Christchurch (April)

30.03.

 

Bei meiner fünfstündigen Busfahrt nach Christchurch sind wir entlang der Küste gefahren. Dort haben wir wieder sehr viele Seerobben gesehen. Wir haben auch einen Stopp in Kaikura gemacht. Dies ist eine nette kleine Stadt am Meer.

 

Als ich angekommen bin, wurde ich von meinem neuen "Chef" abgeholt.

Ich volontiere jetzt noch ein Monat in einer Poloschule. Sie haben auch einige Rennpferde, welche teils aktiv an Rennen teilnehmen.

Bis jetzt habe ich weder mit Polopferden, noch mit Rennpferden zu tun gehabt, daher wird dies bestimmt eine sehr interessante Zeit für mich.

 

Mein "Chef" hat mir noch mit dem Auto die Pferde und das ganze Areal gezeigt. Für mich wirkte es riesig, für neuseeländische Verhältnisse ist es "normal groß". Es ist eine sehr gepflegte Anlage mit- vor allem- jungen Pferden.

Danach habe ich mich noch für einen Tee mit der restlichen Familie von ihm zusammen gesetzt, um ein bisschen zu quatschen.

Eine Stunde später brachte er mich in mein Haus.

 

Ich genoss noch meine erste warme Dusche seit einer Woche und fiel dann bald ins Bett.

31.03.

 

Heute war mein erster Tag im Stall. Wir haben um 08:00 begonnen. Als erstes haben wir 11 Pferde hinein geholt.

Ich habe eine fünf jährige Polo-Stute geputzt und mit "meinem" Sattel gesattelt. Hierbei waren schon einige Dinge neu für mich.

Danach luden wir zwei Rennpferde und meine Stute auf den Truck und fuhren ca. 15 Minuten an den Strand. Dort bekamen sie noch ihre Trensen drauf und los ging es.

Es war wie im Paradies. Man reitet auf einem schönen "Highway" aus Sand an den Strand. Dort angekommen reitet man einen kleinen Hügel hinauf und sieht von dort oben den 7 Kilometer langen Strand. Noch dazu hatten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Ich ging mit meiner Stute ins Meer planschen, während mein "Chef" und Lucy, seine einzige Mitarbeiterin, ein Rennen gegeneinander gemacht haben. War sehr gierig zum anschauen.

Während ich im Meer war, konnte ich alles andere beobachten. Direkt neben dem Strand ist ein Traberstall, welche alle in ihren Sulkys ihre Pferde am Strand trainieren. Diese haben teilweise auch richtig Gas gegeben.

 

Nachdem die Beiden fertig waren fuhren wir wieder zurück zum Stall. Dort machten wir drei Zweijährige, welche vor zwei Wochen gestartet wurden, und zwei Fünfjährige fertig. Mit diesen fuhren wir ebenfalls an den Strand. Lucy ritt das Fortgeschrittenste der zweijährigen und hatte ein Zweites an der Leine. Mein Chef saß auf einem erfahrenerem und führte das letzte "Riesenbaby". Ich ritt einen fünfjährigen und musste die Kleinen von hinten antreiben, wenn sie stoppten.

Wir gingen auch an den Strand und galoppierten gleich einmal den Strand entlang. Mein ganzes Leben träumte ich davon am Strand zu galoppieren und jetzt ist es mein "Job". Manches mal muss man einfach lange genug warten und Dinge einfach passieren lassen. :D

Danach gewöhnten wir sie noch ans Meer. Wellen können ganz schön gruselig sein! Für das, dass die "Riesenbabys" zum Ersten mal mit Sattel am Strand waren, waren sie wirklich brav.


Wieder zu Hause angekommen, stieg mein Chef noch auf die Zweijährigen in der Box auf und ritt sie ein wenig im Schritt.

 

Als Letztes für heute sind wir mit drei Dreijährigen an den Strand gefahren. Diese drei Ponys haben schon Polo gespielt und sind daher an alles gewöhnt. Ich habe am Weg zum Strand gelernt wie ich die Zügel richtig halte. (Ein bisschen wie beim western Reiten, nur mit mehr Druck. Weiteres habe ich vier Zügel, da es "Halszügel" sind.)

 

Danach ging es am Strand Vollgas in eine Richtung. Die Mutter von meinem Pony war Neuseelands zweit schnellstes Pferd. Somit war er ziemlich schnell. Wenn er größer ist, wird er bestimmt noch schneller!

Danach hatten wir eine Schrittpause im Meer. Anschließend galoppierten wir noch locker am Strand. Dabei lernte ich, wie ich ein Polopony lenke.

 

Danach versorgten wir noch alle Ponys und säuberten den Stall. Am Ende mussten wir noch ein Fohlen versorgen. Dabei lernte ich, wie man ein Fohlen halfterführig macht.

 

Als auch dies versorgt war, waren wir fertig für heute. Lucy war so nett und fuhr mit mir einkaufen. (Sie hat ein Auto. Ich habe nur ein Fahrrad zur Verfügung.)

 

Nach meinem kleinen Großeinkauf wusch ich noch meine Wäsche und kümmerte mich mal wieder etwas intensiver um mein Tagebuch.

01.04. Happy Easter!

 

Puuuuh - Wir haben schon April!!  Die Zeit verfliegt leider viel zu schnell beim Reisen! Meistens hat man keine Ahnung welches Datum wir haben, geschweige dem welchen Wochentag. - Ist hier ja zum Glück auch nicht notwendig, da alle Geschäfte sowieso 7 Tage offen haben.

 

Abgesehen davon, wünsch ich euch einen wunderschönen Ostersonntag!

 

Ich habe heute gleich meinen ersten freien Tag. Heute ist einer der wirklich wenigen Tage im Jahr an denen alle Geschäfte geschlossen haben. Somit habe ich mal mein echtes Bett genossen und ausgeschlafen. Beim Frühstück habe ich begonnen mit meinem Mitbewohner zu quatschen. 3 Stunden später kannte ich alles von seiner Reise nach Indien, welche wirklich toll klingt.

Danach habe ich mir das Fahrrad geschnappt und machte mich auf den Weg zum Strand. Schnell bemerkte ich, dass ich einen platten Reifen habe. Daher füllte ich noch mehr Luft in die Reifen. Dies hielt genau für 10 Minuten. Somit machte ich heute ein extra Workout.

Auf Google Maps habe ich einen Abkürzung gesehen, auf welcher ich nicht all zu viel auf der Hauptstraße fahren muss. - Ja wie das so mit Abkürzungen ist, führte mich diese auf eine gesperrte Straße. Nachdem ich eigentlich nur gerade aus muss, habe ich eine andere Straße probiert. Naja diese führte mich mit einem riesen Umweg auf den Strand. Dort musste ich noch 30 Minuten am Strand fahren. (Normalerweise galoppieren wir dort mit den Pferden) . 90 Minuten später als geplant, war ich endgültig am richtigen Strand.

Dort legte ich mich mal für zwei Stunden in die Sonne. Wir hatte ca. 23 Grad aber leider einen richtig kalten Wind.

Danach machte ich mich noch auf den Weg zu einer Wlanbox. (Hier gibt es Telefonboxen, welche für meinen Handyvertrag gratis Wlan haben.) Dort habe ich mir mal einiges für meine kommende Australienreise hinunter geladen.

 

Danach radelte ich noch den restlichen Weg zurück zu meinem Haus.

Dort telefonierte ich mal wieder seit langem mit meiner Mama. Erfreut mich jedes mal wieder. :D

Danach kochte ich mir einen guten Hühnersalat. :)

Abends telefonierte ich noch mit meinem Travelmate von der Südinsel.

02.04.

 

Heute ist mein zweiter Arbeitstag. Wir haben wieder um 08:00 begonnen. Um 08:10 sind wir bereits mit den ersten Pferden an den Strand gefahren. Wir fuhren wieder mit beiden Rennpferden, welche am Wochenende ein Rennen gehen, und ich hatte ein Polopony. Mein Polopony war sehr schlimm und buckelte wieder ganz schön. Daher galoppierte ich ihn ganz viel Vorwärts im ganz tiefen Sand. Dabei wurde er schnell müde und braver. Nach dem Training schickten wir ihn in die Winterpause.

