reitställen "gewohnt". Trotz der Fliegen spazierten wir ca. 30 Minuten durch die Steine.

 

Unser letzter Stopp hätte der heutige Camingplatz sein sollen. Leider war dieser ein "richtiges Outbackerlebnis", auf welches wir gerne verzichteten. Dies bedeutete, dass sich ganz viele Ureinwohner dort herumtreiben und alles etwas veraltet ist. Alias voll mit kleinen Tieren.

Daher fuhren wir eine weitere Stunden südlich zu einem gratis Campingplatz. Dieser wäre sehr passend gewesen, jedoch war es erst 14:30. Somit fuhren wir noch weitere 13 Minuten zu einem bezahlten Campingplatz. Dies war eine sehr gute Entscheidung.

Dort angekommen, legte ich mich nach der 6 stündigen Fahrt auf den Liegestuhl neben dem Pool. (Leider versteckte sich die Sonne hinter den Wolken.)

 

Zum Thema Campingplatz ... Den Ureinwohnern wurde sehr viel Land weg genommen. Im Zentrum Australiens haben sie jedoch noch einiges, wo sie auch noch aktuell leben. Dort nutzen sie die Touristen aus. Daher habe ich schon viele Geschichten gehört, dass diese in der Nacht kommen und an Autofenstern klopfen, jede Menge Lärm machen, Reifen zerstechen und probieren alles zu stehlen, was sie nur können. Im Moment befinden wir uns in einer sehr gefährlichen Gegend. Daher ist unser Campingplatz auch abgezäunt und es wird einem persönlich vom Besitzer aufgesperrt. Des weiteren sind Fenster und Türen in den privaten Häusern überall vergittert.

 

Obwohl wir heute Nacht auf so einem gut gesicherten Campingplatz stehen, fühle ich mich ein bisschen unwohl, da man sie teilweise außerhalb laut schreien hört.

Vielleicht sind wir auch ein bisschen übervorsichtig und haben viel zu viel Respekt. Aber lieber so, als es passiert noch etwas. Das wäre jetzt richtig ärgerlich.

04.05.

 

Die gestrigen Gedanken über diese Nacht waren zum Glück unnötig. Ab Mitternacht wurde es auf den Straßen leise und ich konnte halbwegs schlafen.

 

Nach einem gemütlichen Morgen machten wir uns als erstes auf den Weg zu einer Mangofarm, wo wir ein sehr beliebtes Eis kauften. Dies war leider nur okay.

Mit dem Wetter haben wir auch ein bisschen Pech. Heute ist es so frisch, dass wir lange Hosen und Westen tragen. - Dabei habe ich mich so auf die Sonne gefreut und wollte ein Ei auf der Motorhaube braten. :(

 

Danach fuhren wir, auf Grund des starken Windes, langsamer als die anderen Tage. Wir fuhren die restlichen 200 km nach Alice Springs. ... Und da war es endlich, DAS Alice Springs Sign. Spaß bei Seite, so schlimm war es nicht, da wir ja nur einen Tag mit ganzen 6 Stunden Fahrt hatten. (Welche auch sehr schnell vergingen, da wir hier 130 fahren dürfen. Einmalig in Australien!) Die anderen Tage waren es immer nur 2-4 Stunden mit vielen Stopps. :)

 

Ein paar Tipps für lange Autostrecken:

- gute Musik!

- eine motivierte Beifahrerin, die dich bei Laune hält

- spätestens alle 1,5 Stunden stehen bleiben (wenn auch nur fürs Tanken)

- interessante Gesprächsthemen

- wenig Süßigkeiten :P

- das Navi immer wieder auf "kürzere" Stopps stellen, dann sieht es weniger aus und vergeht schneller

 

Als wir in Alice Springs ankamen, war unser erster Stopp die Touristeninfo, wo wir uns einen Plan und Tipps,für Stopps in der näheren Umgebung, holten. Leider ist das meiste weitere 1-4 Stunden entfernt.

Der nächste Stopp war unser heutiger Campingplatz. Dort fragten wir wieder wie sicher es ist. Die Antwort war nur:" In Alice Springs ist es nirgendwo sicher." Toll!

 

Anschließend buchten wir eine Heißluftballon Tour für morgen Früh. Der Shuttlebus holt uns direkt vom Campingplatz ab, welchen wir aber bitte nicht verlassen sollen, bevor wir den Bus sehen.

 

Da es erst 12:30 war, machten wir uns noch auf den Weg zu Simpsons Gap. Das war ein Felsspalt, welcher in der Mitte ein Wasserloch hat. Als wir näher kamen, wurden wir noch vor Schlangen gewarnt. - Mir machen alle anderen Tiere nix, aber vor Schlangen habe ich großen Respekt. - Naja dort angekommen gingen wir auf den 10-Minütigen Spaziergang. Es war wirklich schön! Am Rückweg sahen wir noch ein Rockwallaby.

Am Parkplatz entspannten wir noch  eine Stunde, bevor wir noch einen 30 Minütigen Spaziergang zu einem Lookout machten. (Der Weg war irgendwie komisch, daher fanden wir es nicht.)

 

Anschließend machten wir uns ohne Navi zurück nach Alice Springs und kurvten dort noch ein wenig herum. Wir fanden einige interessante Dinge. Unter anderem einen "Home Timber and Hardware Shop". Dies ist ein Bauhaus, wovon ich immer noch 25$ Gutscheine von einem Turnier habe. Darum habe ich mir ein Kofferband  und ein Zahlenschloss gekauft.

 

Danach entdeckten wir noch den "Anzac Hill". Dies ist ein Gedenkhügel für alle Kriege in die Australien verwickelt war/ist. Von dort hat man eine super Aussicht über das ganze "Dorf", welches von großen Steinbergen umgeben ist.

 

Nach einem kleinen Süßigkeiteneinkauf fuhren wir wieder zum Campingplatz. Dort spielten wir noch Frakel und Würfelpoker. Als einer der Langzeitcamper vorbei spazierte, fragte ich ihn wie denn die Realität auf diesem Campingplatz aussieht. Er meinte, dass jeden Tag um ca 03:00 in der Nacht kleine Aborigines Kinder kommen und überall probieren, ob sie Zigaretten oder Alkohol stehlen könnten. Sie hätten großen Respekt und laufen sofort davon, wenn sie sich beobachtet fühlen. Schauen wir mal. Ich hoffe aufs Beste!