 

Danach fuhren wir mit den Dreijährigen. Diese sahen heute zum ersten Mal Traber, welche doch ganz gruslig sind, da sie keine Reiter auf sich haben, sonder ein Sukly hinter sich.

Am Strand haben wir mit den Pferden im vollen Galopp "Fangen" gespielt. Mit Poloponys macht das gleich viel mehr Spaß, da sie schnell und wendig sind. Nach einer kurzen Wasserpause haben wir noch Kreise mit Galoppwechseln geübt.

 

Vor der Mittagspause hat sich mein "Chef" noch zum ersten Mal auf die zweijährigen gesetzt, welche vor ein paar Tagen zum ersten Mal einen Sattel oben hatten. Sie waren beide sehr brav.

Danach habe ich noch Bekanntschaft mit dem Holzpferd "Tim" gemacht. Dort bekam ich zum ersten Mal einen Poloschläger in die Hand und machte meine ersten Versuche. Dieser Schläger war schwerer als gedacht. Ich glaube ich hab mich nicht all zu schlecht geschlagen. Ich darf die nächsten Tage nicht mehr als 10 Minuten trainieren, da das Handgelenk diese Bewegung nicht gewöhnt ist und daher sehr schnell ins schmerzen beginnen kann.

 

Nach der Mittagspause ritten Lucy und ich noch zwei dreijährige Rennpferde, welche ein Monat Pause hatten.

Am Ende des Tages gingen wir noch einmal an den Strand. Ich ritt ein zweijähriges Rennpferd, welches schon einiges an Training hinter sich hat. Er sah heute zum ersten Mal den Strand, war aber ein großer Schatz.

 

Abends fiel ich schnell ins Bett. Nachdem ich beim Reisen sehr viele Muskeln verloren und einen kleinen Wohlstandsbauch bekommen habe, fällt es mir "relativ“ schwer, körperlich wieder rein zu kommen. (Ich hatte nach diesem Tag einen ganz schönen Muskelkater. Noch dazu, weil wir auf den jungen Pferden eigentlich nur aussitzen im Galopp. - Man weiß nie ob sie gleich stehenbleiben oder zur Seite springen, weil eine Alge sie gleich fressen wird!)

03.04.

 

Mit einem riesen Muskelkater geht es heute gleich um 08:00 an den Strand.

Begonnen haben wir wieder mit dem zweijährigen Rennpferd. Mit dieser Gruppe galoppieren wir nur im tiefen und harten Sand, um erstmals wieder Kraft aufzubauen. Danach machten wir Bekanntschaft mit dem Meer und den grusligen Wellen.

 

Als nächstes kamen die Dreijährigen. Mit diesen galoppierten wir gefühlt 2 Kilometer am härteren Sand, ohne Pause, im vollen Galopp. Meiner begann zu fliegen! - Ich wusste nicht wie anstrengend das als Untrainierte ist!

 

Als nächstes ritten wir wieder die beiden dreijährigen Rennpferde. Diesmal im großen Viereck. Meine Stute ist so faul. Ich bin schon gespannt wie sie sich tut, wenn wir sie laufen lassen!

 

Als letztes gingen wir noch mit den Rennpferden und meinem zukünftigen Polopony an den Strand. Wieder zirka einen Kilometer Trab und einen zurück im Galopp. Mein Pony hebte ab! Ich bin noch nie so schnell galoppiert und das dann gleich direkt am Strand. Ich hatte überall Gänsehaut. :D

 

Bis jetzt habe ich mir Schuhe vom Stall ausgeborgt. Da diese nicht ganz gepasst haben, fuhr ich mit meinem platten Fahrrad zu einem Reitsportgeschäft und kaufte mir Neue. Sie haben hier so viele andere Marken. Ich habe auch gleich einen Reithose probiert, leider passte diese nicht.

 

Anschließend ging ich noch schnell in den Supermarkt nebenan, um mich für eine weitere Woche auszustatten. Danach ging es wieder 25 Minuten zurück.

 

Im Stall habe ich noch schnell die Rennpferde gefüttert und bin noch zirka 10 Minuten auf unser Holzpferd Tim gegangen. Heute funktionierte es schon viel besser. Ich muss mich weniger konzentrieren und es hat richtig Spaß gemacht. :D

 

Abends habe ich noch am Tagebuch gearbeitet, Pizza gebacken und mit meinem Mitbewohner gequatscht.

04.04.

 

Heute haben wir mit den jungen Burschen und den dreijährigen locker am Strand trainiert. Mit den dreijährigen Rennpferden waren wir wieder im großen Viereck und haben ganz viel getrabt und sie auch kurz galoppieren lassen. Dies fiel ihnen ganz schwer auf so "wenig" Platz. Das Viereck ist bestimmt 70 x 70 m groß, aber Rennpferde brauchen Platz.

 

Vor der Mittagspause setzte ich mich noch auf das Holzpferd und bekam einige weitere Tipps von meinem "Chef".

 

Nachmittags kam der Hufschmied. Ich habe für ihn das zweijährige Rennpferd gehalten, da dies den Hufschmied noch nicht ganz vertraut.

 

Danach wurde es richtig interessant. Während ich das Pferd für den Hufschmied hielt, richteten die anderen die drei zweijährigen Poloponys und die Leitstute Amiga her. Mein "Chef" fragte mich ob ich nicht die erste Person sein möchte, die diese Ponys am Strand reitet. Warum nicht!

Am Strand angekommen setzte er sich auf Amiga und nahm die Stute als Beipferd am Strick zu sich. Ich setzte mich langsam auf sie. Mein "Chef" ritt sie vor ein paar Tagen zum ersten Mal außerhalb der Box. Somit war ich die zweite Person und gab ihnen ihren zweiten Ritt. Nachdem Poloponys Brustgurte haben, hatte ich auch gleich einen Anhalteriemen. Mir kann also nicht viel passieren.

Anfangs war ich nur Gewicht. Sie war etwas skeptisch, aber sehr brav! Wir ritten an den Strand in den tiefen Sand. (Dort können sie noch weniger machen, da es für sie richtig anstrengend ist!) Dort trabten wir und galoppierten auch gleich. Sie war immer noch ein braves Lamm! Am Weg zurück gab ich ihr schon ein paar Hilfen, welche sie auch annahm.

Nach einer Abkühlung im Wasser, ging sie wirklich brav zurück zum Truck.

Sie war braver als erwartet.

 

Anschließend feierten wir sie mit Gin. (Typisch für Neuseeland :D)

Abends gabs noch Kartoffeln mit (ich glaube man kann es mit ungesüßten Topfen vergleichen) und Speck. Dabei telefonierte ich noch mit Freunden. :D

05.04.

 

Heute Morgen begonnen wir gleich wieder mit den dreijährigen Rennpferden. Wir trabten einige Runden um die "Rennbahn" am Stall. Anschließend durften sie auch galoppieren. Meine Stute kennt ihren Job genau und wollte daher gleich ganz schnell gehen. Bei einer kurzen Pause erklärte mir Lucy, wie ich ein Rennpferd reite und vor allem bremse, wenn es zu stark wird. Dies probierten wir gleich danach aus. Es funktionierte ganz gut und es war ein ziemlich tolles Gefühl. Ich bin gespannt, wie sie sich am Strand tun, wenn wir sie mal laufen lassen.

 

Weiter ging es mit den zweijährigen Babys. Die Stute war wieder super brav! Am Strand machten wir einen "fliegenden Wechsel" und ich  setzte mich noch auf den Wallach. Selbes Spiel, wie mit der Stute. Mein "Chef" hielt einen Strick, welcher mit auf meinem Pony ist und "reite" ihn. Bei ihm erwartete ich mir, dass er ins Buckeln beginnt. Er hat es auch kurz probiert, war aber nicht erfolgreich, da mein Chef gleich seinen Kopf in seine Stute zog. - Wie ich finde, eine sehr sichere Art ein Pferd einzureiten.

 

Weiter ging es mit dem zweijährigen Rennpferd (den Burschen), welche wir heute nur an die Traber gewöhnten.

 

Zum Schluss kamen noch die Dreijährigen, mit welchen wir die Lenkung übten. Nachdem sie jetzt diese Saison wirklich toll waren, schickten wir sie heute in ihre Winterpause.

 

Am Nachmittag haben wir noch die Decken auf die Pferde gegeben, da wir gerade Herbst haben und die Nächte mittlerweile sehr kühl sind.

Lucy hat mir erzählt, dass wir noch ein paar ganz kleine Fohlen haben. Diese bin ich noch besuchen gegangen und habe dabei noch einige Einjährige gefunden. Sehr herzig!

Nach einem weiteren Training am Holzpferd ging ich noch meine Wäsche waschen und kümmerte mich um die letzte Reise mit meiner Schwester in Australien.

06.04.

 

Heute Morgen ritten wir wieder die beiden Dreijährigen auf unserer Galoppbahn im Stall. Sie waren schon viel ruhiger als gestern. Die Beiden machen richtig Spaß!

Anschließend ritt ich beide Zweijährigen, wieder geführt von meinem Chef. Diesmal blieben wir auf der Galoppbahn und nur im Schritt und Trab. Sie waren wieder so herzig. Alle Pferde hier sind richtig motiviert und arbeitswillig. Macht richtig Spaß!

 

Anschließend hat noch mein Chef die dreijährigen im Viereck geritten, um sie danach in ihre Winterpause zu schicken.

 

Mittags trainierte ich wieder am Holzpferd, während die anderen noch einmal mit den Rennpferden locker zum Strand fuhren.

 

Am Nachmittag hatten wir eine Pause, in welcher ich endlich den Campervan für Australien gebucht habe.

Danach hätte ich noch mein junges Rennpferd trainieren und mit meinem Polopferd zum ersten mal auf dem Feld geübt. Leider war es so windig, dass wir beide nur mehr auf ihr Peddock gestellt haben.

 

Daher hatten wir heute schon früher frei. Ich begann mal ein bisschen die Australienreise zu planen, während ich mit meinem Mitbewohner die Serie "Westworld" schaute.

 

Heute war ein sehr entspannter Tag, das Wetter war wieder sehr neuseeländisch.

 

Morgen geht es mit zwei Pferden zum Rennen. Ich bin schon sehr gespannt!

07.04.

 

Heute ist Renntag und ich gehe auf mein erstes Pferderennen. :D

 

Für uns ging es heute erst um 09:30 los. Wir putzten noch mal unsere zwei Pferde zu Hause, bevor wir zirka 45 Minuten zur Rennbahn fuhren.

Dort angekommen habe ich die Stute ausgeladen und wir haben beide Pferde in einen Unterstand gegeben. Beide waren noch sehr relaxed. Wir konnten sie dort sogar alleine stehen lassen, um ihre Sättel zu holen und ein bisschen das Gelände zu erkundigen. Es erinnert mich stark an die Kriau in Wien. Es gibt ein altes Gebäude und ein Neues. Davor ist die sehr gepflegt Rennbahn. Es gibt keine richtigen Stallungen, aber sehr viele von diesen Unterständen.


Danach polierten wir noch unsere Rennpferde und begannen langsam den Hengst zu satteln. Ich war überrascht, wie schwer dieser Sattel eigentlich ist. Er wurde mit Gewichten aufgefüllt, dass alle gleich schwer sind. Nachdem er manchmal sehr stark werden kann haben Lucy und ich ihn zusammen geführt. Anfangs im "Wartebereich" und dann sogar vorne direkt neben der Rennbahn, wo auch unser bestellter Jockey aufstieg. Danach ging ich rauf, um das ganze Rennen zu sehen.

Er war am Anfang gut, wurde dann aber immer langsamer und kam als Achter ins Ziel. Mein "Chef" meint, dass er besser auf längeren Strecken ist.

Direkt danach haben wir ihn wieder zu Zweit zurück geführt, schnell abgeduscht und ich bin mit ihm noch ein Weilchen Schritt gegangen, dass seine Atmung wieder normal wird.

 

Währenddessen war auch schon unsere Stute dran. Sie führte das ganze Rennen über und wurde leider auf den letzten Metern überholt. Schade, aber trotzenden eine Top Leistung! Gleich danach wurde sie noch geduscht und trocken geführt.

 

Anschließend spendierte unser Chef noch eine Runde Pommes und wir schauten noch schnell beim nächsten Rennen zu.

 

Danach brachten wir sie wieder nach Hause, wo sie gleich auf die Koppel durften.

 

Ich habe am Nachmittag noch weitere Pferderennen geschaut und bin drauf gekommen, dass ich bei der Liveübertragung gesehen wurde. Auch witzig.

Als dies auch vorbei war süchtelte ich noch die Serie "Westworld".

 

Fazit nach der ersten Woche: Der Job ist echt toll und ich lerne wirklich viel dazu, jedoch haben wir sehr viel Freizeit und ich kann dort nicht wirklich was machen, da ich nicht mobil bin. Da ich ein sehr aktiver Mensch bin, ist dies für mich schrecklich. :D

08.04.

 

Heute ist Sonntag, das bedeutet ich habe frei. Somit konnte ich heute wieder ausschlafen und gemütlich frühstücken.

 

Anschließend machte ich mich auf den Weg nach Christchurch. Jaaa, mit dem Auto wären es nur 20 Minuten, ohne wird es leider komplizierter. Begonnen mit 30 Minuten gehen, gefolgt von 1,5 Stunden Busfahren. (Inklusive einmal umsteigen)

Gelandet bin ich dann in einem Einkaufszentrum, da ich noch ein paar Gewandstücke von mir ersetzen muss. - Ich habe Kleidung für 8 Tage bei mir. Dies ist komplett durchgemischt von sehr dünnem Sommertshirt bis zu Thermoleiberl über Stumpfhose bis zur schönen Fortgeh-Shorts. Wenn wir einige sehr kalte Tage haben, müsste ich nach 3 Tagen wieder Tshirts waschen. Daher ist einiges in den letzten Wochen sehr abgenutzt worden und echt nicht mehr tragbar. Unter anderem ist meine Regenjacke nicht mehr wasserdicht.

Somit hieß es erstmals shoppen. :D Gut, dass gerade Sommerschlussverkauf ist! Ich habe vor ca. einem Monat ziemlich coole Sachen gesehen, welche ich aber nicht mit mir herum schleppen wollte, denn jedes Teil, welches ich kaufe, muss ich auch tragen. Daher sei gut überlegt, ob ich es wirklich brauche. :P

Beim Shoppen war ich leider weniger erfolgreich. Ich konnte nur meine Wanderhose und meine Kappe ersetzen und fand neue Shorts, da ich nur mehr eine passende habe.

Ich konnte auch einen neuen Objektivschutz für meine Linse finden. Mein Alter ist mittlerweile sehr mitgenommen, da ich die Kamera wirklich überall dabei habe.

 

Danach setzte ich mich zum Wlan und arbeitete ein bisschen am Laptop.

 

Zu Mittag gab es endlich wieder Sushi. Es ist einfach überall so gut und billig hier. :D

 

Nachmittags ging ich noch schnell im Supermarkt einkaufen und machte mich dann wieder auf den Heimweg.

Zwei Stunden später war ich endgültig zu Hause. Dort machte ich mir noch einen guten Salat und einen Mikrowellen-Beefpie.

09.04.

 

Arbeitsbeginn war um 07:30. Begonnen haben wir wieder mit unseren dreijährigen Rennpferden, welche schon viel Kondition bekommen haben. Weiter ging es mit den Zweijährigen, welche ich zu erst noch mit Führstrick getrabt bin und am Ende ganz frei. Die Beiden lernen so schnell und sind so brav. Das macht richtig Spaß!

Zuletzt ritten wir noch das zweijährige Rennpferd und seinen Freund auf der Trabrennbahn. Beide haben noch recht wenig Kondition, aber diese wird jetzt schnell aufgebaut!

 

Nachmittags kam der Hufschmied, welchem ich geholfen habe. Danach ging ich noch aufs Holzpferd. Währenddessen begann es sich so richtig schön einzuregnen. Aufhören soll es wieder in 4 Tagen. Jejj :(

Eigentlich hätte ich heute zum ersten Mal vom Pferd aus Polo spielen sollen, jedoch geht dies beim Regen nicht, da es zu rutschig ist.