 

Abends gönnten wir uns eine Pizza im Restaurant neben dem Campingplatz. Dort sahen wir auch das coole Pool, wofür es leider zu kalt war. :/

Daher gab es eine warme Dusche, welche übrigens seit gestern tierlos sind.

 

Nachdem wir ausnahmsweise Empfang hatten, haben wir den Abend im Internet verbracht.

05.05.

 

Alle gestrigen Bedenken waren zum Glück wieder unnötig. Die Nacht war sehr ruhig. Ich bin ein paar mal aufgewacht, habe aber nichts und niemanden gehört. Glück gehabt!

 

Heute Morgen hat unser Wecker um 05:00 geläutet. Es war sooo eiskalt, dass ich mein Thermoshirt ausgepackt haben. Um 05:20 wurden wir von einem Shuttlebus abgeholt, denn wir haben eine Heißluftballontour gebucht. Wir fuhren zu zwei Stellen, da die Erste nicht gut genug war. Getestet haben sie dies in dem, dass sie Heliumluftballons mit einem Licht fliegen lassen haben.

 

Wir haben beim Aufbau zuschauen können. Dahinter hat langsam der Sonnenaufgang begonnen. Der Ballon war so viel mächtiger, als ich es mir vorgestellt habe. Da wir heute nur 6 Personen sind, haben wir den Kleinen. Normalerweise fliegen sie mit bis zu 25 Personen und der Ballon ist dann doppelt so groß.

 

Nach einer Sicherheitseinführung ging es auch schon los. Langsam hebte der Ballon ab und es war ein einmaliges Gefühl! Der Korb ist so viel stabiler, als ich dachte. Hinter uns ging langsam die Sonne auf und vor uns hüpften viele Kangaroos und Kühe im Busch. Wir sind einmal kurz auf 1.000 Meter geflogen, aber hauptsächlich ca. 100 Meter über den Boden.

Ich habe diese Stille und Ruhe genossen. Der einzige Lärm waren die Gasflaschen, welche immer wieder kurz ertönten.

 

Der Wind trieb uns über den Flughafen von Alice Springs, wo "neben" uns ein Flugzeug startete. Nach 40 Minuten landeten wir wieder. Dies war auch ein interessantes Gefühl, da man mit dem Korb fast umfiel.

 

Am Boden angekommen, haben wir den Ballon wieder zusammen gepackt und danach gab es noch Sekt, Kuchen und Früchte.

Es war ein wirklich tolles Erlebnis mit einem perfekten Sonnenaufgang!

 

Nachdem uns das Shuttle wieder zum Campingplatz brachte, packten wir die restlichen Dinge in unsere Koffer. Danach schrieb ich noch Tagebuch und wir entspannten noch eine letzte Stunde im Campervan.

Danach fuhren wir als erstes zum Hostel, wo wir unsere Koffer ins Depot gaben. Danach ging es ans Auto saugen und waschen, bevor wir es zurück brachten. Dort passierte uns ein kleines Missgeschick, da wir nur den Hintereingang gefunden haben.

Mit der Abgabe habe ich eine neue Kilometerbilanz. Insgesamt bin ich in den letzten 4 Monaten 14500 Kilometer gefahren bzw. mitgefahren. (Die kommende Busreise zähle ich mal nicht mit, obwohl dies mindestens weitere 2500 Kilometer werden.)

 

Anschließend gingen wir von dort aus durch die Stadt spazieren. Sie besteht aus einer Hauptstraße und ganz vielen Nebengassen mit Büros und Firmensitzen. Auf der Hauptstraße schlenderten wir durch einige Geschäfte.

Nachdem wir ziemlich die ganze Stadt gesehen haben gingen wir wieder zum Hostel. Dort gönnten wir uns ein (um nur 6€ teureres) Doppelzimmer, wo wir uns ausbreiten und ohne bedenken alles Aufladen können. Das Hostel ist ein wenig außerhalb der Stadt und wurde 2017 komplett renoviert. Daher ist es wirklich schön und sehr lieb ausgestattet!

Als erstes wuschen wir einmal all unsere Wäsche während wir Mittags aßen. Anschließend legten wir uns in den kleinen Sonnenplatz neben dem Pool und spielten einige Runden Frakel.

 

Nachmittags packten wir unsere Rucksäcke für die Weiterreise und genossen das Wlan.

 

Abends kochten wir uns Spagetti und beobachteten die Anderen für eine Weile. Dies war sehr interessant, da einige keine Ahnung von kochen hatten. :P  - Ich sag nur so viel - der Mais ist angebrannt.

06.05.

 

Diese Nacht habe ich so gut wie schon lange nicht mehr geschlafen! Es war warm und ruhig.

 

Leider hat unser Wecker schon um 06:20 geläutet. Im Hostel haben wir so ein gutes Frühstück wie ich noch nie in einem Hostel davor bekommen habe. Danach wurden wir von einem Tourbus abgeholt.

 

Für unser restliches Stück von Alice Springs nach Melbourne hat Nici eine Kleinbustour rausgesucht, da ich nicht so viel fahren wollte.

Wir sind insgesamt 11 Personen in einem 20 Personenbus. Davon 5 Deutsche, eine aus Norwegen, China und einer aus den USA. Daher müssen alle Englisch sprechen, was ich super finde. Unser Tourguide ist Australier und voll lässig drauf!

 

Wir haben ca. fünf Stunden Fahrt vor uns. Die Strecke war nur gerade und beinhaltete eine Kurve.

 

Der erste Stopp war eine Kamelfarm, wo man auch Kamele reiten konnte. Da ich das schon in Ägypten gemacht habe, habe ich nur zugeschaut.

 

Danach ging es zu einem Bottleshop, wo wir uns noch um Cidres kümmerten.

 

Der letzte Stopp war unser Campingplatz. Wir werden heute Nacht bei 7 Grad in "Swags" schlafen. Das sind wasserfeste Schlafsäcke mit Matratze. Das bedeutet frieren aber gleichzeitig, dass ich die ganze Nacht die Milchstraße sehen kann.

 

Danach gab es Wraps zu Mittag. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel für ein Mittagessen.

 

Anschließend fuhren wir zum Ayers Rock. Dort wanderten wir einmal um den Stein. Heute dürfte man sogar auf den Stein gehen, jedoch ist unser Tourguide Aboriginges Abstammung und das würde gegen den Glauben verstoßen. Daher haben wir es lassen. Da er diese Abstammung hat, erfahren wir unglaublich viel  über den Uluru und ihre Kultur, was wirklich spannend ist!