 

In Neuseeland wird bei Regen, Wind oder zu viel Hitze nicht gearbeitet. Daher hatten wir schon früher aus. Nachdem es nicht nur nass sonder auch kalt (10 Grad) ist, haben wir den Ofen in unserem Haus eingeheizt. - Da Neuseeländer ihre Häuser nicht dämmen war es heute drinnen kälter als draußen. - Seit diesem Moment hat man mich nirgendwo anders außer kurz unter der Dusche und in der Küche gesehen. Ich liebe diesen Ofen. Besonders geil wurde es, als es draußen so richtig zum Schütten begonnen hat. :D

10.04.

 

Nachdem wir heute morgen 6 Grad und 100% Regen haben, bekamen die Pferde und wir einen freien Tag. Wir haben noch zwei Jährlinge reingeholt, da die Beiden ab morgen "Arbeitsbeginn" haben. Eine von beiden ist richtig herzig!

 

Danach habe ich mich umgezogen und Lucy war so lieb und hat mich im Zentrum von Christchurch abgesetzt. Obwohl ich wirklich warm angezogen bin war es so eisig kalt. Daher ging ich gleich einmal zum H&M und kaufte mir Handschuhe. Danach spazierte ich noch ein bisschen in der Stadt herum. Ich bin so beeindruckt von Christchurch. An der einen Ecke sieht man die komplett zerfallenen Häuser, wo teilweise nur mehr eine Mauer steht und daneben ist eine höchst moderne Kontainerkleinstadt. Man findet überall so coole Kaffees, Restaurants und sehr moderne Gebäude. Diese Stadt ist eine perfekte Kombination von modern und geschichtsträchtig.

 

Als es dann noch zum Hageln begonnen hat, habe ich mich in ein Kaffee gesetzt. Dort habe ich mich mit einem sehr netten Mädel aus Kärnten getroffen. Da ich ein bisschen redebedürftig bin, habe in einer Facebookgruppe gefragt, ob jemand in der Stadt ist und etwas unternehmen möchte. - Das ist hier normal.

Sie reist alleine in Neuseeland herum und hat noch die Südinsel vor sich. Daher habe ich ihr einige Tipps geben können. Es war richtig nett und gleichzeitig komisch wieder mit jemanden persönlich Deutsch zu sprechen.

 

Danach ging ich noch alleine in ein richtig gutes Restaurant. Es war ein großer Raum mit vielen verschiedenen "Streetfoodlokalen". Von Chinesisch über Mexikanisch bis zu Burger gab es alles. Ich aß mal wieder einen richtig guten Burger.

 

Etwas später habe ich mich auch hier mit einem Mädchen aus Facebook verabredet. Sie ist auch alleine seit 5 Monaten in Neuseeland unterwegs.

 

Anschließend wollte ich noch ein bisschen die Stadt erkunden, jedoch war es so eiskalt, dass ich wieder zurück gefahren bin. Um diese Uhrzeit dürften alle Schule aus haben. Daher habe ich ganz viele Schuluniformen gesehen. Teilweise ganz nett und teilweise echt schrecklich. :o

 

Wieder zurück im Haus bin ich noch schnell auf unser Hozpferd Tim gegangen und habe Polo spielen geübt bis es wieder so richtig geschüttet hat. Dann bin ich noch mit den Jährlingen kuscheln gegangen.

 

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich wieder neben unserem Ofen.

11.04.

 

Als der Wecker um 06:50 klingelte, zeigte die Temperaturanzeige genau 4 Grad und es schüttete sehr!

Trotzdem mussten die Pferde irgendwie bewegt werden, da sie gestern auch schon einen Stehtag hatten. Somit zog ich mir 3 Jacken und zwei Hosen an und ging hinaus in den Regen.

Nachdem zwei Pferde neue Decken bekommen haben, da ihre alten nicht mehr wasserfest sind, ging es auch schon mit den Pferden los. Wir haben nur die Rennpferde bewegt, da es dann doch zu grauslich für die Babys war.

Der Boden bestand aus mehr Lacken und Wasser als sonst was. Zu Hause würden wir nur herum rutschen, aber der Boden hier hat mich beeindruckt. Es war so fest, dass wir trotz den unglaublichen Mengen an Wasser perfekten Halt hatten. Dies faszinierte mich wirklich!

Nachdem die Pferde das Meer gewohnt sind, waren auch die Lacken kein Problem für sie. Daher konnten wir sie fast "normal" auf unserer Galoppbahn trainieren.

Als wir von den letzten Pferden abgestiegen sind, hat es wieder so richtig ins regnen begonnen.

Daher putzte ich noch die Jährlinge, welche wir gestern rein geholt haben. War echt spannend, da diese Beiden erst lernen müssen, dass es nicht schlimm ist überall am Körper angegriffen zu werden. Hony war super brav und genießt diese Aufmerksamkeit und Belle wurde auf einer Seite richtig aggressiv.

 

Anschließend gingen wir wieder ins Haus und spielten eine Runde Frakel und danach sortierte ich stundenlang wieder meine Neuseeland-Bilder, da wir warteten, dass der Chef die restlichen Pferde bewegen möchte. Um 16:00 bekamen wie die Nachricht, dass das Wetter nicht mehr besser wird und wir nur mehr füttern sollen. Naja, gesagt getan.

Ich ging dann noch aufs Holzpferd ein bisschen Polo spielen.

Nachdem ich immer noch sehr motiviert war und mein Schrittzähler keine besonders hohe Zahl anzeigt, und das Wetter endlich aufzog, ging ich noch eine Runde laufen. Meine Kondition ist so schlecht wie erwartet. :/ - Wenn ich nach Hause komme wird auf jeden Fall daran gearbeitet! Danach ging es noch in die warme Dusche und vor den Fernseher. :D

12.04.

 

Heute Morgen war es immer noch kalt, aber wir sahen die Sonne. :D

 

Begonnen haben wir gleich mit den Rennpferden. Als wir sie von der Koppel geholt haben, kamen sie uns wiehernd entgegen getrabt. - Das finde ich hier so faszinierend. Die Pferde sind so freundlich und freuen sich richtig auf die Arbeit. Ich habe so etwas noch nie erlebt! Nachdem sie hier eine eher spielerische Art mit den Pferden haben und wirklich auf sie hören, zeigt sich das in ihrem Gemüt wieder. (Sie bekommen auch immer wieder einige Monate frei) Die Pferde folgen aber auch wirklich brav und sind kaum schreckhaft. Das kann ich mit nach Hause nehmen!

 

Die Stuten waren sehr fleißig auf der Galoppbahn unterwegs und mit dem Wallach habe ich ein bisschen "Rennpferdedressur" im Viereck gemacht. Es ist immer sehr schwer ihn von seinem Freund zu trennen, aber dies hat ihm richtig Spaß gemacht. :)

 

Danach bekamen die Jährlinge ihre Aufmerksamkeit beim Putzen üben und sie haben auch mal das Gefühl, eine Trense im Mund zu haben, kennengelernt.

 

Anschließend fuhren wir mit den Rennpferden und einem sehr jungen Polopony an den Strand. Ich ging mit dem Polopony im tieferen Wasser spazieren, während die anderen die Rennpferde trainierten.

 

Als Letztes waren die Zweijährigen dran. Mit ihnen fuhren wir auch an den Strand. Ich konnte beide frei (ohne Strick) traben und galoppieren. Sie gingen auch ins Wasser und haben kleine Aufgaben, wie über Algen/Holzstämme und alleine durch Schilfgänge gehen gut gemeistert. Somit bin ich meine ersten Pferde eingeritten. :D

 

Im Stall hat endlich das Wetter mitgespielt und ich konnte zum ersten mal vom Pferd aus "Stick'n'Ball" spielen. - Das was ich die ganze Zeit am Holzpferd trainiert habe. - Es war ganz anders, da mein "Schläger" ein bisschen länger war, als bisher. War trotzdem sehr lustig!