 

Bei der Wanderung haben wir die anderen kennengelernt und es ist eine echt leiwande Gruppe.

 

Nach der 3 stündigen Wanderung haben wir uns noch den Sonnenuntergang angeschaut. Es war beeindruckend wie der Stein auf einmal rot leuchtete. Als die Sonne weg war, wurde er schwarz. Hinter dem Stein wurde der Himmel rosa, lila und blau. Dazu gab es kleine Snacks und Käse.

 

Zum Abendessen fuhren wir wieder zum Campingplatz, wo wir zusammen kochten. Es gab eine riesen Portion Reis mit Gemüse und Huhn.

 

Ich habe mal in Facebook eine Lichterausstellung in Uluru gesehen, welche eigentlich nur bis April gegangen wäre. Durch Zufall habe ich gesehen, dass sie sie bis 2022 verlängert haben. Daher habe ich extern für uns beide ein Shuttel organisiert und wir konnten nach dem Abendessen zur "Ausstellung" fahren. Es waren 50.000 handgeblasene Glaskugeln mit Lichtern über eine Fläche von sieben Fußballfeldern verteilt. Alles leuchtete in bunten Farben, welche sich auch veränderten.

 

Es war ein richtig magisches Gefühl fast neben dem Uluru durch all diese Lichter zu gehen. Es war stockdunkel und wir hatten einen perfekten Sternenhimmel über uns. Es war einfach so still und ruhig, dass man sich wie in einer anderen Welt gefühlt hat. Oder wie Nici sagte: "Währen die Kugeln weiß, würde ich mich wie im Himmel fühlen."

 

Leider wurde es bereits dort richtig kalt. Zurück im Camp setzten wir und noch zu den anderen ans Lagerfeuer.

 

Etwas später rollten wir unsere Swags aus und schichteten so viel wie möglich. Leider nutze ich schon wieder meine Haube und Thermoshirts aus.

Diese "Riesenschlafsäcke" hatten eine Matratze drinnen, welche die Kälte von unten abfängt, jedoch kam sie von oben rein. Aber es war wärmer als gedacht.

Beim Einschlafen konnte ich noch ein Weilchen die Milchstraße beobachten und habe auch eine Sternschnuppe gesehen.

 

Einerseits ist es schon richtig geil, andererseits bin ich ganz schön oft aufgewacht, da es so kalt war.

07.05.

 

Heute wurden wir um 05:00 geweckt. Danach gab es einmal Pancakes zum Frühstück. Leider geil!

 

Als alles zusammen gepackt war, machten wir uns wieder auf den Weg zum Uluru. Dort haben wir uns den Sonnenaufgang angeschaut.

 

Danach ging es zum Kata Tjuta. Das sind riesige Steine nebeneinander. Dort gingen wir wieder 3 Stunden wandern. Die Wanderung war etwas spannender, da sie relativ anspruchsvoll war.

Die Natur und diese Steine beeindruckten mich sehr. Ein geiles Gefühl durch so etwas zu wandern.

 

Anschließend ging es ins Kulturzentrum, wo uns unser Guide erklärte, wie Uluru und Kata Tuju entstand. Danach erkundeten wir das Zentrum.

 

Um ca. 12:30 fuhren wir zurück zum Camp, wo es Burger zu Mittag gab.

Nach einer warmen Dusche machten wir uns drei Stunden auf den Weg zum nächsten Campingplatz. Dabei sahen wir einen Transporter voll mit wilden Kamelen.

Es war so schön diese drei Stunden einfach einmal schlafen zu können!

Am Weg sahen wir ein paar wunderschöne Wildpferde und sammelten Brennholz.

 

Beim Campingplatz gab es erstmal Käse, Aufstrich und Kekse.

 

Danach quatschten wir wieder mit Cidres und Bier ewig am Feuer bis wir Spagetti Bolognese kochten.

Nach dem Abwasch ging es mit einem witzigen australischen Trinkspiel weiter.

 

Der Abend verflog und um ca. 23:00 kuschelten wir uns wieder in unsere Swags. Da wir viel zu viele haben, habe ich mir heute einen Zweiten genommen. Es war so schön warm, und so gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen!

Ich habe noch ein wenig das Feuer und die Sterne beobachtet. Es ist einfach Wahnsinn, wie viele Sterne hier am Himmel sind.

08.05.

 

Heute Morgen konnten wir bis um 06:30 "ausschlafen". Danach fuhren wir zum Kings Canyon. Dort gingen wir wieder drei bis vier Stunden wandern. Es war ein Sandstein Canyon und hat mich sehr stark an "Natures Window" von der Westküste erinnert. Es war schon sehr beeindruckend und gigantisch groß, aber nichts "Neues" für mich. Es sah ein bisschen wie der Grand Canyon in Amerika aus. Der einzige Unterschied: der hier ist rot

 

Nach der Wanderung sangen wir für ein Mädchen "Happy Birthday" und es gab Schokoladenkuchen am Rückweg zum Campingplatz.

 

Dort angekommen aßen wir wieder Mittag. Es gäbe Chicken Burger, da mir das aber zu viel Essen ist, aß ich nur einen Salat. Ich bin das echt nicht mehr gewohnt.

 

Nach einer Dusche fuhren wir drei bis vier Stunden südlich und campten heute im Busch. Das bedeutet einfach auf einem Stückchen Land, dass fürs Übernachten frei gegeben war. Dort war nichts. Daher machten wir als erstes ein großes Feuer. Später kochte ich für Alle auf der Glut Spagetti mit Fleisch, Gemüse und Sauce. War auch eine interessante Erfahrung. Mit frischer Glut ging es sogar richtig schnell.

 

Das Interessante an diesem Campingplatz ist, dass er genau auf der Grenze zum nächsten Territory liegt. Bis jetzt waren wir im Northern und jetzt sind wir im Southern Territory.

 

Nach dem Essen spielte ich mich wieder mit dem unglaublichen Sternenhimmel und meiner Kamera. Danach quatschten wir noch einige Stunden.

09.05.

 

Wir standen um 06:00 in der Früh auf, da wir vor den Fliegen flüchten wollten.

Nachdem alles schnell zusammengepackt war, machten wir uns 400 km auf den Weg nach Coober Pedy.

Nach nicht all zu langer Zeit wurden wir von der Polizei auf die Seite gewinkt, da sie die Autos auf Drogen durchchecken. Das bedeutete, dass wir uns alle mit unseren Rucksäcken in einer Reihe aufstellen mussten. Dann kam ein Labrador, welcher uns alle und den ganzen Bus abschnüffelte. Er hat nichts gefunden.

 

Drogen sind in Australien, wie auch in Neuseeland, ein riesen großes Thema. Es ist genau so illegal wie bei uns, aber jeder macht es und sehr viele haben es irgendwo auf ihrem riesen Grundstück angebaut.

In Neuseeland wurde ich bei meiner 10 stündigen Warterei am Flughafen zum ersten Mal abgeschnüffelt.

 

Danach hatten wir noch einen Kaffee/Alkohol-Kauf Pausen bevor wir in Coober Pedy ankamen.

Dort gab es erst mal eine sehr schlechte Dusche, bevor es zu Fisch and Chips ins Restaurant ging. Sehr gut!

 

Coober Pedy ist das Opal Mekka der Welt. Daher ist die Landschaft auch ganz anders also sonst wo. Es ist sehr flach und unbewachsen. Dazwischen sieht mal überall kleine Erdhaufen, wo Grabungen begonnen wurden.

 

Der nächste Stopp war eine stillgelegte Opalmiene. Sie war früher aktiv, wurde aber gesperrt, da es mittlerweile verboten ist in der Stadt zu graben. Dort haben wir alles über Opale erfahren. War sehr interessant!

 

Anschließen hatten wie zwei Stunden "Freizeit", wo wir machen konnten, was wir wollen. Wir gingen zum "Öffentlichen Opalsuchplatz".

Es war gefühlt eine Ewigkeit, die wir gegangen sind. Dort angekommen fanden wir ein paar dieser Ausgrabungshügel. - Das haben wir uns etwas anders vorgestellt. Naja trotzdem haben wir ins Suchen begonnen. Nachdem wir feststellten, dass das einzige glitzernde hier nur Glasscherben sind, machten wir uns auf den Rückweg.

Dabei stoppten wir bei einer unterirdischen Kirche. Diese sah ganz anders aus, als eine Gewöhnliche. Es war ein in den Berg gekratzter Raum mit Sesseln, einem Klavier und Kerzen.

 

Danach gingen ziemlich alle von der Gruppe zurück. Nur drei weitere und ich spazierten noch zu einem Lookout. Dort haben wir viele alte Dinge wie Computer, verbrannte Häuser und Autos gefunden. Des weiteren haben wir die ganze Stadt gesehen. 75% der Häuser sind unter der Erde, daher wirkt die ganze Stadt wie ausgestorben.

 

Unser Tourguide hat uns von frittierten Mars Schokoriegel erzählt, daher probierten wir dies zu finden. Nach einer 40-minütigen Suche erfuhren wir, dass der Shop erst um 18:00 aufsperrt.

 

Wir haben uns wieder bei unserer Unterkunft getroffen. Wir schlafen heute unter der Erde. Es ist ein riesiger Raum mit vielen kleinen Abteilen, welche in einen Stein gekratzt wurden. Es hat dort konstant 24 Grad und es ist schön dunkel.

 

Als alle beim Treffpunkt waren, gingen wir zu einem Kangaroo Rescue Center. Dort haben wir noch einiges über Kangaroos erfahren.

Danach hatten sie dort eine Art Gallery, wo der Künstler der meisten Werke im Haus war.

Ich wollte mir vor Anfang an einen Boomerang mit nach Hause nehmen und habe immer auf den richtigen Moment gewartet. Heute habe ich nicht nur einen wirklich schönen gefunden, sondern auch noch einen Originalen für Rechtshänder. Die Originalen sind nur auf einer Seite abgeschliffen.

Hoffentlich kommt er heil nach Hause.

Dort konnten wir auch Digeridoo spielen probieren. Es ist sehr viel schwerer als gedacht.

 

Anschließend gingen wir Pizza essen. Wir bekamen fünf Riesenpizzen. Eine davon war besonders, da sie Kangaroo- und Emuspeckstreifen drauf hatte. Ich muss sagen, ich habe nicht wirklich viel vom Fleisch geschmeckt. Das war meine Kangaroo Primäre.

 

Die Überbleibsel haben wir für die morgigen 600 Kilometer mitgenommen.

 

Danach machten wir uns auf den Weg zum frittierten Mars. Am Weg dort hin ging der Strom in der ganzen Stadt aus. Das war richtig gruselig, da es stockdunkel war.

Später haben wir erfahren, dass die Stadt auf reine Solarenergie umgestiegen ist und dies noch nicht ganz funktioniert. Ist also schon öfter passiert.

 

Demnach wurde es eine Taschenlampenwanderung. Das Mars mussten wir natürlich kosten. Ich persönlich finde, dass es komisch schmeckt. Das Frittierte passt irgendwie nicht ganz dazu.

 

Abends saßen wir alle noch ewig zusammen und spielten Kingscup und weitere Trinkspiele. Es war richtig lustig, da alle anderen in unserem Alter sind und es echt gut passt.

 

Die Nacht haben wir alle soo unglaublich gut geschlafen weil es endlich warm war.

10.05.

 

Wir konnten sogar bis 07:00 ausschlafen. Es tat so gut, da es diese Nacht warm und dunkel war. Wie schön!

 

Nach einem flotten Frühstück ging es auch schon an die heutigen 650 Kilometer. Der erste Stopp war das Coober Pedy Sign. Danach stoppten wir bei einer ewig langen Straße, wo wir viele Bilder machen konnten. Die weiteren Stopps waren für Essen, tanken oder Toiletten.

 

Das nächste spannende waren riesengroße Salzseen. Dies waren nur mehr übergebliebene weiße Salzflächen. Auf der weiteren Fahrt erfuhren wir noch einiges über Emus und wir blieben beim Spencergolf stehen. (Wir haben einen Spencer in der Gruppe.) Spencergolf ist ein Abschnitt vom Meer.

 

Als wir um zirka 17:00 endlich am nächsten Campingplatz ankamen, begann es zu regnen und es ginge ein heftiger Wind. Daher bekamen wir zum Glück Zimmer.

 

Den letzten Abend zusammen verbrachten wir mit Ringerl (Tischtennis) spielen, kochen und Trinkspielen vorm Kachelofen.