 

Nachmittags sortierte ich die letzten Bilder von Neuseeland. Fazit: 4.000 gelöschte und 2.000 habe ich behalten. Jetzt fehlt nur mehr Australien. :O - Freiwillige? :P

13.04.

 

Als erstes waren wieder die jungen Rennpferd-Stuten dran. Meine war sehr übermotiviert und wurde aber auch schnell müde.

 

Danach fuhren wir mit den zwei Rennpferden und einem Polopferd für mich an den Strand. Ich konnte dort zum ersten Mal so richtig Polo spielen und dem Ball im Galopp nachwetzen. Mein Pferd ist ein Profi und hat sich voll hineingesteigert. Sie verfolgte den Ball fast ganz allein und ich musste ihn "nur" mehr den Strand entlang spielen. Es ist gar nicht so leicht dieses kleine Bällchen im vollen Galopp richtig zu erwischen, macht aber richtig Spaß! :D

 

Anschließend ritten wir noch die Zweijährigen auf unserer Galoppbahn. Sie waren so unglaublich brav, dass sie morgen ihren letzten Arbeitstag haben.

 

Zuletzt ritt ich noch ein bisschen Dressur mit dem Rennpferdewallach. Der war auch so brav, dass er jetzt wieder in die Winterpause kommt. Da er noch wächst und geistig noch ein bisschen Zeit braucht.

 

Anschließend hatten die neuen Jährlinge, welche wir vor ein paar Tagen frisch von der Koppel geholt haben, zum ersten Mal Decken drauf bekommen. (In der Nacht kühlt es doch schon auf 2 Grad ab.) Nachdem sie die Decken den ganzen Tag drauf hatten und sie auch schon von früher ein bisschen kennen, stellten wir sie noch in ein Peddock. Am Weg dort hin eskalierte meine ein bisschen, hat sich aber schnell wieder gefangen. Auf der Koppel tobten sie einmal 20 Minuten wie wild herum.

 

Nachmittags hatten wir dann frei, da alles bereits erledigt war. Dies habe ich zum Wäsche waschen genutzt.

 

Abend habe ich noch mit meinem Mitbewohner Filme geschaut und bin meiner neuen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen. - Feuer im Kamin machen und beobachten. :)

14.04.

 

Heute haben wir eigentlich ziemlich das selbe wie gestern gemacht. Alle waren super brav und mein Polo am Strand wird immer besser. :D Die ganz Jungen wurden heute auf verdiente Winterpause geschickt.

 

Nachmittags haben wir noch einmal die Jährlinge auf die Koppel gestellt. Die Beiden lernen schnell und waren heute schon viel ruhiger.

Danach haben wir noch alle Sattelsachen geputzt und vom Salz und Sand entfernt. Nachdem wir in die Koppeln noch neue Heuballen geworfen haben, war der Tag auch schon wieder vorbei.

 

Nachdem das Wetter sehr schön ist, legte ich mich noch in den Garten. (An den Strand fahren zahlt sich leider nicht mehr aus :/ )

 

Abends gab es wieder gute Kartoffeln mit Speck und Hummus.

15.04.

 

Heute Morgen ging es mit den zwei Rennpferden und meinem Polopferd an den Strand. Dort übte ich wieder fleißig Polo spielen. Es wird immer besser! :)

 

Am Heimweg vom Strand (ca. 15 Minuten) stoppten wir bei der Bäckerei und gingen frühstücken. Die Pferde warteten daweil im Truck am Parkplatz. Ich hatte einen ofenfrischen Pie mit Speck und Ei. - wirklich genüsslich!

 

Anschließend versorgten wir die Pferde und hatten den Rest des Tages frei.

 

Ich fuhr mit meinem Mitbewohner zur Rennbahn. Dort war ein Sonntagsmarkt. Er arbeitet seit er ein kleines Kind ist auf dieser Rennbahn und hat mir darum alles ganz genau zeigen und erklären können. Wir gingen einmal über alle Bahnen. Es gibt eine Bahn nur fürs Rennen, eine Gras-, Asche- und Sandtrainingsbahn. Das war spannend, denn jede wird für etwas anderes verwendet. In der Mitte war auch eine große Wiese für "Dressur". Des Weiteren gab es eine Rennbahn mit Sprüngen und einem kleineren, abgezäunten Platz in der Mitte, welcher kleine Sprünge zum üben hatte. Alles waren massive "Geländesprünge". Die meisten hatten weiche Matten davor, falls die Pferde sich in der Höhe oder Distanz verschätzen. Die richtigen Sprünge für Renntage waren massiv! zirka 3 Meter weit und 1,80 hoch, jedoch bestehen die oberen 50 cm nur aus Busch, wo die meisten Pferde einfach durch springen. Trotzdem hat es einfach massiv ausgeschaut, wenn man bedenkt, dass die Jockys im 3 Kilo Jockysattel mit super kurzen Bügeln springen.

Danach habe ich noch das Schwimmbad für die Pferde und einige Roundpens und Stallungen gesehen. Das war wirklich interessant, mal so genau in eine "fremde Welt" einzublicken.

 

Danach gingen wir noch auf den Markt direkt neben der Rennbahn. Hier konnte man einfach alles kaufen. Von Süßigkeiten über Socken zu allen möglichen Werkzeugen. Teilweise erinnerte es mich ein bisschen an einen Flohmarkt. Es gab auch ganz viele Essensstände mit vielen, für mich neuen, Dingen. Ich hatte zu Mittag ein Hotdog auf neuseeländische Art. Sie geben hier ein Würsterl auf einen Stab, Kartoffelteig darum und frittieren es. Es hat sehr interessant und gut geschmeckt. Des weiteren war es nicht nur gut, sonder so billig. Ich habe für mein Hot Dog 1,45€ gezahlt, es gab aber auch 10  Mini Dounuts um 2,30€. Hat mich schwer beeindruckt.

 

Danach fuhren wir noch in einen Park und spazierten herum. Mein Mitbewohner war einmal als Kind dort und wollte einen bestimmten See wieder finden, leider erfolglos.

 

Anschließend wollten wir noch etwas machen, da die Sonne scheint, jedoch geht so ein starker Wind, dass es trotzdem sehr kalt ist. Darum fuhren wir zurück ins Haus. :)

 

Dort war zum Glück noch der Ofen an. In Neuseeland dämmen sie ihre Häuser nicht und haben meistens auch keine Heizung. Das einzige ist ein Kachelofen, meist nur im Wohnzimmer. Daher ist es immer so eisig kalt im Haus. Meist kann ich in der Früh sogar meinen eigenen Atem sehen.

16.04.

 

Heute Morgen ging ich mit beiden dreijährigen Rennpferdstuten und meinem Chef noch einmal an den Strand. Er galoppierte mit seinen Rennpferden weiter als ich, da seine fitter sind.

Die Erste war super brav und gehorsam. Sie hat den Strand sehr genossen, blieb aber in einem sehr ruhigen Galopp. Die Zweite war anfangs noch sehr gelassen, hat dann aber ins puschen begonnen. Somit galoppierten wir ungefähr 3/4 ihres vollen Galopps am Strand. Dieses Gefühl war unglaublich. Mir kamen Tränen vor Glück und jede Menge Gänsehaut. Obwohl es wirklich schnell war, fühlte ich mich sehr sicher, da sie sich jederzeit bremsen lassen hat. Ich will bitte nocheinmal.

 

Danach habe ich noch den Stall gesäubert und allen Pferden Abend gefüttert.

 

Nachmittags habe ich meine ganze Wäsche gewaschen und begonnen meinen Rucksack zu packen. Mittlerweile bekomme ich Platzprobleme in diesem.

 

Abends brauchte ich noch meine Reste von den Spagetti auf und bekochte meinen Mitbewohner, welcher sich sehr freute.

17.04.

 

Heute war mein letzter Arbeitstag in der Poloschule.

Ich richtete in der Früh alle Pferde her. Eine Stunden nachdem wir hätten losfahren sollen, kam mein Chef und teile mir mit, dass sich der Plan geändert hat. Somit brachte ich wieder alle Pferde auf die Koppel. Danach holten wir noch seine Nachbarin und Frühstück. (Einen frischen, geilen egg & bacon pie) Alle zusammen fuhren wir nach Akaora zu einem "Trainigsrennen" von einem seiner Youngsters. Es ist eine zweijährige, namenlose Stute, welche er zu einem anderen Trainer geschickt hat, da sie zu frech war.