Heute Abend gab es Kangaroosteak. (Ich zähle jetzt einmal die Pizza von gestern nicht dazu.) Es war für mich das erste offizielle Mal Kangaroofleisch zu essen. Es schmeckt ganz anders, als alles anderen, was ich soweit gegessen habe. Es ist ein dunkles Fleisch, jedoch kann ich den Geschmack nicht beschreiben. Es hat mir persönlich geschmeckt, aber ich könnte es nicht täglich essen. (Macht auch keiner. Die Australier beginnen erst jetzt es in ihren regelmäßigen Speiseplan zu involvieren.)

 

Der Abend endete etwas flüssig mit Piccolo und "Ich hab noch nie...". Hat großen Spaß gemacht!

 

Nachts kuschelte ich mich ins Bett, da ich genug gefroren habe. Nici machte sich mit wem anderen ein Lagerfeuer und legten sich ein letztes Mal unter die Sterne.

11.05

 

Diese Nacht war es richtig schön warm, da wir einen Heizstrahler in unserer Kabine hatten.

 

Nach einem Pancake Frühstück fuhren wir auch gleich los zur Alligatorschlucht. Dort gingen wir auf eine zwei Kilometer Wanderung. Sie war ganz nett.

 

Anschließend fuhren wir zu einem Lookout, wo wir den Spencer Gulf sahen.

 

Nach einem sehr frühen Mittagessen, bestehend aus Chickenburger, machten wir uns auf die letzten 300 Kilometer nach Adelaide.

 

Da wir so schnell waren, kamen wir schon um 15:30 in Adelaide an. Zufälligerweise schlafen wir alle von der Tour im selben Hostel.

 

Nachdem wir eingecheckt haben, gingen wir zu 6. die Stadt erkunden. Ich habe mir eine kleine alte, niedrige Stadt erwartet. Wurde aber mit genau dem Gegenteil überrascht. Überall super moderne Hochhäuser. Ganz viele, richtig neue Universitäten. (Vergleichbar mit der Wiener WU.)

 

Wir haben auch einen Food-Markt gefunden. Er war so riesig und es gab so geile Sachen zum kosten. :D Unter anderem haben wir ein Prezel und Mannerschnitten für den Amerikaner gefunden.

 

Sonnenuntergang war heute schon um 17:30. Danach erleuchtete die ganze Stadt in bunten Lichtern. Ich war einfach schwer begeistert, da ich hier so etwas nicht erwartet habe.

 

Nach unserer Erkundungstour wuschen wir unsere Wäsche und duschten uns gründlich. Endlich wieder eine Dusche mit einem geilen Wasserdruck.

 

Abends haben wir alle Reste von unserer Tour gegessen, welche wir netterweise von unserem Tourguide bekommen haben. Daher gab es Kangaroo Burger/Wraps mit allem möglichen. War sehr nett noch einmal zusammen zu essen.

 

Abends haben wir zu viert Ringerl mit zwei Schlägern gespielt. Es endeten in Lachkrämpfen. :P Als wieder alle beisammen waren, spielten wir Monopoli.

 

Kurz vor Mitternacht haben wir uns noch von allen verabschiedet, da es für uns morgen um 06:45 schon weiter geht.

12.05.

 

Um 06:30 trafen wir uns zum Restelfrühstück mit zwei anderen von unserer letzten Tour, da wir heute zusammen auf die Great Ocean Tour gehen-zufälligerweise haben die auch die selbe Tour gebucht.

 

Um 06:45 wurden wir von dem neuen Tourguide abgeholt. Diesmal sind wir 15 Personen. Drei Schweizer, eine aus Liechtenstein, zwei andere Österreicher, zwei Amerikaner, ein Niederländer, eine Griechin, ein Deutscher und eine aus England.

Es ist eigentlich sehr witzig, da die Hälfte der Gruppe Englisch als Muttersprache hat und die andere Hälfte (außer der Griechin und dem Niederländer) Deutsch aber alle haben andere Akzente.

 

Nachdem alle im Bus waren, ging es auch schon los. Sechs Stunden Richtung Osten. Dabei stoppten wir ein paar Mal für Toilette, Tank und Mittagessen.

 

Unser Ziel waren die Grampians.

Riesige Steinberge mit viel Wald.

Am Weg dort hin stoppten wir bei einem pinken Salzsee und einem Wasserfall.

 

Als wir endlich bei unserem Lookout ankamen, war es so nebelig, dass man nichts sehen konnte. Somit probierten wir es noch bei einem anderen. Dort hatten wir einen super Ausblick auf die Landschaft.

 

Auf dem Weg zum Campingplatz sahen wir wieder ganz viele Kangaroos zwischen den Caravans.

 

Beim Campingplatz angekommen war es dann schon dunkel und wir gingen noch im Dunklen eine Runde spazieren.

Anschließend gab es Nudeln, Timtams und ein Lagerfeuer mit Marschmallow und gegrillter Schokobanane.

Abends bin ich noch ewig mit dem Amerikaner von der vorherigen Tour am Feuer gesessen und wir haben über Gott und die Welt gesprochen.

13.05.

 

Wir konnten bis um 05:00 ausschlafen. Juhu. Naja in der Früh bemerkten wir, dass wir 30 Minuten Zeitumstellung hatten.

Nach einem raschen zusammenpacken und Frühstück ging es zu der Pinacal Wanderung. Dort ging es zwei Kilometer bergauf. Wir mussten wieder einige Stückchen klettern, was mir großen Spaß machte.

 

Oben angekommen ging so ein starker und kalter Wind. Dafür hatten wir einen schönen Sonnenaufgang.

Am Weg hinunter sind wir noch durch eine große Schlucht gewandert.

 

Danach ging es Richtung Great Ocean Road. Dabei blieben wir bei zwei Geheimspots stehen, wo man einen echt guten Blick auf die Felsenbrandung hatte. Dabei ging es über Straßen, die nicht für unseren Bus gemacht waren. - Er hat es trotzdem überlebt!

 

Nach einem sehr guten Wrapmittagessen, wo ich noch einmal das Meer gesehen habe, ging es weiter.

 

Wir blieben bei einigen Stopps und Lookouts stehen und haben auch überall viele Geschichten dazu gehört. Das Highlight des Tages waren die zwölf Apostel.

Alles war sehr beeindruckend, aber nichts "Neues" mehr für mich. Daher konnte ich dort einiges beobachten.