 

Dort putzte ich sie und danach hieß es warten, bis unser Rennen war. Ich sattelte und zäumte sie. Bis dahin war sie soo cool und relaxed, dass ich mir nicht viel erwartete. Kurz vor ihrem Rennen führte ich sie in den "Aufwärmring" und plötzlich war sie auf 10.000. Sie wurde so stark und tanze nur neben mir, bis schließlich ein Freund von meinem Chef kam um mir zu helfen. Als ich noch dem Jockey aufs Pferd geholfen habe, ging es auch schon los für sie.

Sie lief die 900 Meter und war großteils Dritte. Auf den letzten Metern zog sie an allen vorbei und gewann das Rennen. War ziemlich geil, da es ihr erstes "Rennen" war. Als ich sie danach wieder entgegennahm wurde ich gleich von zwei Leuten nach ihrem Namen und Details gefragt. Sie war natürlich wieder auf 10.000 und sehr stark. Irgendwie habe ich sie alleine in ihren "Stall" gebracht, wo sie sofort wieder super brav war. Aus ihr könnte einmal etwas ganz großes werden. Ich bin gespannt!

 

Wieder im Stall angekommen, habe ich den Pferden noch ihr Abendessen gegeben und mich verabschiedet.

 

Nachdem heute ein richtig toller Tag war und mir die "Rennwelt" sehr gut gefällt, war ich mir zu diesem Punkt noch nicht sicher, ob mein weiterer Schritt der Richtige ist. Ein weiterer Grund ist, dass es ein großes Ziel war ein Rennpferd im vollem Galopp zu reiten. Leider konnte ich dieses Gefühl nicht bekommen. - Also falls jemand von euch Connections hat, würde ich mich riesig freuen!

 

In weiterer Folge habe ich meine Koffer fertig gepackt, meine Bettwäsche gewaschen und auf meinen Mitbewohner gewartet. Von diesem konnte ich mich auch noch verabschieden.

Witzigerweise haben dann mein Chef und mein Mitbewohner sich darum "gestritten" wer mich zur Reitschule bringt.

 

Schlussendlich führte mich mein Chef persönlich zurück zur Reitschule, wo vor einiger Zeit meine Reise auf der Südinsel begann.

Am Weg machte er mir noch ein sehr tolles Jobangebot für nächste Polosaison.

 

Im Reitstall angekommen war es ein ganz schön komisches Gefühl wieder die Einfahrt entlang zu spazieren. Alle empfingen mich sehr herzlich und familiär.

Zurzeit befindet sich hier noch ein französisches Pärchen und eine Helferin, welche seit Jahren hier reitet. Nach einigem Quatschen gab es auch schon wieder ein köstliches Abendessen.

 

Abends habe ich noch ewig mit meiner Zimmerkollegin (dem Mädel, dass hier seit Jahren reitet) über Gott und die Welt gequatscht.

 

Nach einer guten, warmen Dusche kuschelte ich mich in meine Heizdecke.

18.04.

 

Heute Morgen ging es wieder um 08:00 los. Ursprünglich war ein Ausritt mit 60 Kindern geplant. Dieser war mit Jetboot fahren verbunden. Da der Fluss zur Zeit zu hoch und stark für die Jetboote ist, wurde es spontan um 08:30 auf morgen verschoben. Dies war natürlich ein großes Problem, da wir alle Helfer für heute organisiert haben. Naja, Neuseeland.

 

Nebenbei ist in dieser Reitschule gerade ein Kindercamp. (Der Hauptgrund, warum ich hier bin.) Dafür richteten wir mal alle Ponys her.

Nach einer Begrüßung und einem Namensspiel bekamen alle Kinder einen "Buddy" zugeteilt, der genau wusste wer welches Pferd ist und sich schon ein bisschen besser auskennt. Danach wurden alle Pferde hergerichtet. Alle reiten gleichzeitig, aufgeteilt in 4 Gruppen. Ich habe eine Gruppe mit 5 Kindern gehabt. Alles komplette Anfänger. Alle Ponys wurden von anderen Helfern geführt und ich habe eine ganze Ponystunde gemacht. Ich muss zugeben, dass ich ganz schön stolz auf mich bin, da ich die ganze Stunde absolut keine Probleme mit meinem Englisch hatte. Meist musste ich nicht einmal mehr nachdenken, da ich den ganzen Tag über nur Englisch geredet und gedacht habe. Die Kinder haben alle gut verstanden und hatten großen Spaß. Am Ende haben wir noch ein paar Spiele mit den Pferden gespielt. (Donner, Wetter Blitz und ein Buchstabenspiel) Es hat mir natürlich großen Spaß gemacht.

 

Danach haben wir alle Pferde abgesattelt, gefüttert und Wasser angeboten. Anschließend haben die Kinder ihr Mittagessen gegessen.

Nachmittags haben wir wieder alle Pferde gesattelt und sind mit den Kindern auf einen einstündigen, geführten Ausritt gegangen. Mit meinem Kind habe ich einiges über das neuseeländische Schulsystem gequatscht. Sehr interessant, da es sehr anders ist, als unseres.

 

Nachdem alle Ponys wieder in ihren Peddocks waren, gab es noch eine kleine Theorieeinheit über Sattel und Zaumzeug. War auch neu für mich Alles in Englisch zu lernen. Mit einem Spiel danach merkten sich auch die Kinder alle Begriffe.

19.04.

 

Heute Morgen richteten wir als erstes alle Ausreitpferde her, da wir auf den Tag verteilt Ausritte mit 60 Kindern haben.

 

Danach kümmerte ich mich gemeinsam mit meiner "Chefin" um die heutigen 14 Kinder. Als erstes spielten wir wieder das Namensspiel. Hier können die Kinder auch nur tageweise kommen, wodurch wir täglich ganz viele Neue haben. Nachdem wir alle Regeln erklärt und die Pferde zugeteilt haben, richteten die Kinder unter meiner Aufsicht alle Ponys her. Danach habe ich wieder mit den Anfängern die Reitstunden gemacht.

Meine Chefin hat mit den bisschen Fortgeschritteneren Trabstangen und Mini Sprünge gemacht und eine weitere Reitlehrerin hat eine Springstunde für die Fortgeschrittenen abgehalten.

 

Danach gab es wieder BBQ zu Mittag.

 

Nachmittags habe ich mit meinen Kindern ganz viele Spiele auf den Ponys gespielt. (Donner, Wetter und Blitz / Sesseltanz, ...) Wir hatten viel Spaß und die Kinder haben mir ganz brav bei den englischen Reimen geholfen.

Währenddessen hat meine Chefin mit den fortgeschritteneren Kinder ein "Springturnier" abgehalten. Alle waren natürlich ganz aufgeregt.

 

Danach gab es eine große Siegerehrung.

 

Ich finde es toll, dass die Kinder mich richtig integrieren und es sogar schön finden, wenn sie mir die Reime und alles auf Englisch erklären können. Das gibt einem echt ein tolles Gefühl. :D

 

Nachdem wir noch alles weggeräumt haben und die Pferde versorgen waren, waren alle fix und fertig, da es ein richtig anstrengender Tag war, welcher aber echt viel Spaß gemacht hat. :)

20.04.

 

Morgens um 08:30 kamen wieder alle Kinder. Nach der täglichen Routine (Namensspiel, Regeln erklären und "morning tea"), bekamen die Kinder wieder ihre "Buddys" und richteten alle Pferde her.

 

Ich habe wieder die Anfängerstunde gemacht. Heute waren es sogar sechs Kinder, welche teilweise kaum reiten wollten, daher waren sie ein bisschen anstrengend, da sie sich nicht richtig bemühten. Naja, trotzdem haben alle Kinder einiges dazu gelernt.

Am Ende haben noch alle drei Reitgruppen zusammen "Sesseltanz" mit Pferd und Autoreifen gespielt. Das hat Allen riesen Spaß gemacht.

 

Danach gab es Mittagessen und kurz eine "Kinderpause".

 

Danach wurden wieder alle Pferde gesattelt. Die Fortgeschrittenen durften für sich allein Reiten. (Natürlich unter Aufsicht!). Die Anderen gingen auf eine Schnitzeljagt. Einige wurden geführt, und einige konnten alleine reiten. Wir gingen hinunter zum Fluss, wo die Kinder Eier finden mussten. In diesen Eiern waren Zettel mit Tipps zum nächsten Ziel. Die Zettel ergaben am Ende ein großes Puzzle. Nach einer Stunde waren wir wieder zurück im Stall. Die Kinder habe das Puzzle schnell gelöst und alle Schokoeier im Heulager gefunden.

 

Danach gab es auch noch welche für uns. :D

 

Nachdem wir alles verstaut, und uns selber geduscht haben, gab es noch Abendessen. :D

 

Danach haben wir noch Eis gefunden und Frakel gespielt. Das war eine richtig lustige Runde. :)

21.04.

 

Heute ist Samstag, das bedeutet, dass wir kein Kindercamp haben.

Ich habe daher am Vormittag frei bekommen und konnte so richtig ausschlafen. (Ich war trotzdem schon um 6:00 wach.)


Somit konnte ich mal all meine angestauten Sachen am Computer erledigen.

 

Mittags half ich dann bei den Ausritten mit und bekam spontan auch einen Ausritt mit einem australischen Paar hinein. Diese Beiden waren sichtliche Motorradfahrer und ich hätte mir nie gedacht, dass sie etwas mit Pferden zu tun haben wollen. So kann man sich in Menschen täuschen. Sie waren für eine Woche in Christchurch und haben ihren letzten Tag am Pferd genossen. Wir haben zur Zeit wieder traumhaftes Wetter.

Ich werde ab Freitag mit meiner Schwester von Darwin über Alice Springs und Adelaide nach Melbourne reisen. Diese Beiden kommen aus Adelaide und haben uns gleich eine privat Tour durch Adelaide angeboten. Weiteres haben sie mir einige Tipps für unsere Route geben können. Sie haben uns auch vor den Aborigines gewarnt. Diese sollen besonders aufdringlich und kriminell in den Nationalparks sein. Wir sollen nach Sonnenuntergang unser Auto nicht mehr verlassen. Und ich dachte wir müssen dort nur auf alle giftigen Tiere aufpassen. - Ich hoffe nicht, dass wir 100% Australien erleben werden ...

 

Jedenfalls habe ich es sehr genossen mal wieder auf einem Ausritt im schönen Christchurch zu sein. :)

 

Nachmittags hatte ich noch 7 Kinder, welche einen geführten Ausritt hatten. Ich liebe es mit den Kindern über ihr alltägliches Leben wie Schule, Sport und Co zu quatschen.

 

Abends ritten wir noch die Pferde ohne Sattel zurück in ihr Paddock.

 

Den Sonnenuntergang habe ich mit dem Stallhund unten am Fluss genossen.

Nach dem Abendessen haben wir noch Frakel gespielt. Das war eindeutig die lustigste Runde bisher! :D

22.04.

 

Der Tag startete mit einem Ausritt um 10:00. Als wir alle Pferde herrichteten, sahen wir ganz viele Helikopter über dem Fluss und hörten auch einige Jetboote, da dort heute ein Rennen statt fand.

 

Es war ein zweistündiger Ausritt für Fortgeschrittene. Daher konnten wir auch galoppieren, was mir besonders Spaß macht. Wir gingen auch zum Fluss, welcher sich im letzten Monat so stark verändert hat. Er hat einen neuen Seitenarm bekommen, wodurch wir kaum mehr hinein gehen können. Natur...

 

Danach versorgten wir die Pferde, da keine weiteren Ausritte anstanden.


Heute Abend verlässt uns leider das französische Paar. Davor fuhr ich mit ihnen noch an den Strand, wo wir ganz lange Ball spielten. Anschließend fuhren wir noch zu einem richtig geilen Pizzarestaurant.

Zum Abschluss zeigte ich ihnen noch die Red Zone. (Dort wo ich bereits zweimal Früchte ernten war.) Leider war es mittlerweile zu kalt für das Obst und wir fanden nur zwei Äpfel, eine Zitrone und eine Frucht, die ich nicht kannte.

 

Bevor sie sich auf den Weg machten, setzten sie mich noch im Reitstall ab. - War sehr schön euch kennen gelernt zu haben!

23.04.

 

In Neuseeland hat man alle acht Wochen zwei Wochen frei. Daher geht das Kindercamp in die zweite Runde. :D

 

Heute ist der erste Tag, daher haben wir gleich in der Früh alles, angefangen von "Wie miste ich die Koppel von meinem Pony aus" zu "Wie sattle ich mein Pony", ganz genau besprochen. Danach haben meine Chefin und ich alle Kinder longiert, um ihren aktuellen Stand zu sehen. Eine weitere Mitarbeiterin ist mit den Kindern alles von der Theorie bis zur Praxis durchgegangen. Fand ich ein sehr gutes System, da alle Kinder dadurch stets beschäftigt sind.

 

Anschließend gab es Mittagessen und wir teilten allen Kindern Ponys und Partner zu. Danach richtete ich mit den Kindern alles für das Spiel "Flagrace" her.

Nachdem jedes Kind ein Pony und einen Helfer hatte, konnte es los gehen. Die Kinder mussten von einer Seite der Arena zur Anderen, eine Gerte aus dem Reifen holen und wieder zurück. Wir spielten das in verschiedenen Gangarten und alle hatten großen Spaß. Nach einer weiteren Runde Donner Wetter Blitz wurden die Ponys in ihren Feierabend geschickt.

 

Danach gab es noch eine kleine "Siegerehrung".

 

Zum Abschluss des Tages haben wir noch die Pferdefarben durchgemacht. Ich habe genau 4 der 15 Pferdefarben erkannt, der Rest war ein Buchstabensalat, den ich definitiv nicht identifizieren kann. - Ich fühle mit jedem Reitanfänger und werde Dinge zu Hause bestimmt anders erklären.

24.04.

 

Begonnen hat alles wie üblich mit einer Reitstunde in der Früh. Ich hatte vier Kinder, welche bereits alleine lenken konnten. Daher haben wir das ganz fleißig geübt.

Danach haben wir mit allen zusammen Sesseltanz mit Pferd und Autoreifen gespielt. Hat allen großen Spaß gemacht.

 

Nach dem Mittagessen haben wir einen großen Hindernissparcours im ganzen Viereck aufgebaut. Es waren ganz andere Hindernisse wie zu Hause. Unter anderem mussten die Kinder am Pferd durch einen Fahrradreifen schlüpfen. Es ist genauso schwer wie gedacht. Danach einen Ball auf einem Löffel zu einem Kübel transportieren. Weiter geht es mit einem Rächen, mit welchen man 8 Wasserflaschen umwerfen muss. Danach folgte ein kleines Labyrinth, Trabstangen und ein Slalom. Hat man das geschafft, musste man einen Bohnensack in einen Kübel werfen, über einen kleinen Sprung springen und um drei Tonnen reiten. Es war für manche ganz schön anspruchsvoll aber ein riesen Spaß!

 

Abends wollte ich noch mit zwei Mädels ausreiten gehen. Leider bekam mein Pferd Kolik, daher durfte ich mal ein Weilchen spazieren gehen und auf sie aufpassen. Nach 3 Stunden und einem Besuch vom Tierarzt ging es ihr wieder besser.

Anschließend habe ich mich noch mit ein paar Mädels verquatscht und wir haben einen Vogel vor der Katze gerettet.

 

Abends habe ich noch mit meiner Zimmerkollegin ganz lange über Poetryslams gequatscht.

25.04.

 

Morgens begann alles wie die letzten Tage. Danach unterrichteten wir wieder in drei Gruppen. Ich bekam die selben Kinder wie gestern und konnte daher super die gestrige Stunde fortführen. Danach haben wir noch kleine Rennen gemacht. Langsamster/Schnellster und Schritt/Trab, wobei die Kinder immer großen Spaß haben und lernen ihre Pferde zu steuern.

 

Nach einem Mittagessen gingen wir mit den Kindern auf einen einstündigen Ausritt.