Es ist schlimm wie viele Chinesen und Inder bei den jeweiligen Sachen sind und die ganze Stimmung mit ihren Stimmen "Foto von dieser Seite, hier, da, dort" zerstören. Keiner genießt die Szene mehr. Sogar bei einem kleinen Strand, der einfach zum Verweilen einlädt, waren sie laut und unmöglich. Ich bin beim Meer gestanden und habe mal wieder die Wellen beobachtet und probierte es irgendwie zu genießen. Innerhalb 8 Minuten wurde ich drei Mal gefragt ob ich nicht ein Foto machen könnte.

Ich habe unten ein Bild hinzugefügt, wo man einen kleinen Teil der Menschenmenge bei einem der drei Lookouts der "Zwölf Apostel" sieht. Wer kann Nici finden?

 

Ich könnten stundenlang über diese Reisesituation und generell über die verschiedenen Arten des Reisens und was die Kultur damit zu tun hat schreiben, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

 

Nach diversen Lookouts fuhren wir in unser heutiges Hostel. Es war so schön und modern. Dort ging ich gleich als erstes in die Dusche.

 

Nach ganz vielen Pizzas (mit ganz viel Belag) spielten wir noch stundenlang Uno und Piccolo mit einigen anderen von der Gruppe.

 

Hat riesen Spaß gemacht! Irgendwann um Mitternacht sind wir ins Bett gefallen.

14.05.

 

Heute sind wir um 07:00 losgefahren. - Ich sags euch, ich bin so müde. So wenig Schlaf in den letzten Wochen... Urlaub ist schon anstrengend. :P

 

Unser erster Stopp war der Johanna Beach. Am Weg dort hin hat sich die Landschaft wieder verändert. Von viel Grünland und Kuh zu dichtem Wald.

 

Der Strand war unglaublich schön. Ich habe noch nie einen Strand gesehen, wo die Wellen so ein arges Eigenleben haben. Die gingen in alle Richtungen und waren unglaublich stark. Des weiteren ging der Strand ziemlich bergauf, wo die Wellen brachen. Es war einfach ein unglaublich starker Ort mit so viel Kraft in den Wellen. Das ist definitiv mein Lieblingsstrand von Allen.

Ich konnte es leider weder auf Video noch auf Bildern festhalten.

 

Der nächste Stopp war ein bisschen wie der Regenwald, wo wir eine 20 minütige Wanderung mit Erklärungen von unserem Guide bekommen haben. In diesem Wald wurden auch alle Ideen für den Film Jurassic Park geholt. Das Faszinierende hier war, dass Palmen aus toten und umgefallenen Bäumen wachsen. Des Weiteren habe ich gelernt, wenn eine Palme umfällt, wächst sie wieder hinauf. (Foto)

 

Im laufe des Tages sind wir auf die "richtige" Great Ocean Road gekommen. Bei diesem Teil führte die Straße genau neben dem Meer entlang. Somit hatte ich mal wieder eine gute Beschäftigung. -> Wellen beobachten. :D

 

Anschließen haben wir mit einem super Ausblick aufs Meer Mittag gegessen, bevor wir zu einem Ort gekommen sind, wo wir einen Koala und ganz viele Kakadus, sowie King Parrots gesehen haben.

Mit ein paar Körnern in der Hand, haben sie sich überall auf dich gesetzt. War einerseits lustig, aber auch arg, da sie teilweise echt aggressiv wurden.

 

Der nächste Stopp war Torquay Beach. Hier entstanden die Marken Quicksilver und Ripcurle. Quicksilver hat seinen Standort mittlerweile in Californiern, aber Ripcurle noch hier. Daher fuhren wir zum Outlet und hatten eine Stunde zum shoppen. Am Schluss hätten wir noch so ein tolles Geschäft gefunden und hatten aber leider keine Zeit mehr dafür.

 

Danach fuhren wir die restliche Stunde nach Melbourne. Dort wurden wir alle in unseren Ho(s)tels abgesetzt. Wir haben uns für die letzten zwei Nächte ein Frühstückshotel mitten im Zentrum gegönnt. Es ist so schön und wir haben so viel Platz und ein eigenes Bad. :o

 

Nachdem wir alles ins Zimmer gaben, suchten wir ein Restaurant. Ich hatte Schwammerl Gnocci. So etwas hatte ich ewig nicht mehr.

 

Danach schlenderten wir noch herum, bevor wir im Zimmer den morgigen Tag planten.

15.05.

 

Da wir eigentlich nur den heutigen Tag in Melbourne haben, ist dieser vollgestopft mit Programm.

 

 Nach einem zeitigen Frühstück vom typisch australischen Frühstücksbuffet (Weißtoast mit dickem Schinken, ein paar Früchten und Kornflakes. So richtig satt wird man aber irgendwie nicht.) Nach dem Frühstück ging es auch schon auf den Queen Vicotria Market. Dies ist ein unglaublich großer Markt mit einer Fleisch-, Fisch-, Obst und Ramschabteilung. Im Obstmarkt haben wir eine Kiwi mit rosa Kern gefunden. Diese hat ein bisschen wie Heidelbeeren geschmeckt. Im weiteren "Ramschteil" haben wir noch ein paar Souvenirs und andere Sachen gefunden. Unter anderem konnte ich das "typische" Foto mit der Lichterkette machen.

 

 Um 10:30 gingen wir mit einer "Freewalkingtour" mit und haben auf den 5 Kilometern den kompletten Stadtkern gesehen und einiges über diese Stadt erfahren. Dort haben wir uns noch ein Mal mit zwei von der Tour getroffen. Der Stadtkern ist genau 1 x 1/2 Meile groß. Die Straßen sind parallel angeordnete und es ist immer eine Große und daneben eine Kleine mit fast dem selben Namen. Melbourne hat einen älteren Stadtkern und rundherum schießt ein Hochhaus nach dem anderen heraus. Im Stadtkern gibt es sehr viele Grafitis, welche alle legal gesprayt wurden. Unter anderem auf der AC/DCline. Diese Band, so wie viele andere Bekannte kommen aus Melbourne. Es soll hier richtig viele verschiedene, versteckte Bars und Cafés geben, wo ganz viele australische, neue Talente spielen. (Wir hatten leider zu wenig Zeit, um diese Szene zu erforschen.)

 

Nach der Führung gingen wir erst einmal Mittagessen. Wir entdeckten ein Café, welches besonders bekannt für seine Kuchen ist. Dort teilten wir uns etwas ähnliches wie ein Fladenbrot und eine frittierte Kartoffelkugel, gefüllt mit Carbonara. So etwas ist hier sehr beliebt und hat auch interessant geschmeckt.

 

Nach einer kurzen Pause ginge es weiter. Wir gingen ziemlich erfolgreich shoppen. Hier gibt es einfach so tolle Geschäfte. Nachdem es hier schon fast Winter ist, gibt es fast nur lange Kleidung, aber wir konnten noch einiges im Ausverkauf finden.

 

Als es dann bereits 18:00 war gingen wir noch ins Hotel, um eine kurze Pause zu machen. Dabei gab es noch einmal geiles, billiges Sushi.

 

Um 19:00 fuhren wir noch nach Fitzroy, da dort heute ein Poetry Slam stattfand. Alle die mich besser kennen wissen, dass ich es liebe bei so etwas zuzuhören.

Es fand in einer kleinen Bar statt, welche extra für den Slam aufsperrte, da es heute wo anders als normalerweise stattfand. Es war auch "nur" ein offenes Reden und kein Wettbewerb.

Mein Fazit, es ist so arg anders, als bei uns. Hier waren die Leute alle zwischen 40 bis 60, während es in Wien hauptsächlich Leute zwischen 15-30 sind. Ein 18-jähriges Mädchen gab es hier, welche uns dann auch erklärte, dass es normalerweise viel mehr Leute sind. Heute waren es vier Poeten und der Veranstalter. Es haben zu erst zwei vorgetragen, danach gab es eine Pause, dann eine Vorlesung von bekannten Autoren, dann eine Tombula bevor die letzten zwei ihre Poets vortrugen. Hier sind die Poets meist 2-4 Minuten. Ich habe es sogar vokabeltechnisch verstanden. Mit dem Kontext wurde es etwas schwierig, da es meist "Aussi-Insider" waren.

Von der Art her sind sie genau gleich, wie bei uns.

Es war wirklich interessant, auch wenn es ganz anders war, als erwartet.

 

Danach fuhren wir wieder heim und duschten das letzte Mal in Australien, bevor wir tot ins Bett fielen.

16.05. - 15.05. Heimreise

 

Morgens sind wir ganz früh aufgestanden um noch die restlichen Stunden hier zu genießen.

 

Nach dem Frühstück wollten wir uns eigentlich auf eine gratis Touristen Tram setzten und noch einmal um die Stadt fahren. Leider mussten wir feststellen, dass die erst um 10:00 fährt, was für uns etwas zu spät ist. Daher nahmen wir die nächstbeste Straßenbahn und fuhren ein paar Stationen. Dort wo es mir gefiel stiegen wir aus und gingen etwas spazieren. Wir entdeckten einen Hafen, sowie eine Flusspromenade mit ganz vielen netten Bars und Cafes. Des weiteren entdeckten wir das riesen Outlet. Es hatte alle tollen Marken, die es hier nur gibt, jedoch mussten wir leider eine Stunde warten bis es aufsperrt. Diese Stunde spazierten wir noch herum. Im Outlet hatten wir leider nur 30 Minuten, um schnell durchzuschauen. Wir haben sogar ein paar Dinge gefunden.

 

Danach fuhren wir zurück ins Hotel und bestellten uns ein Uber. Damit gab es ein paar Probleme, da unser Fahrer nicht kommen wollte. Zum Glück war ein richtig netter Taxifahrer neben uns, welcher uns ein gutes Angebot machte. Mit dem ganzen Stau haben wir dann doch fast 40 Minuten zum Flughafen gebraucht. Dort habe ich noch meinen Rucksack, hoffentlich gut eingepackt.

Beim Check in haben wir erfahren, dass wir doch nebeneinander sitzen können. Jejj!

 

Als erstes stehen uns 9 Stunden nach Hongkong bevor. In denen schaute ich mal zwei Filme und bastelte mir einen Kalender. - So etwas brauche ich wohl doch wieder. Es war sehr schön ohne ihn! - Aja und mein Tagebuch gibt's auch noch. ;)

Besonders cool war, dass wir die ersten fünf Stunden wieder nach Darwin geflogen sind und daher unsere gemeinsame Reise noch einmal von oben "gemacht" haben.

 

In Hongkong haben sich Nici's und meine Wege getrennt, da ich meinen Flug später gebucht habe und ich genau den selben nicht bekommen habe.

Dort habe ich mal wieder einen kleinen Schock bekommen, da ich nur "London und delay" gehört habe. Es war zum Glück eine andere Maschine.

Ich konnte meine Maschine pünktlich boarden. Es war wieder ein kleineres Langstreckenflugzeug. Als alle Passagiere im Flugzeug waren erfuhren wir eine super Nachricht. Die Chinesische Luftwache möchte uns nicht fliegen lassen. Ursprünglich hätten wir eine Verspätung von 3,5 Stunden, jedoch verhandelt der Kapitän noch. Im Endeffekt habe wir eine Stunde und 15 Minuten Verspätung. Ich habe gleich mal wieder nach Assistenz am Boden gefragt, da ich ursprünglich schon nur zwei Stunden zum umsteigen hatte. Das ist bei einem Flughafen in der Größe von London sehr wenig.  Die Stewardess erklärte mir, dass der Kapitän schneller fliegen könnte und etwas gut machten kann. Schauen wir mal. Die meiste Zeit der ursprünglich 12 Stunden habe ich geschlafen, da es draußen sowieso dunkel war.

 

Der Pilot konnte ganze 30 Minuten gut machen. Daher hatten wir nur 30 Minuten Verspätung. Als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, bekam ich gleich einen "Fastpass", um schneller durch alle Sicherheitskontrollen zu kommen. Gleichzeitig wurde mir empfohlen zu rennen. Gesagt getan. Als Erstes ging es mit einem Shuttlebus 10 Minuten zu einem anderen Terminal. Dort beeilte ich mich so sehr, dass ich nur 15 Minuten bei der Sicherheitskontrolle warten musste. Nach mir kamen so viele Leute, dass es eine Ewigkeit geworden wäre. - Ich wurde noch nie so genau durchgecheckt. Sie filzen wirklich alles und fast jeder Zweite muss durch den Nacktscanner. Ich zum Glück nicht.

Danach ging ich noch ein Weilchen bis zur nächsten Anzeigetafel. Dort sah ich, dass sie das Gate erst fünf Minuten vor Boarding bekannt geben. Somit hatte ich noch 10 Minuten Rast.