 

Anschließend haben wir noch die Teile des Pferdekörpers durchgemacht. Was für mich besonders interessant ist, alles in einer neuen Sprache zu lernen.

Des weiteren übten wir gleich die Namen der Bürsten inform eines lustigen Spiels, wo ich auch mitspielen musste. Meine Gruppe gewann. :P

 

Abends versorgten wir noch alle Trekkingpferde und säuberten den Stall.

 

Abends wusch ich noch meine Wäsche und begann mal alles für meine Weiterreise vorzubereiten. - Ich habe langsam ein Problem... Ich möchte hier nicht weg. :(

26.04.

 

Heute ist mein letzter Tag in Neuseeland und wir haben wieder traumhaftes Wetter. In der Früh Frost und zu Mittag 20 Grad. :)

 

Morgens haben wir wieder alle Kinder begrüßt und die Gruppen-/Pferdezuteilung gemacht. Ich hatte wieder meine Gruppe von den vorherigen Tagen. Wir haben wieder traben und lenken geübt. Da heute offiziell "Jumpingday" ist, übten wir auch den leichten Sitz. - Wie meine Schüler aus Wien, die mein Tagebuch lesen, merken ist der Unterricht hier ganz anders aufgebaut, als zu Hause. Die Kinder beginnen nicht an der Longe, sonder gleich frei und kommen für neue Dinge, wie eine schnellere Gangart, an die Longe. Beide Varianten haben seine Vor- und Nachteile.

 

Zu Mittag gab es wieder ein großes BBQ für alle Helfer. Finde ich eine sehr nette Idee!

 

Danach gab es wieder ein kleines "Springturnier" für die besseren Reiter. Ich habe mit den Anfängern ganz viele Spiele, wobei sie lernen eine bessere Kontrolle über ihr Pony zu bekommen, gespielt.

 

Nachmittags gab es dann eine kleine Preisverleihung und ich verabschiedete mich von allen Kindern und Kollegen.

 

Danach ging es ans Kofferpacken. Ich habe sogar alles irgendwie in meinen Rucksack bekommen. - Was für ein Wunder!

 

Abends gingen wir noch richtig gute Burger essen und um 20:00 legte ich mich schon aufs Ohr.

27.04.

 

Heute läutete mein Wecker um 03:15 und mein "Chef" war so nett und hat mich zum Flughafen gebracht.  - Sorry Annie für's aufwecken!

 

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Es war wieder eine super interessante Zeit im Reitstall. Ich habe es wirklich sehr genossen und so viele Ideen für zu Hause mitnehmen können!

Was mich besonders freut ist, dass ich fast genau so gut in Englisch, wie in Deutsch unterrichten kann, da ich das Vokabular gelernt habe. Also die Sprache ist für mich kein Hindernis mehr. Dies hat man auch an den Kindern gemerkt, da sie mich genau so "wahrgenommen" haben wie zu Hause. - Damit meine ich, dass sie teilweise auch einfach zum Quatschen oder Drücken zu mir gekommen sind. - Dies macht mich schon sehr stolz, da jeder der mich kennt weiß, dass ich nicht gut im Sprachen lernen bin. Aber, wenn man 24/7 damit umgeben ist, geht ordentlich etwas weiter.

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Am Flughafen angekommen, hat alles super beim Check-In geklappt. Ich habe mir noch schnell ein Frühstück und Schokolade für den Flug besorgt und mich aufs Gate gesetzt.

Um 06:00 wäre boarding gewesen. Um 05:30 kam die tolle Durchsage, dass der Flug gecancelt ist, da unser Flugzeug kaputt ist. Toll! Der Ersatzflieger geht um 15:35...

Einerseits ist es ja toll, dass sie jetzt feststellen, dass der Flieger kaputt ist und nicht auf 1.000 Höhenmeter, aber das bedeutet für mich 10 Stunden töten und danach Vollstress.

 

Ursprünglich geplant war, dass ich um 08:00 in Sydney lande, zu meiner Schwester fahre und mit ihr einen schönen Tag verbringe. Um 20:00 wären wir weiter nach Darwin geflogen, wo wir morgen unser Auto abholen können.

Okay aktueller Stand: Ich sitze mit 16$ Essensgutschein am Flughafen fest. Die gute Nachricht: mehr Schokolade. :D

 

Ich habe probiert irgendwie in einen anderen Flieger zu kommen, jedoch gehen von hier nur vier Flugzeuge pro Tag nach Sydney und alle um die selbe Zeit. Somit geht es sich nicht aus ein neues Flugticket zu kaufen.

 

Aktueller Plan: Um 15:35 hebt mein Flugzeug ab und ich lande hoffentlich um 18:00 in Sydney. Dort muss ich so schnell wie möglich durch die Passkontrolle, Visakontrolle und die 3 Sicherheitschecks, dazwischen meinen Koffer schnappen und danach den Flughafen wechseln um im neuen Flugzeug einzuchecken. - Ja ich habe gefragt, es geht nicht leichter, da ich Land wechsle. Ich lande am internationalen Flughafen, fliege aber am Nationalen weiter...

 

Ich habe die 10 Stunden genutzt um mit 5 Personen zu telefonieren und sehr vielen Leuten zu schreiben. - War schön euch wieder zu hören! :) - Aja und das Tagebuch gibt's ja auch noch ;)

Nach einiger Zeit wurde mir richtig langweilig und ich habe die "Sportecke" entdeckt. Die Balancierungen haben mich dann mal weitere 40 Minuten beschäftigt. :P

 

Pünktlich um 15:35 konnten wir dann endlich abheben.

Fazit:

 

Meine letzten drei Monate in Neuseeland waren faszinierend und magisch zugleich. Ich habe so viel erleben, kennenlernen und probieren dürfen und dabei so tolle Menschen getroffen.

 

Es war faszinierend, da mich die Landschaft einfach so begeistert. Es gibt so viele versteckte, wunderschöne Orte. Die Menschen sind unglaublich freundlich und offen für alle Nationalitäten. Das Wetter ist eine Sache für sich... Des Weiteren finde ich die Größe dieses Landes einfach perfekt. Beeindruckt hat  mich auch, was dieses Land teilweise an Naturkatastrophen wegstecken muss und wie „normal“ damit umgegangen wird.

 

Magisch ist es, da einfach so viele Dinge passiert sind, die teilweise kein Zufall mehr sein können.

Ich habe mich ziemlich oft nach warmen Wasserquellen gesehnt und konnte diese gleich mehrmals finden. Weiteres gibt es unglaubliche Sonnenauf/-untergänge. Ich hatte so tolle Volunteeringstellen, wo ich unglaublich viel mit nach Hause nehmen kann. Und ich hatte einfach die besten Travelmates, die man sich nur wünschen kann.

 

Weiteres kann ich einige Punkte meiner persönlichen „to-do Liste“ abhacken:

 

-> Einen aktiven Vulkan sehen

-> Eine zweitägige Wanderung meistern

-> Mit Delphinen schwimmen

-> Am Strand galoppieren

 

Vielen Dank Neuseeland! Ich habe die Zeit hier in vollen Zügen genossen. Innerhalb drei Monaten war ich in drei verschiedenen Betrieben und habe sehr viel von Neuseeland erkundet. Nicht nur das, ich war einfach unglaublich glücklich und zufrieden. Des Weiteren kann ich sagen, dass ich zu 100% ICH war und das Leben voll und ganz genossen habe. Ich habe leben gelernt.

 

Ich kann dieses Land einfach jedem empfehlen, der Natur beeindruckend findet!

 

Am liebsten wäre ich noch länger in Neuseeland geblieben.

Aber ich kann mich jetzt zum Abschluss noch auf 3 Wochen Abenteuer mit meiner Schwester freuen. Wir reisen von Darwin nach Melbourne, also vom Norden nach Süden, von oben nach unten. Ich freue mich unglaublich darauf, vor allem da ich meine Schwester jetzt seit 3 Monaten nicht mehr gesehen habe und sie zurzeit auch ein riesen Abenteuer erlebt.

 

Es freut mich sehr, dass dich mein Tagebuch interessiert! Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Dankeschön :)

melanie.amon@gmail.com

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