Danach ging ich noch 10 Minuten zum Gate und locker aufs Flugzeug. Alles ging sich bestens aus und jetzt fliege ich die restlichen zwei Stunden nach HAUSE. <3

Im Flieger war der Akku von meinem Laptop schnell leer, daher ließ ich meine Reise gedanklich noch einmal Revue passieren.

 

In Wien angekommen ging ich so schnell wie möglich raus. Mein Rucksack war gleich da.

Mein Herz begann zu rasen als ich der Schiebetür beim Ausgang am Wiener Flughafen näher kam. Dann öffnete sich die Tür und dort stand nicht nur meine Mama, Oma, Opa und meine Schwester, welche auf mich 1,5 Stunden wartete, da meine Schwester früher ankam, sonder auch meine drei besten Freunde vom Stall mit ganz vielen Luftballons. Mit meinem Müllsack (Rucksack + Überzug) bin ich ihnen entgegen gelaufen und konnte mit meine Freudentränen nicht verzwicken. :)

 

Nach einer ausgiebigen Begrüßung fuhren wir noch meinen Papa in der Arbeit überraschen. Dort habe ich ein gescheites Stück Brot gegessen. :D

 

Zu Hause hat die Mama ein Schnur durch mein ganzes Zimmer gespannt und voll mit Bildern von den letzten Monaten gefüllt.

Abends habe ich einfach mal meinen Rucksack ausgepackt und mein eigenes Bett genossen.

Fazit Australien:

 

Dieses Land ist einfach einmalig und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich alle fünf verschiedenen Teile bereisen durfte.

Alle Teile (Staaten und Territorien) sind komplett verschieden und definitiv nicht vergleichbar!

 

Die Westküste war mein persönlicher Favourit. Dort hat man wunderschöne Natur, kann jeden Tag neben dem Meer campen und man trifft kaum Leute. Das Einzige, was mir nicht gefällt ist, dass man ewig viel fahren muss.

 

Danach folgt definitiv Queensland. Dort haben wir leider viel zu wenig Zeit verbracht. Der Regenwald sowie das Great Barrier Reef war einfach eine ganz neue, unglaubliche Erfahrung für mich.

 

Das Northern Territory habe ich mir ganz anders vorgestellt, hat aber trotzdem riesen Spaß gemacht. Ich habe dort das „richtige“ Australien erlebt. Anfangs mit allen Kleintieren an allen möglichen Orten, angefangen mit Moskitos, Ameisen, Fliegen über Krokodilen, Wildpferden, Kühen bis Schlangen und endete bei der großen Geschichte und Kultur der Aborigines. Aja die unglaublich bunte Vogelvielfalt darf man nicht vergessen!

 

Victoria sieht von der Landschaft wieder ganz anders aus. Es ist überall grün, ganz viel Kuh- und Schafwirtschaft und erinnert mich stark an Neuseeland. Besonders hervorzuheben ist hier die Great Ocean Road.

 

Das Southern Territory ist sehr flach und erinnert mich am meisten an das "typische Australien", ganz viele lange gerade Straßen, wo man den Horizont sieht. Gleichzeitig ist es nicht wirklich touristisch. (Genau darum hätte ich dort ganz gerne ein Allradauto gehabt und wäre gern mal ins Nichts gefahren.)

 

Die Ostküste (ein Teil von Queensland, aber hauptsächlich New South Wales) ist der Klassiker in Australien. Wenn man auf große Städte, viele Menschen und Party steht ist das genau das Richtige. Ich kann das gar nicht leiden, schon gar nicht mit einem Campervan. Daher hat mich die Ostküste ein wenig enttäuscht und ich kann sie eher nicht empfehlen, andere lieben sie über alles. Das kommt wirklich auf die Persönlichkeit eines Menschen an.

 

Australien ist kurz und bündig mit vielen Kilometern verbunden, unglaublich vielfältig und jedenfalls sehr sehenswert!

 

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Diese ganze Reise hat natürlich Spuren in mir hinterlassen. Ich habe sehr viel gelernt. Vor allem, wie ich mit Geld umgehe und was beim Reisen wirklich wichtig ist. Ich habe unglaublich viele Erfahrungen sammeln können, tue mir aber im Moment schwer alles wertzuschätzen und anzunehmen, da sieben Monate eine sehr lange Zeit sind und ich einmal zu Hause alles auf mich wirken lassen muss.

Alle sieben Monate nur reisen hätte ich nicht geschafft, da man nach einer Zeit unglaubliche Dinge als selbstverständlich sieht und sie nicht mehr Wertschätzt, wo für mich der Punkt kommt aufzuhören. Es ist natürlich mit viel Geld verbunden und soll immer etwas Besonderes sein.

Bezüglich Geld. Ich habe mit einem bestimmten Kapital gerechnet und dieses auch einhalten können. Das teuerste war natürlich mit Abstand das Reisen. Das meiste Geld ging auf Flüge, Benzin und Mietautos. Erstaunlich wenig Geld habe ich für Lebensmittel ausgegeben, aber hier kann man eben wirklich sparen. Attraktionen habe ich mir ab und an dann auch noch gegönnt, dies hat sich jedoch auch in Grenzen gehalten. Finanzieren konnte ich mir dies alles durch viel (!) arbeiten in den letzten Jahren.

 

Ob ich mich verändert habe? - Bestimmt! Wie wird sich wohl in meinem alten/neuen Leben zeigen.

 

Auf jeden fall habe nicht nur einiges für und über meine Persönlichkeit gelernt, sondern mein Englisch hat sich um einiges verbessert.

 

Ich habe auf dieser Reise so unglaublich viele verschiedene Sachen erleben und probieren dürfen, wofür ich so unglaublich Dankbar bin. Danke auch an meinen Schutzengel, der immer auf mich aufgepasst hat. Es ist in sieben Monaten kein einziger "schlimmerer" Vorfall passiert. Es war nahe zu perfekt. :)

 

Das größte Dankeschön geht natürlich an meine Eltern, Familie und Freunde, die mich über die ganze Reise so unglaublich toll unterstützen. Ich habe einmal mehr gemerkt, was für ein unglaubliches Umfeld ich zu Haue habe. Jeder hat mich bestmöglich unterstützt und das bedeutet mich wirklich wahnsinnig viel.

Natürlich hat sich auch einiges zu Hause getan und ich bin schon sehr gespannt alles neue kennenzulernen. ;)

Es freut mich sehr, dass dich mein Tagebuch interessiert! Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Dankeschön :)

melanie.amon@gmail.com

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